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REPORTAGE

eBook-Reader mit beleuchtetem e-Ink Display

Von Simon Blohm
12.10.2012


EBook-Reader werden immer beliebter nicht zuletzt wegen der schnell voranschreitenden Technik. Die Lesegeräte erlauben das Aufspielen hunderter Bücher und werden mit einem speziellen Display ausgestattet, das als e-Ink bezeichnet wird. Hierbei handelte es sich um einen Flüssigkristall-Bildschirm, der ein vollkommen flimmerfreies Bild ermöglicht mit hohen Kontrastwerten, so dass die Textschärfe an ein gedrucktes Buch heranreichen kann. Der letzte Entwicklungsschritt in dieser Hinsicht ist sicherlich das beleuchtete Display, mit dem diese Geräte nun auch im Dunkeln sinnvoll einsetzbar sein sollen. Der folgende Artikel stellt die Entwicklungen auf dem Markt vor und welche Vorteile die Beleuchtungstechnik bietet.

Die Stärken der eBook-Reader werden ausgebaut

Der größte Vorteil der eBook-Reader war bislang darin zu sehen, dass die Displays ohne eigene Hintergrundbeleuchtung auskommen und damit zum Beispiel auch hervorragend im Freien eingesetzt werden können. Hier ist das eBook gegenüber Tablets oder Notebooks deutlich im Vorteil und steht dem "echten" Buch in nichts nach. Anders sieht es jedoch im Dunklen aus: Hier haben Tablets und alle anderen Geräte mit Hintergrundbeleuchtung einen Vorteil, die Reader bleiben ohne zusätzliche Leselampe schwarz. Aus diesem Grund haben die Techniker diese Schwachstelle längst im Blick und haben in der letzten Zeit die ersten Vorschläge präsentiert, wie eine Lösung aussehen könnte.

So hat etwa die große US-Buchhandelskette Barnes & Noble mit dem NOOK Simple Touch ein entsprechendes Gerät auf den Markt gebracht, das mit einer GlowLight genannten Technik ausgestattet ist. Im Menü des eBook-Readers ist eine entsprechende Option untergebracht, die es dem Nutzer erlaubt, das Licht bei Bedarf zuzuschalten. Interessant hierbei ist, dass die Helligkeit verändert und an die jeweilige Leseumgebung angepasst werden kann. Wird der Reader etwa in einem schwach beleuchteten Raum eingesetzt, kann eine geringe Helligkeitseinstellung bereits ausreichend sein. In vollkommener Dunkelheit hingegen wird es angebracht sein, die Lampe auf volle Leistung zu stellen. In jedem Fall wird dabei der gesamte Bildschirm beleuchtet. Das Gerät ist seit Mai auf dem Markt erhältlich und wurde zu einem Preis von etwa 140 US-Dollar eingeführt.

Auch andere Hersteller ziehen nach

Doch was ist nun mit den anderen wichtigen Herstellern wie etwa Amazon, Sony und den anderen Anbietern von Lesegeräten? Fraglich ist es, ob es sich bei den Beleuchtungen um einen vorübergehenden Trend handelt oder ob eBook-Reader in Zukunft standardmäßig mit einer solchen Technik ausgestattet sein werden. So wäre es zum Beispiel naheliegend, dass Amazon bei einem der regelmäßigen Updates des Kindle-Modells diese bald mit einer eigenständigen Beleuchtungstechnik ausstattet. Und tatsächlich kamen bereits im April 2012 die ersten Gerüchte auf, dass Amazon an einem Kindle-Touch-Modell mit Beleuchtung arbeiten soll. Angeblich sollte das neue Modell bereits im Juli auf den Markt gebracht werden, so dass auch die Nutzer des Kindles in den Genuss einer Beleuchtung für die Abendstunden kommen. Es hat letztendlich nun doch etwas länger gedauert, aber ab 22. November 2012 ist der Kindle Paperwhite erhältlich. Der neue Kindle ist als WLAN und 3G Modell verfügbar und kann bereits vorbestellt werden.

Endlich kann auch abends im Bett gelesen werden, ohne dass man das Licht anschlaten muss. (Bild: Amazon)

Aber nicht nur die Beleuchtung ist neu; Paperwhite verfügt über 62 Prozent mehr Pixel und ermöglicht eine bessere Auflösung. Zudem wurde der Kontrastwert um 25 Prozent erhöht. Die Akkulauftzeit wird mit 8 Wochen angegeben, selbst bei eingeschalteter Beleuchtung. Ganz neu ist, dass Amazon Prime-Mitglieder sich aus 200.000 Kindle eBooks kostenlos Bücher ausleihen können. Darunter sind zum Beispiel alle sieben Bücher der Harry Potter Reihe.

An die Beleuchtung werden eine Reihe von Anforderungen gestellt

Die Konstruktion einer sinnvollen Beleuchtung für einen eBook-Reader ist dabei schwieriger, als es sich zuerst anhören mag. Schließlich ist eines der wichtigsten Verkaufsargumente für die eReader, dass sie augenschonend seien und die Nutzer auch nach längerem Lesen nicht ermüden. Entsprechend hochwertig müssen die Lampen sein, die in die neuartigen Reader zu verbauen sind. Bisher standen zusätzliche Geräte wie Leselampen zur Verfügung, die sich per Clip an den eBook-Reader anbringen lassen. Beim Transport müssen diese Lampen aber zusätzlich verstaut werden und sie haben den Nachteil, dass sie nicht nur die Lesefläche beleuchten und damit mehr Licht erzeugen, als eigentlich notwendig wäre. Ein weiterer wichtiger Faktor ist natürlich auch im Stromverbrauch zu sehen. Es ist fraglich, ob durch eine zusätzliche Beleuchtung die Akkulaufzeit empfindlich verringert werden könnte.

Frontallichttechnik des Amazon Kindle Paperwhite (Bild: Amazon)

Die Technologie, die nun zum Beispiel beim Kindle Paperwhite eingesetzt wird, soll jedoch äußerst energiesparend sein und nur wenig Strom verbrauchen. Möglich wird das dadurch, dass der Lichtkreis tatsächlich auf das Display beschränkt bleibt und so keine Energie vergeudet wird. Bei der technischen Umsetzung wird dabei auf die LED-Technik (Paperwhite-Display) zurückgegriffen werden. Statt auf warmes Licht wird auf kaltes Licht gesetzt werden, da hierbei von einer deutlich geringeren Ermüdung der Augen ausgegangen wird. Damit könnten eBook-Reader in Zukunft tatsächlich alle Vorteile auf sich vereinen und nicht mehr nur am Tag, sondern auch in der Nacht sinnvoll einsetzbar sein.

Weiterführende Links zum Thema

Kindle Paperwhite bei Amazon kaufen

 

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