Grafik Grafik Grafik Grafik
image
Grafik Grafik Grafik Grafik Grafik

REPORTAGE

Donnerwetter auf fünf Rädern: Mehr Druck fühlen, weniger Lärm machen!

Von Christoph Schön
22.08.2012

Der Bass wummert intensiv auf den PVC-Boden. Pascal sitzt mit skeptischer Haltung im Schalensitz auf fünf Rädern. Nichtsahnend erwartet ihn im DXRacer-Stuhl von NEEDforSEAT eine Überraschung. Der Subwoofer ist aus. Und doch blüht Pascals Spielerherz auf. Was geschieht mit ihm?

Der leidenschaftliche Wii-Spieler Pascal Hartmann, Online-Redakteur bei ntower.de, sitzt mit skeptischer Haltung in einem Vibrationsstuhl. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass der vibrierende Sportsitz auf fünf Rädern ein Must-have ist", äußert Pascal kritisch. Der Konsolen-Fan spielt mal ausnahmsweise das PC-Spiel Diablo 3. Der Höllenfürst und Bösewicht Diablo stampft mit voller Wucht auf den Boden. Brennende Krater tun sich auf. Feuer sprüht an die Oberfläche. Ein Effektgewitter strahlt aus dem Bildschirm und ertönt aus dem 5.1-Soundsystem. Der Boden dröhnt, die Schranktür rattert und der Krach bringt den Nachbar langsam aber sicher zur Weißglut. Während Pascal vom Geschehen gefesselt ist, macht es "klack" – der 3,5-mm-Klinkenstecker steckt im Verstärker.

Nun ist der Body Shaker mit dem Verstärker verbunden. Jetzt fängt er an zu arbeiten. Statt einer Töne erzeugenden leichten Membran wie bei Lautsprechern, schwingt beim Body Shaker ein schwerer hängender Magnet, der durch die Signale des Verstärkers angetrieben wird. Dieser Vorgang erzeugt die Vibrationen, die sich auf den Untergrund übertragen, auf den der Body Shaker befestigt ist. Im günstigsten Fall hört man nichts, sondern fühlt lediglich ein stoßartiges Rütteln. Das Gehör des Nachbarn wird also nicht mehr strapaziert.

Die Stühle überzeugen mit sportlichem Design und bieten hohen Komfort am Schreibtisch. Der Body Shaker ist hinten befestigt. Er sorgt für die Vibrationen. (Foto: NeedforSeat.de)

Geschäftsführer Marco Wörenkämper vertreibt die in Sportwagen üblichen Schalensitze unter needforseat.de. Doch sind die Schalensitze für den Schreibtischeinsatz (DXRacer-Serie) angepasst und optional mit einem Vibrationssystem namens SeatQuake erweiterbar. "Das Vibrationssystem SeatQuake (englisch für "Sitzbeben") ist als Sahnehäubchen für diejenigen gedacht, die schon einen DXRacer-Stuhl von uns haben. Die SeatQuake-Einheit setzt sich aus einer Aluminiumplatte, einem Body Shaker und einem Verstärker zusammen. Damit lassen sich Musik, Filme und Spiele völlig neuartig erleben", erzählt Wörenkämper.

Das SeatQuake-Kit besteht aus einer Kabelhalterung, einem Verstärker, Adaptern, Kabeln und einer Aluminiumplatte – eine Spezialanfertigung für den DXRacer-Bürostuhl. (Foto: NeedforSeat.de)

Um uns davon zu überzeugen, probierten sechs Studenten der Hochschule und Technischen Universität Darmstadt zwischen 20 und 30 Jahre den Stuhl aus. Jeweils drei Filme, drei Spiele und drei Musiktitel dienten als Grundlage für eine Beurteilung. Das Feedback war eindeutig. Es macht jede Menge Spaß und fühlt sich grandios an. Vor allem kommen die Vibrationen gerade bei Action eins a zur Geltung. Im Vergleich zum herkömmlichen Subwoofer fühlt man den Bass hautnah und intensiv. So macht der Body Shaker Filme wie Rambo 4, Fast & Furious five oder Stirb langsam 4 zum einmaligen Action-Erlebnis.

