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TESTBERICHT: Sanyo PLC-WL2503 Teil 7


Sehr gute Bildschärfe, befriedigende Konvergenz.

Die Bildschärfe des PLC-WL2503 ist sehr gut. Schriften und Muster werden klar umgrenzt dargestellt. Die Konvergenz ist dagegen nur befriedigend: oberhalb der horizontalen Linien entstehen deutliche violette Farbsäume, unterhalb gelbe. Außerhalb der Bildmitte sind auch die Vertikalen betroffen: bei einem weißen Vollbild ist der rechte Bildrand grün gesäumt.

Das Einstellen der Bildschärfe am Fokusring gelingt sehr gut und zuverlässig. Die erzielbare Schärfeverteilung innerhalb des projizierten Bildes ist gut, lässt aber in den Ecken bei korrekter Fokussierung auf die Bildmitte etwas nach.

Helligkeitsverteilung und Homogenität

Wir untersuchen die Helligkeitsverteilung und die Bildhomogenität mit einem weißen Testbild, das im Normalmodus an 15 Punkten vermessen wird. Daraus berechnen wir die Helligkeitsverteilung und das DeltaC in Prozent, bezogen auf den Wert in der Bildmitte. Vielfach werden auch Werte nach ANSI und JBMA angegeben, die etwas andere Berechnungsverfahren anwenden.

Die Wahrnehmungsgrenze für Helligkeitsabweichungen liegt bei etwa 20 Prozent. DeltaC ist ein Maß für die Buntheitsdifferenz, die Wahrnehmungsschwelle ist schon bei etwa 0,5 erreicht. Bei Werten oberhalb von 4,0 ist mit größeren Farbstichen zu rechnen.

Helligkeitsverteilung und Homogenität sind befriedigend.

Die gemessene mittlere Helligkeit liegt bei 88 Prozent. Die größten Abweichungen treten in den oberen Ecken des Bildes auf, sie sind aber noch nicht problematisch. Nach ANSI ergeben sich die Abweichungen zu -18 und +17 Prozent, also knapp unter der Wahrnehmungsschwelle. Nach JBMA errechnen wir die Ausleuchtung zu 84 Prozent, das ist etwas besser als die Herstellerangabe (80 Prozent).

Die farbliche Homogenität ist weniger gut: ein mittleres DeltaC von 4,3 bei einem Maximum von 7,8 lässt sichtbare Farbweichungen erwarten. Wieder liegen die Höchstwerte in den oberen Ecken, mit einem Ausreißer von 7,8 oben rechts. Mit dem bloßen Auge erkennt man, dass die Helligkeit an den Bildrändern links und unten zunimmt. Die übrigen Bildbereiche erscheinen gleichmäßig weiß mit einem leichten grünlichen Farbstich.

Das schwarze Testbild zeigt sich mit bloßem Auge recht gleichmäßig und ohne auffälligen Farbschimmer. Auch hier sind die Bildränder links und unten etwas aufgehellt. Bei einem Businessprojektor ist dies jedoch kein Problem.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Für diese Untersuchung messen wir die mittlere Helligkeit bei einem weißen und einem schwarzen Testbild. Das statische Kontrastverhältnis (full on/off) ergibt sich als Quotient der beiden Werte. Zusätzlich berechnen wir die Effizienz der Lichtausbeute in Lumen/Watt.
Das Datenblatt des PLC-WL2503 gibt die maximale Helligkeit mit 2500 Lumen im Normalmodus und 1900 Lumen im Ecomodus an. Wir haben die drei Voreinstellungen durchgemessen.

Helligkeit, Kontrast und Effizienz, links: Normal; rechts Eco.

Die höchste Helligkeit erreicht der Projektor mit 1740 Lumen in der Einstellung Dynamik, das sind nur 70 Prozent der Herstellerangabe. Mit 1590 Lumen liegen die beiden anderen Einstellungen Standard und Natürlich nicht weit darunter. Die Effizienz erreicht mit rund 6 Lumen/Watt nur ein mittleres Niveau, das können viele DLP-Projektoren inzwischen deutlich besser.

Der Schwarzwert erscheint im dunklen Raum subjektiv sehr hoch, und die Messung bestätigt das: satte 4 Lumen Schwarzwert ergeben selbst auf den vergleichsweise kleinen Whiteboards nur ein dunkles Grau, aber kein Schwarz. Der Kontrast kann daher nicht einmal die versprochenen 500:1 erreichen, wir messen Werte zwischen 325 und 400:1. Man muss dies allerdings relativieren: ein Schulungsraum wird nie dunkel sein, wegen des Umgebungslichtes sind daher ohnehin keine hohen Realkontraste zu erzielen.

Im Eco-Modus nimmt die Helligkeit um rund 10 Prozent ab. Der Schwarzwert macht es genauso, daher bleiben die Kontrastwerte im Eco-Modus unverändert. Die Effizienz sinkt auf rund 5,5 Lumen/Watt. Mit 1570 bzw. 1430 Lumen liegt die Lichtausbeute schon deutlich näher an der Herstellerangabe.

Bei keinem der voreingestellten Bildmodi steht der Helligkeitsregler höher als H32. Wir haben daher versuchsweise bis zum Maximalwert 63 aufgedreht und nachgemessen. Dabei zeigte sich, dass mit steigendem Stromverbrauch auch die Helligkeit um gut 20 Prozent zunimmt, und wir nähern wir uns allmählich den beworbenen 2500 Lumen. Der Schwarzwert strebt dabei allerdings zunehmend dem Weißwert entgegen, und der Kontrast fällt ins Bodenlose: bei H63 ist kaum noch ein Bild zu erkennen. Helligkeitseinstellungen über 32 sind daher vielleicht Notlösungen in sehr heller Umgebung, im Sinne der Bildqualität aber absolut nicht zu empfehlen.

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