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TESTBERICHT: LG HF80JS Teil 2


Bildgröße

Für eine Projektion im nativen 16:9-Format kann man den Projektionsabstand zwischen 0,9 und 3,7 Metern variieren und erhält damit Diagonalen von 0,76 bis zu gigantischen 3 Metern. Ob Letzteres für eine ausreichende Lichtleistung noch sinnvoll ist, sei dahingestellt.

Bei einer typischen Leinwand mit zwei Metern Breite (2,3 Meter Diagonale) hat man beim Projektionsabstand die freie Wahl zwischen 2,77 Meter und 3,1 Meter.

Die Distanztabellen unten zeigen die Aufstellungsmöglichkeiten detailliert für eine Projektion im 16:9-Format.

Übersicht Projektionsgrößen (Screenshot Handbuch LG)

Inbetriebnahme

Ein- und Ausschalten

Projektoren mit herkömmlicher Hochdrucklampe benötigen typischerweise eine Aufwärm- und Abkühlphase. Dass solche Projektoren bis zur Anzeige des ersten Bildes ein bisschen Zeit benötigen, ist also durchaus normal.

Der Andante agiert hier mit seiner Lasertechnik ähnlich flott wie seine LED-Geschwister: Bereits nach vier Sekunden wird das Herstellerlogo sichtbar, nach zehn Sekunden kann man mit der Filmvorführung/Präsentation beginnen – das ist schon schneller als die meisten heutigen SMART-TVs.

Beim Ausschalten wird das Bild prompt schwarz, und die Lüfter drehen nur kurzzeitig auf Maximalleistung, um die warme Restluft auszublasen. Nach nur vier Sekunden sind sie – auch mit Ohr am Gerät – kaum noch zu hören, und nach zehn Sekunden schalten sie vollständig ab. Im Gegensatz zu Projektoren mit herkömmlicher Lampentechnik stört den LG HF80JS auch häufiges An-und-ab-Schalten nicht. Das Gerät ist immer wieder sofort betriebsbereit.

Bereitschaftszeiten

Modus Zeit
Startzeit bis Bildwiedergabe (LG-Logo) 2 Sekunden
Startzeit bis Anzeige HDMI-Quelle mit voller Helligkeit 10 Sekunden
Abkühlzeit 4 - 10 Sekunden

Betriebsgeräusch

Das Betriebsgeräusch beträgt laut Hersteller 28 dB(A) im Normalmodus und 26 dB(A) im Eco-Modus.

Soweit für uns ersichtlich, hängt die Lüfter-Lautstärke primär mit der gewählten Eco-Einstellung zusammen, die unabhängig vom gewählten Bildmodus in drei Stufen ("Maximal"/"Mittel"/"Minimal") geregelt werden kann. Dazu kommt natürlich noch das durch die schnelle Rotation des DLP-Farbrads bedingte Surren.

Ab Werk steht die Eco-Einstellung auf "Mittel". Das Betriebsgeräusch ist bei sonst ruhigem Raum zwar in allen drei Betriebsmodi gut zu hören. Doch auch wenn das Gerät in den meisten Anwendungsszenarien recht nahe beim Betrachter stehen dürfte, geht es bei entsprechender Klangkulisse völlig unter und hat uns im Betrieb auch nicht weiter gestört.

Die Eco-Stellung "Maximal" senkt das Betriebsgeräusch nur geringfügig, während die Stellung "Minimal" immer noch in einem praxistauglichen Bereich bleibt. Allerdings steigt die Lichtleistung auch nicht so immens, so dass vor allem am Abend die Werkseinstellung "Mittel" bereits den optimalen Kompromiss aus Lautstärke, Lichtleistung und Stromverbrauch darstellt.

Stromverbrauch, Kühlung und Wartung

Stromverbrauch

Mit Energie wird der LG HF80JS über ein externes Netzteil versorgt. In Vergleich zum fast zierlichen Projektor ist es recht groß. Die Leistungsaufnahme im Betrieb wird vom Hersteller mit maximal 140 Watt angegeben. Zum Verbrauch im Standby konnten wir keine Angabe finden.

Externes Netzteil

Unsere Messungen bleiben hier erfreulicherweise deutlich unter der Herstellerangabe. In den empfehlenswerten Werkseinstellungen liegt der Verbrauch bei 95 Watt und steigt bzw. sinkt um genau 10 Watt bei "Eco Minimal" bzw. "Eco Maximal". Im Standby sinkt der Verbrauch nahezu auf 0 – wir messen leicht schwankende Werte unter 0,3 Watt.

Modus Stromverbrauch
Lampenleistung: Eco Mittel 95 Watt
Lampenleistung: Eco Minimal 105 Watt
Lampenleistung: Eco Maximal 85 Watt
Standby < 0,3 Watt

Kühlung und Wartung

Die Kühlluft saugt der LG HF80JS durch die Lüftungsschlitze vorne an und bläst sie nach hinten wieder aus. Sitzt man hinter dem Gerät, bekommt man sie schon deutlich zu spüren. Vielleicht schön im Winter, bei den aktuell sehr sommerlichen Temperaturen eher weniger.