Produktvorstellung DXRacer-Stuhl als Youtube Video

Auch zum Spielen eignet sich der DXRacer-Stuhl mit SeatQuake-Einheit hervorragend. Ob Mass Effect 3, Company of Heroes oder Battlefield 3 – das Vibrationssystem leistet saubere Arbeit. Schießt man in Battlefield 3 im Kampfjet aus allen Rohren, rattert der Stuhl. Blitzschnell kommt das Gefühl auf, als wäre man wirklich in einem Flieger unterwegs. Ebenso Rennspiele wie Need for Speed: Hot Pursuit 2 lassen Stimmung aufkommen. Einfach den Rennstuhl mit Lenkrad und Gaspedal ergänzen. Spätestens an der Startlinie, wenn man den Motor auf Touren bringt, läuft einem der Schweiß über den Nacken. Dabei ist es gleich, ob ihr mit Computer, Spielkonsole (Xbox 360, Playstation 3 oder Wii), Smartphone oder Tablet spielen möchtet.

Das von NEEDforSEAT engagierte Fotomodel spielt mit kompletter Ausstattung Need for Speed: Hot Pursuit 2. (Foto: NeedforSeat.de)

Natürlich bietet es sich an, Musik mit dem Vibrationsstuhl aus dem Hause NEEDforSEAT zu genießen. Schaltet man zum Beispiel Techno, Electro, House, Rock, HipHop an, leistet die SeatQuake-Einheit ganze Arbeit. Einen derartigen Druck kennt man nur aus Discotheken oder getunten Autos, die häufig auch mit Body Shakern ausgestattet sind. Damit kann man gut entspannen, da der DXRacer-Stuhl wie beim PKW eine nach hinten verstellbare Rückenlehne hat. Keineswegs ist der vibrierende Bürostuhl Ersatz für eine Massage, aber zur Entspannung ist er allemal geeignet.

Produktvideo NEEDforSEAT SeatQuake System für DXRACER.

Der tüchtige Geschäftsmann aus Vellmar sieht aber nicht nur in der Unterhaltung Bedarf an Vibrationssystemen. So arbeitet Wörenkämper höchstpersönlich an einer Erweiterung der in Windows üblichen Soundtöne im Tiefbassbereich. Bei niedrigen Frequenzen erhält der Sitzende Rückmeldung über das Vibrationssystem. Erhält man beispielsweise eine Fehlermeldung in Windows, vibriert der Stuhl in einem bestimmten Intervall. Dadurch möchte er in Zukunft gehörlosen sowie auch hörgeschädigten Menschen die Möglichkeit geben, nicht nur ein optisches Feedback über den Bildschirm zu erhalten, sondern eine zusätzliche Rückmeldung direkt über den Stuhl beziehungsweise durch den Körper zu vermitteln. "Erste interne Tests waren hier schon sehr vielversprechend", resümiert Wörenkämper.

Währenddessen geht Pascal im vibrierenden Schalensitz das Herz auf. Er erinnert an einen kleinen Jungen, der das erste Mal Autoscooter fährt. Der Stuhl vibriert stark. Ein pulsierender Herzschlag ertönt aus den Lautsprechern des Computers – gleichzeitig wird es durch die Vibrationen verstärkt. Pascals breite Mundwinkel zeigen deutlich: Er fühlt sich bestens unterhalten. "Das ist echt der Hammer!", brüllt der hellbegeisterte Nintendo-Fan. Pascal ist vermutlich keine Ausnahme: Skepsis gegenüber Vibrationen gibt es, doch sind eigene Erfahrungen bekanntlich Gold wert.

Zurück zur Übersicht

Grafik
Prad.de auf Facebook
Grafik
Grafik
Prad.de auf Twitter
Grafik
Grafik
Prad.de auf Google+
Grafik
Grafik
Prad.de Videos auf YouTube ansehen
Anzeigen
© 2002 - 2014 PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG | Alle Rechte vorbehalten! | Impressum | Datenschutzerklärung
Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
PRAD übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten!

Hinweis: Unsere Internetseite wird mit aktiviertem Adblocker teilweise nicht korrekt angezeigt!