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REPORTAGE: Inputlag Teil 24


Aufnahme eines schwarz-weiß-schwarz Wechsels des Iiyama AS4431D. Die Intensität der Hintergrundbeleuchtung ähnelt entfernt einem Sinus.

Der ViewSonic VP2230b lässt es etwas flotter angehen und pulst seine Hintergrundbeleuchtung mit 250 Hz. Die Signale sehen, solange nur schwarz dargestellt wird, hierbei noch nach einer rechteckförmigen Ansteuerung aus, sobald die Intensität nach oben schnellt, verschmieren die Pulse zunehmend. Die Trägheit des Fotoempfängers hat wieder keine Auswirkung, da die Hintergrundbeleuchtung 800 µs benötigt um annähernd ihre maximale Intensität zu erreichen.

ViewSonic pulst die Hintergrundbeleuchtung des VP2030b mit ca. 250 Hz.

Für den Viewsonic fällt hierbei auf, dass die Totzeiten der Hintergrundbeleuchtung sehr kurz ausfallen. Auch wenn es bereits weit unterhalb der Wahrnehmungsgrenze eines Menschen liegt, könnte das positive Auswirkungen auf eine zu ermittelnde Input Lag Zeit mit der Foto-Methode haben.

Als letztes wird noch der Samsung 2494HM aufgeführt. Mit einer Hintergrundbeleuchtung, die mit rund 180 Hz getaktet ist und annähernd gleiche Anteile von Hell- und Dunkelphasen hat, sortiert er sich zwischen die getesteten Modelle von NEC und Iiyama ein.

Mit ca. 180 Hz wird die Hintergrundbeleuchtung des Samsung 2494HM gepulst.

Wann wird gemessen?

Die sich aus der Beobachtung der aufgenommenen Bildschirmhelligkeit ergebende Frage lautet nun, wann gemessen werden soll. Es gibt kein genormtes Verfahren zur Bestimmung des Input Lags. Wenn nun ein Wechsel stattfindet zwischen einem schwarzen und einem weißen Bildschirminhalt, dann kann das so, wie im folgenden Bild festgehalten, aussehen.

Input Lag Messung am Beispiel des schnellen Samsung 2494HM.

Annähernd ideal schnellt die Helligkeit direkt nach dem Bildwechsel von schwarz nach weiß auf annähernd 100 Prozent der maximalen Intensität. Gerade einmal 4,02 ms nach dem Bildanfang vergehen, bis die Stelle, die durch den Cursor B markiert ist, erreicht wird.

Doch ist dies die Stelle, die gemessen werden soll? Wann gilt ein Bildpunkt überhaupt als "Dargestellt" und macht man hier nicht einen Fehler, indem die Reaktionszeit des Displays ebenfalls mit einbezogen wird, die aber bereits vom Hersteller getrennt angegeben wird?

Was an dieser Stelle am meisten fehlt, ist eine saubere Definition des Begriffs "Input Lag". Bisher ist dieser Begriff nur durch ein Phänomen beschrieben, das sich jedoch aus der tatsächlichen Verzögerung durch die Bilddatenverarbeitung im Monitor und zusätzlich durch die Reaktionszeit zusammensetzt. Hier wäre es besser, wenn ein solcher Wert getrennt von der Reaktionszeit angegeben würde.

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