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TESTBERICHT: NEC LCD2470WNX Teil 8


Farbabweichungen und Kalibration

Im Anschluss an die Messung der Farbräume haben wir überprüft, wie genau der MultiSync LCD2470WNX die darstellbaren Farben wiedergibt. Hierzu haben wir drei Vergleiche gemacht: Erstens haben wir den sRGB-Farbraum mit der Werkseinstellung des TFTs verglichen.

Zweitens haben wir den sRGB-Modus des Monitors und zuguterletzt unsere kalibrierten Einstellungen mit dem sRGB-Standardprofil verglichen. Die ersten beiden Messungen sollen zeigen, wie gut sich der TFT ohne Kalibrierung für die sRGB-Darstellung eignet, da die meisten Anwender wohl nicht über die nötige Kalibrationshardware verfügen.

Da der Gamma-Wert und Weißpunkt der Werkseinstellung näher an sRGB liegen als der sRGB-Modus, geben wir hier nur letztere Ergebnisse an. Die Werte des sRGB-Modus sind mit Gamma 2,09 und 6700K etwas schlechter, entsprechend liegen die Grauwerte weiter daneben. Trotzdem ließe sich auch mit dem sRGB-Modus noch gut in sRGB arbeiten.

Die Farbabweichung wird in deltaE 94 angegeben; gemessen werden mehrere Grauabstufungen, die primären (RGB) und sekundären (CMY) Grundfarben. Ein deltaE-Wert von 1 entspricht dem kleinsten Farbunterschied, den das menschliche Auge wahrnehmen kann.

Bei den Farben erkennen die meisten Menschen ab einem Wert von 3 einen Unterschied. Unsere Augen sind allerdings für Grün- und Grautöne empfindlicher. Die durchschnittliche Abweichung sollte unter 3 dE liegen, das Maximum unter 10 dE. Bis zu diesem Wert haben zwei Farben noch genügend Ähnlichkeit zueinander.

Vergleich der Werkseinstellung zum sRGB-Standard

Werkseinstellung Herstellerangabe Erreicht
k.A. 6600
k.A. 477
k.A. 0,40
k.A. 2,15
k.A. 1191

Trotz der guten Messwerte zeigen einige Grautöne leichte Farbstiche. Die gemessenen deltaE-Werte liegen allesamt unter dem kritischen Wert von 10 dE, und liegen mit einer durchschnittlichen Abweichung von 1,6 dE sogar fast im grünen, also hervorragenden Bereich. Nachfolgend haben wir geprüft, wie gut der NEC bei der Farbgenauigkeit nach der Kalibration abschneidet.

Vergleich des kalibrierten Profils zum sRGB-Standard

Kalibriert Ziel Erreicht
6500 6500
140 141
0,00 0,10
sRGB (~2,2) 2,17
max. 1404

Das letzte Diagramm zeigt den Nachteil der Softwarekalibration. Um den Grauverlauf näher an das Gamma von sRGB anzugleichen, muss die Kalibrationssoftware die Ausgabe der Grafikkarte verändern. Dadurch weichen die Primärfarben weiter ab, als vor der Kalibration. Da es sich jedoch nur um den jeweils intensivsten Farbton handelt, ist dieser Kompromiss in Ordnung.

Mit etwas Mühe ließe sich sicher noch ein besseres Kalibrationsergebnis erzielen. Der gemessene Schwarzpunkt ist hervorragend. Der resultierende Kontrast von bis zu 1400:1 geht deutlich über die Herstellerangaben hinaus.

Farbraum

Darstellung der RGB-Korrekturkurve der Grafikkarte nach der Kalibrierung. Je näher die drei Farblinien an der 45°-Achse liegen, umso weniger Farben müssen zur korrekten Kalibrierung von der Grafikkarte verworfen werden, und umso lückenloser bleiben Farbverläufe. Zur Vergrößerung die Grafik anklicken.

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