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Tulac

Schüler

Beiträge: 109

Monitor: Philips 328P6VJEB

1

Freitag, 23. Dezember 2016, 21:10

Philips 328P6VJEB (User)

Hallo,

ich habe mich getraut und mir den Philips 328P6VJEB Monitor bestellt.

Vorab - es ist mein erster 4K Monitor - ich habe daher keine Vergleichsmöglichkeiten (bis auf das, was ich irgendwo bei irgendwem auf dem Tisch h ab sehen können)... Aber, kurz gesagt, ich bin recht begeistert für den Preis in dieser Größe diese Leistung zu erhalten. Er ist sicherlich nicht perfekt und hat wahrscheinlich ein paar kleine Schwächen - diese aber sind in dem Preisbereich durchaus zu erwarten. Ich wollte keine 1.000€ und mehr ausgeben. Mit knapp 750€ Kaufpreis fand ich ihn recht akzeptabel. Entscheidend für mich waren auch die Größe (32" mit 4K macht mehr Sinn für mich, als alles darunter...) und der Einsatzbereich - und dieser ist stark gemixt. Ich bearbeite viele Fotos als Fotograf und als Designer auch gleichzeitig einiges für das Web und Print. Ich benötige aber keinen "Reinzeichnungsmonitor" hier Zuhause, sondern einen Allrounder für sowohl Bildbearbeitung wie auch Gaming und die üblichen Aufgaben. Ich schaue weniger Filme darauf, dafür habe ich ein völlig anderes Equipment.

Ich versuche mal meine Eindrücke vom Auspacken, über den Aufbau bis hin zu den ersten Erfahrungen zu beschreiben.

  • Verpackung ist sehr solide und gut organisiert. Der Monitor steckt in einer Styropor-Umhüllung und ist absolut sicher verpackt. Auf der Oberschale sind dann der zerlegte Standfuß und die vielen Kabel aufbewahrt.
  • Kabel gibt es für jeden Geschmack, von VGA bis hin zu DP und HDMI und Audio. Da der Monitor einen USB-Hub besitzt, ist auch hier ein Verbindungskabel vorhanden. Strom wird über einen Standard-Kaltsteckerkabel zugeführt.
  • Aufbau gestaltet sich sehr einfach. Nachdem man den Standfuß aus zwei Teilen (ohne Werkzeug) zusammen gefügt hat, kann man die Styropor-Abdeckung abnehmen und erhält den Monitor liegend vor. Nachdem man ihn aus der Schutzfolie ausgepackt hat, kann man den Standfuß (mit einem Schraubendreher) an die Vesa-Halterung anschrauben. Alles sehr einfach und sicher.
  • Aufbau am Schreibtisch - hier muss man sich erstmal an die Größe gewöhnen. :) ... Ansonsten bietet der Standfuß sehr guten Halt, das Gerät steht gerade und lässt sich neigen, drehen und Höhenverstellen. Optusch macht alles einen sehr guten Eindruck, wobei mir persönlich der rundliche Standfuß nicht so ganz gefällt - aber auch hier keine große Rolle mehr spielt (da ich mein Wacom Tablet einfach davor/drauf lege und es nicht mehr sehe)
  • Verarbeitung wirkt auf mich OK. Es ist kein High-End-Edel-Monitor - er hat seine Schwächen im Detail beim Gehäuse. So wirken die Kanten seitlich etwas scharfkantig und das Plastik ist jetzt nicht unbedingt wirklich fein. Aber in der Summe wirkt er solide und stabil. Es knarzt nichts und es knackt nichts. Der unten abgesetzte Schriftzug von Philips stört nicht und reflektiert kein Licht, da er eher "Brushed" ist...
  • Verkablung ist einfach, die wichtigen Eingänge sind hinten/unten erreichbar. Kabel sollte man durch die Öffnung im Standfuß-Holm führen. Seitlich sitzt der USB-Hub, dieser ist recht gut erreichbar.
  • Bedienung ist Knopflos - der Monitor hat eine dezente Bedienleiste unten Rechts und diese reagiert sehr empfindlich. Heißt: Schon kurz bevor man den Touch-Bereich wirklich mit dem Finger berührt, kann es schon zum Auslösen der Funktion führen. Das kann manchmal ein Nachteil sein, weil man so versehentlich (wenn man nicht daran denkt) beim verschieben oder drehen des Monitors auch diese unbewusst ausschalten kann. Da dieser nicht so ganz flott startet, ist das ein wenig nervig am Anfang - mittlerweile passiert es mir nicht mehr.
  • OSD sieht sehr spartanisch aus. Da gibt es deutlich schönere Varianten in der Gestaltung. Aber deswegen kauft man sich eigentlich keinen Monitor, sondern wegen den Funktionen. Und die sind recht gründlich platziert und logisch verknüpft. Insgesamt ist die Bedienung des Menüs einfach, manchmal etwas hakelig und wegen der Touch-Buttons kommt es gelegentlich zu unerwünschten "Sprüngen". Die Touch-Buttons sind auch nicht so super gut beschriftet, so dass man im Dunklen manchmal nicht den richtigen trifft.
  • Hinten am Gerät befindet sich zusätzlich ein Hauptschalter (Kippschalter, der das Gerät völlig stromlos macht)
  • Nach dem ersten Einschalten erscheint eine blaue Fläche mit einem knackscharfen Philips-Logo drauf. Bis zum Betrieb dann vergehen ein paar Sekunden.
  • Ist das Gerät im Standby, passiert das nicht und man ist sofort Betriebsbereit...
  • Windows 10 erkennt den Monitor direkt und es sind auch offenbar die aktuellsten Treiber direkt installiert.

