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TESTBERICHT: BenQ W1200 Teil 6


Der Schwarzwert ist mit 2 Lumen oder weniger gar nicht schlecht, dennoch erreicht der Kontrast nur Werte zwischen 530 und 660:1. Für einen Entertainmentprojektor ist das nicht viel, im nachtdunklen Wohnzimmer ohne Umgebungslicht wären auch höhere Realkontraste möglich.

Im Eco-Modus verringert sich die Lichtleistung um gut 20 Prozent. Der Schwarzwert sinkt weitgehend mit, deshalb fallen die Kontrastwerte im Eco-Modus nur um etwa 5 Prozent geringer aus. Die Effizienz sinkt insgesamt auf nur noch ausreichende Werte.

Helligkeitsverteilung und Homogenität

Wir untersuchen die Helligkeitsverteilung und die farbliche Homogenität mit einem weißen Testbild, das im Normalmodus an 15 Punkten vermessen wird. Daraus berechnen wir zunächst die Helligkeitsabweichungen von der Bildmitte. Zusätzlich ermitteln wir die häufig verwendeten Ausleuchtungswerte nach ANSI und JBMA, die etwas andere Gewichtungsverfahren anwenden. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 20 Prozent.

Die Farbabweichungen beurteilen wir anhand der Buntheitsdifferenz DeltaC zur Bildmitte. Hier wird die Wahrnehmungsschwelle bei etwa 0,5 erreicht, bei Werten oberhalb von 4,0 ist mit größeren Farbstichen zu rechnen.

Befriedigende Helligkeitsverteilung, gute Homogenität.

Die ungewichtete mittlere Helligkeit liegt bei befriedigenden 86 Prozent. Das rechte und auch das obere Drittel des Bildes sind etwas dunkler, die größten Abweichungen nehmen das ganze rechte Drittel ein. Nach ANSI-Bewertung ergeben sich die Abweichungen zu -22 und +26 Prozent, beide Werte liegen knapp über der Wahrnehmungsschwelle. Nach JBMA errechnen wir die Ausleuchtung zu nur 80 Prozent.

Die farbliche Homogenität schneidet mit einem mittleren DeltaC von 1,7 deutlich besser ab. In der rechten oberen Ecke des Bildes konzentrieren sich die Höchstwerte um das Maximum von 3,8, hier kann man eventuell sichtbare Farbabweichungen erwarten.

Auch mit dem bloßen Auge erkennt man die dunkleren Zonen beim weißen Testbild bereits. Hinzu kommen aufgehellte Bereiche unmittelbar an den Bildrändern, vor allem am unteren Rand. Die Helligkeitsverteilung wirkt insgesamt erkennbar ungleichmäßig.

Das schwarze Testbild untersuchen wir nur mit dem bloßen Auge. Es wirkt sehr gleichmäßig und ist frei von jeglichem Farbschimmer. Der eigentliche Bildbereich wird noch von einem schmalen aufgehellten Streulichtstreifen umrahmt.

Graustufen

Der Grauverlauf im Bildmodus Standard ist gleichmäßig und ohne Stufen (Banding). Auch Farbschimmer sind nicht zu sehen.

Kein Banding im Grauverlauf, sehr gute Differenzierung der Graustufen.

Bei der Graustufenuntersuchung fehlen nur die hellste und die dunkelste Stufe. In allen Bildmodi zeigen sich sehr ähnliche Resultate.

Eine kleine Verbesserung konnten wir erreichen, wenn die beiden Regler für Helligkeit und Kontrast um je einen Punkt niedriger eingestellt wurden (H49 K-1). Höhere Kontrasteinstellungen als die Werksvorgabe Null sind nicht zu empfehlen.

Farbwiedergabe

Für die Farbtrennung sorgt ein Farbrad mit 6 Segmenten (RGBRGB), das sich mit vierfacher Geschwindigkeit dreht. Damit sollte der Regenbogeneffekt schon deutlich gemindert werden, dennoch nahmen ihn einige unserer Testzuschauer als störend wahr.

Wir haben die Farbdarstellung in den drei Voreinstellungen untersucht.

Bildmodus Dynamik: Gamma, Farbanteile und Farbabweichungen.

Die hellste Einstellung Dynamik erweist sich mit einer Farbtemperatur von 8790 K als recht kühl. Es fehlt ein wenig Blau, ansonsten sind die Graustufen sehr stimmig bei leider zu niedrigen Gammawerten. Die Farbabweichungen bei den Primärfarben sind allerdings sehr hoch.

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