Bei Projektoren mit Hochdrucklampe muss die Lampe regelmäßig ausgetauscht werden. Zudem nimmt bis zum Ende der Lebensdauer die Lichtleistung merklich ab und beträgt letztlich nur noch etwa die Hälfte im Vergleich zum Anfang. Bei regelmäßiger Nutzung muss man alle zwei bis drei Jahre die Lampe und teilweise den Lüftungsfilter erneuern, und das ist durchaus kostspielig.

Ähnlich wie bei der LED-Technik ist auch bei der Laserlichtquelle des LG HF80JS ein Lampenwechsel gar nicht erst vorgesehen, da sie laut Hersteller bis zu 20.000 (Normal/Eco) Betriebsstunden verkraftet. Das bedeutet sieben Jahre lang acht Stunden täglich Großbild-Filmgenuss. Bei UHP-Lampen werden im selben Zeitraum schnell mal zusätzlich 1.400 EUR fällig. Eine regelmäßige Reinigung bzw. der Austausch eines Luftfilters sind bei DLP-Projektoren im Gegensatz zu LCD-Projektoren ebenfalls nicht nötig. Damit ist der LG HF80JS praktisch wartungsfrei. Die Herstellergarantie beträgt drei Jahre.

Bedienung und OSD

Die wichtigsten Bedienfunktionen lassen sich auch über eine Joystick-Taste oben am Gerät aufrufen. Der kleine weiße Hebel dient zum Zoomen, fokussiert wird durch Drehung am Außenrand des Objektivs.

Bedienfeld am Projektor

In der Praxis dürfte die Bedienung überwiegend über die exzellente "Magic Remote Control" erfolgen. Alternativ kann der Projektor aber auch per Smartphone-App gesteuert werden. Das erleichtert insbesondere längere Texteingaben – z. B. im Browser – enorm.

Die Fernbedienung lässt keine Wünsche offen. Sie liegt gut in der Hand, die verschiedenen Funktionsbereiche sind klar abgegrenzt und sinnvoll strukturiert. Die hervorgehobenen und gummierten Tasten lassen sich auch ohne Sichtkontakt leicht finden und haben einen klaren Druckpunkt. So lange man sich hinter dem Gerät befindet, funktioniert die Fernbedienung auch aus größerer Entfernung – ein Infrarotsensor ist nur auf der Rückseite des Geräts verbaut.

"Magic Remote Control": Liegt gut in der Hand und bietet alle wichtigen Funktionen per Direktwahl

Sie ist ferner Set-Top-Box-ready und kann auch andere Geräte steuern. Das Einzige, was wir hier vermisst haben, ist eine Tastenbeleuchtung. Aufgrund der Funktionsvielfalt und der Vielzahl an Direktwahltasten kann es im Dunkeln schon schwer werden, die richtige Taste zu finden.

Wem das nicht reicht, der kann den LG HF80JS ferner auch per Smartphone-App steuern oder sogar eine LG-Tastatur anbinden und damit die Texteingabe beim Browsen im Internet erleichtern.

Das OSD des LG HF80JS dürfte Besitzern von LGs Smart-TVs bekannt vorkommen, da es wie dort auf WebOS 3.0 aufbaut und nur in den erweiterten Einstellungen noch an das von anderen Projektoren und von Computer-LCDs bekannte OSD erinnert. Hier werden sich auch sicherlich die Geister scheiden.

Positiv sind auf jeden Fall der enorme Funktionsumfang und die erweiterbare App-Unterstützung. Vor allem durch die Einbindung von beliebten Streaming-Diensten wie Maxdome, Netflix, Amazon Prime etc. geht der Andante hier über den bereits sehr hohen Funktionsumfang des LG Largo noch einmal deutlich hinaus. Solange man mit den Optionen der Direktwahl-Einstellungen auskommt, ist man z. B. beim Umschalten zwischen verschiedenen Bildmodi, Audio-Ausgabemedien etc. durchaus schneller.

Andererseits ist die Performance des WebOS 3.0 auf dem LG HF80JS bei Weitem nicht so flüssig, wie man es sich eigentlich wünscht und sonst von LG-OSDs gewohnt ist. Dass das Gerät bei der ersten Inbetriebnahme ohne vorherigen Warnhinweis erst mal so lange eine Sanduhr zeigt, bis man meint, es habe sich aufgehängt, ist da noch das geringere Übel. Auch im Betrieb muss man manchmal schon etwas Geduld mitbringen, beispielsweise beim Aufruf der erweiterten Einstellungen.

Aber auch wenn man von PCs und Smartphones eine etwas flottere und flüssigere Bedienung gewohnt ist, bleibt es auch beim Andante eigentlich immer in einem akzeptablen Rahmen, und nicht alle Funktionen werden laufend benötigt. Wartezeiten entstehen zudem primär beim Wechsel zwischen Apps und weniger innerhalb von derselben App.

Das OSD des LG HF80JS ist generell eher Anwendungs- als Einstellungs-orientiert. Die Home-Taste der Fernbedienung blendet jederzeit eine Liste mit den zur Verfügung stehenden Apps ein. Weitere Apps können geladen und die Liste nach eigenen Wünschen neu sortiert werden. So gesehen entspricht auch der HDMI-Eingang einem Anwendungsszenario (PC-Desktop; BD anschauen) und taucht mit in der App-Liste auf. Auch aufgrund des immensen Funktionsumfangs wirkt das OSD daher nicht immer so logisch und strukturiert wie z. B. beim LG PF1500.

OSD: Homescreen mit Apps und Bearbeitungsfunktion

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