Ein paar Worte zir Bildqualität - diese fallen natürlich sehr subjektiv aus. Da ich - wie bereits erwähnt - keinen Vergleich habe, ist es für mich sowieso schon ein Quantensprung von Full-HD in 24" auf 32" in 4K .. . Betrieben wird der Monitor übrigens via DisplayPort an einer nVidia 970...


  • Windows bietet ja verschiedene Skalierungsmöglichkeiten an. Ich habe die vorgeschlagene 150% Skalierung deaktiviert und bin auf 125% gegangen, um doch etwas mehr Nutzfläche bei Icons und UI-Elementen zu haben. Als Brillenträger habe ich bei 100% leider viel zu kleine Schriften gesehen und das ging für mich gar nicht. Da muss also jeder für sich ausprobieren, was für ihn gut ist.
  • Helligkeit ist vom Werk mit 100% eingestellt, war für mich auch etwas zu hell. Habe es runtergeregelt, denn der Monitor hat mich fast geblendet :)
  • Faben und Details sind toll. Nach den ersten Tests mit 4K Material (Freie Downloads) und via YouTube musste ich feststellen, dass mir alles sehr viel Spaß macht. Farben wirken sehr natürlich, nicht überdreht und überzogen. Deetails werden sehr homogen dargestellt und in den Tiefen sind genug Details und Zeichnung...
  • Natürlich musste ich mir meine eigenen Fotos direkt oder auch in Lightroom anschauen - und das, was man an Nutzfläche für die Bearbeitung zurück bekommt, ist echt klasse. Auch hier sollte man die UI-Einstellungen von Adobe mal für sich erkunden und schauen, was am Besten funktioniert.
  • Was die Schwarzwerte angeht, die könnten sicher besser sein. Die Ausleuchtung ist nicht ganz homogen. Gerade aus den Ecken heraus. Je nach Blickwinkel mehr oder weniger. Kommt aber auch hier auf den Anwendungsfall an - bei vielen Videos im Letterbox-Format oder mit sehr hohem Anteil an dunklen Szenen könnte das ggf. Leute stark stören. Im täglichen Gebrauch aber stört es (mich) nicht. Hier denke ich kommt dem Preis eine Rolle zu gute. Es ist nun mal ein Monitor, der relativ "günstig" ist. Es gibt also gewisse Abstriche.
  • Grauwerte (verlauf) sind OK und sauber. Hier hatte mein vorheriger Monitor (Dell Ultrasharp) mehr Schwächen. Für mich also eine Steigerung der Leistung. Perfekt aber ist es auch hier nicht. Erwarte ich aber auch nicht in der Preisklasse...
  • Blickwinkelunabhängigkeit ist so eine Sache Bei hellen Motiven wirkt es sehr gut und es spielt kaum eine Rolle, wie genau frontal man vor dem Monitor sitzt. Bei sehr dunklen Motiven aber habe ich den Eindruck, dass es doch besser ist sich wirklich zentrisch vor den Monitor zu hängen...
  • Das Bild ist recht ruhig, trotz 60Hz - aber man merkt auch beim Verschieben von Fenstern, dass es ein leichtes "Ruckeln" gibt.
  • In der Summe wird in Anwendungen wie Photoshop, Lightroom oder Cinema4D ein ordentliches Bild mit scharfen Abbildungen dargeboten. Wie gesagt -mir fehlt der Vergleich - aber die 4K sind schon mal eine gute Steigerung dazu.


