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TESTBERICHT: ViewSonic PJD7382 Teil 9


Im OSD kann die 3D-Synchronisierung manuell aktiviert werden. Dies geschieht auch automatisch, sobald der Bildschirmtreiber auf 120 Hz eingestellt wird. Gleichzeitig wird damit der Bildmodus fest auf Kino eingestellt, die Helligkeit sinkt dadurch gegenüber dem PC-Modus sichtlich ab. Mit 120 Hz können nur die drei PC-Auflösungen 640 x 480, 800 x 600 und 1024 x 768 arbeiten.

Ein kurzer Test mit der ViewSonic PGD-150 Brille in der Auflösung 1.024 x 768 zeigt, dass die 3D-Projektion einwandfrei arbeitet und eine gute 3D Wirkung mit geringen Ghosting-Effekten erreicht wird.

Videosignalverarbeitung

Mit den Videoformaten 480i/p, 576i/p, 720p und 1080i verarbeitet der PJD7382 alle gängigen Kombinationen bis hin zu FullHD. Allerdings kann er alle diese Formate nur am Komponenten-Eingang entgegen nehmen. Zudem muss er sämtliche Formate umrechnen und an sein ungünstiges 4:3 Seitenverhältnis anpassen, man sollte daher keine zu hohen Ansprüche stellen.

Unterstütze Refreshsraten

Zunächst haben wir untersucht, ob die genannten Bildfrequenzen tatsächlich unterstützt werden. Beim Juddertest wurden auch Refreshraten von 50 Hz einwandfrei ohne Ruckeln wiedergegeben. 24p beherrscht der Projektor nicht.

Allerdings mussten wir die Auflösungen 640 x 480 und 800 x 600 mit 50 Hz erst noch manuell zum Treiber hinzufügen: das Handbuch führt sie auf, aber der Treiber meldet sie nicht an die Grafikkarte. 1080p50 oder 1080p60 nimmt der Projektor am VGA-Eingang nicht an.

Der Juddertest mit 50 Hz verläuft einwandfrei.

Deinterlacing

Da der PJD7382 auch halbbildbasierte Auflösungen akzeptiert, muss er mit einem Deinterlacer ausgerüstet sein. Im Test funktionierten die Halbbildformate 480i und 576i mit passabler Qualität. Bei 1080i war das Bild dagegen sehr zittrig und nicht zu verwenden.

2:2 und 3:2 Signale werden hochskaliert.

Weder mit 2:2 noch mit 3:2 Kadenz werden die Signale korrekt erkannt, der Deinterlacer interpretiert beides als Videomaterial und skaliert hoch. Dies äußert sich in Kammartefakten und auffälligen Moiré-Effekten (im Foto zu sehen an der Tribüne).

Skalierung

Monitore und Projektoren arbeiten heute ausschließlich mit quadratischen Bildpunkten, die im Videobereich aber nur bei HD-Material vorliegen. Die niedriger auflösenden SD-Formate verwenden dagegen nicht-quadratische (anamorphe) Bildpunkte, die vom Wiedergabegerät mit dem korrekten Seitenverhältnis skaliert werden müssen. Für den Test verwenden wir ein anamorphes Video mit Kreisen, die nach der Skalierung absolut rund abgebildet werden müssen.

Der PJD7382 bietet die Formateinstellungen Auto, 4:3 und 16:9 an. Bei „Auto“ wird das Bild auf die native Bildbreite skaliert, die Höhe ergibt sich aus dem originalen Seitenverhältnis. Bei 4:3 und 16:9 wird ebenfalls die volle Bildbreite genutzt, die Höhe wird dagegen fest nach dem eingestellten Seitenverhältnis eingestellt.

Korrekte Skalierung bei 576p, Einstellung "Auto".

Unsere Testvideos mit SD-Auflösungen von 480 und 576 Bildpunkten konnte der Projektor korrekt skaliert wiedergeben.

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