Noch ein paar Worte zum Gaming...

  • Getestet habe ich unter 4K nur (das aktuelle) Doom und "Rise of the Tomb Raider". Beide Spiele sahen vorzüglich in 4K aus. Aber - aufgrund meines Systems (i7 CPU ist schon 3 Jahre alt), war das Spielvergnügen bei Tomb Raider nicht so prickelnd. Es ruckelte mir zu sehr, zu wenige fps. Bei Doom war es anders, da war die Leistung ordentlicher. Andere Games habe ich bisher nicht probiert...
  • Natürlich habe ich auch geschaut, wie es mit dem Downscale aussieht - beide oben genannten Spiele liefen in niedrigeren Auflösungen sehr gut.
  • Profitiert hat man auf jeden Fall von der Größe des Monitors. Hier ist man einfach näher dran am Geschehen.
  • Bin kein Hardcore-Gamer, aber die Spiele-Leistung schien mir ordentlich. Montor ist aber wohl kaum was für Ultra-Zocker in der ESL... :)


Was ich noch bisher probieren konnte (habe ihn ja erst drei Tage)...

  • Habe die PIP/PBP Funktion mit einem Fire-TV Stick von Amazon getestet. Auch super - klappt alles einwandfrei.
  • Die eingebauten Lautsprecher klingen etwas "hölzern", sind aber im Notfall zu gebrauchen. Schön ist, man kann zum Beispiel den Ton der HDMI-Quelle (FireTV in meinem Fall) über die internen LS ausgeben lassen und gleichzeitig den normalen PC-Ton über die normal angeschlossenen LS.


Mein bisheriges Fazit:

Ich mag den Monitor. Ist für mich eine Leistungssteigerung. Er ist nicht perfekt und sicherlich - wenn man jetzt wirklich intensiv testen und messen würde - hat er bestimmt seine Schwächen. Diese sehe ich aber eher marginal für MICH... denn zu dem Preis erwarte ich auch kein Weltwunder. Ein Gerät in der Größe zu bekommen und ohne bisher sichtbare Probleme wie Pixelfehler (habe spontan keine gesichtet), ist schon toll. Es zischt nichts. Es brummt nichts. Alles gut. :)


Grüße
Peter
Greetings - Tulac
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KoreaEnte

Redakteur

Beiträge: 2 505

Monitor: Samsung S34E790C, Dell P2416D

TV Gerät: Samsung UE60J6250, Grundig 55 VLE 922 BL

2

Samstag, 24. Dezember 2016, 09:07

Vielen Dank für den Testbericht, immer schön hier Berichte aus der Praxis zu lesen :)
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Tulac

Schüler

Beiträge: 109

Monitor: Philips 328P6VJEB

3

Samstag, 24. Dezember 2016, 13:16

Gerne.

Hier noch zwei Bilder - zum Größenvergleich steht links noch mein alter 24"-er von Dell... Und einmal mit Lightroom geöffnet, so lässt sich nun bequem Arbeiten... :)
»Tulac« hat folgende Bilder angehängt:
  • DSC_6125.jpg
  • DSC_6128-2.jpg
Greetings - Tulac

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tulac« (24. Dezember 2016, 13:36)

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4

Mittwoch, 11. Januar 2017, 08:47

danke

Danke für den ausführlichen Testbericht. Ich überlege mit diesen Monitor als Ersatz für meinen Eizo zu holen und bin ein großer Freund der VA Technik :) Inzwischen kommt Windows 10 ja recht gut mit den hohen Auflösungen zurecht (habe u.a ein Surface 4).

Ich habe den Eindruck bis zu vernünftigen und verfügbaren OLED Monitoren vergehen doch noch 3 bis 4 Jahre. So lange soll dieser Moniter die Zeit überbrücken. Ich würde den Monitor kalibrieren und neben den üblichen Anwendungen (jedoch kein Gaming) auch für Fotobearbeitung verwenden.

Haben sich die ersten Eindrücke bestätigt? Sind an den Rändern störende Lichthöfe? Wie hoch (%) hast Du die Helligkeit eingestellt?
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