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TESTBERICHT: BenQ E2400HD Teil 6


Bildqualität

Im BenQ E2400HD kommt ein reaktionsschnelles TN-Panel zum Einsatz. Aktuell arbeiten Geräte, die diesen Paneltyp verwenden, meist mit 6-Bit pro Farbkanal. Das gilt auch für das Panel des BenQ. Der geringe Tonwertumfang wird durch den Einsatz einer HiFRC-Schaltung kompensiert, die den Eindruck von 16,7 Millionen darstellbarer Farben sichern soll.

Hierbei werden Farben, die das Gerät nicht nativ darstellen kann, simuliert, indem ein Pixel im Verlauf mehrerer Frames verschiedene Farbtöne annimmt, die dann im Gehirn zum gewünschten Farbeindruck verschmelzen.

Wenn die HiFRC-Implementierung sauber erfolgt, ist das Ergebnis durchaus ansprechend und der Bildeindruck kommt einem echten 8-Bit Panel erstaunlich nahe. Allerdings kann es bei mäßiger Umsetzung zu sichtbaren Dithering-Effekten und teils erheblichem Flimmern, besonders in dunklen Farbtönen oder speziellen Mustern kommen.

Für den BenQ E2400HD können wir allerdings Entwarnung geben. Der 24-Zoller reiht sich damit in die immer länger werdende Liste von Geräten mit HiFRC-Schaltung ein, die von Negativeffekten nur partiell betroffen sind. Dithering-Muster sind uns kaum aufgefallen. Die Flimmerneigung war nur sehr gering ausgeprägt. Hier musste mit speziellen Mustern regelrecht nachgeholfen werden, um diesen Effekte überhaupt sichtbar zu machen.

Test der Qualität von Farbverläufen am BenQ E2400HD.

Die Farbverläufe fallen in der Werkseinstellung absolut sauber aus. Nicht eine einzige gröbere Abstufung trübt hier das Bild. Gemessen an Panel und Elektronik, ist das eine erstaunliche Leistung. Erst bei Absenkung des Kontrastes auf unter 30 Prozent tritt leichtes Banding in dunkleren Farbtönen auf. Das gilt auch für die Darstellung nach der Kalibrierung, wobei Blau- und Grünverlauf faktisch keine Änderung gegenüber der Ausgangssituation zeigen.

Die Ausleuchtung ist gut, die oft üblichen Aufhellungen zu den Rändern hin sind beim BenQ E2400HD kaum vorhanden. Der Schwarzwert kann bei reduzierter Helligkeit überzeugen. 0,15 cd/m² bei einer Leuchtdichte von 140 cd/m² sind ein guter Wert, der durch das dimmbare Backlight erreicht wird. Damit liegt der Monitor auf dem Niveau guter VA-Panels, die allerdings eine deutlich höhere Blickwinkelstabilität aufweisen und schon deswegen über die Fläche noch dunkler wirken.

Die Ausleuchtung des BenQ E2400HD ist sehr gleichmäßig.

Das Panel des BenQ E2400HD liefert ein überwiegend homogenes Bild. Leichte Abweichungen, die nur zum Teil auf der TN-Technik beruhen, lassen sich bei vollflächigen, homogenen Flächen feststellen, bleiben aber in jedem Fall auf vertretbarem Niveau.

Der BenQ E2400HD verfügt nicht über einen erweiterten Farbraum. Das ist in Anbetracht seiner Marktpositionierung als Multimedia-Display eine gute Entscheidung. Die heute üblichen Videoquellen basieren auf Farbräumen, die gut mit sRGB vergleichbar sind. Displays mit erweitertem Farbraum zeigen hier sehr gesättigte Farben, die sich mit Bordmitteln auch kaum korrigieren lassen. Mit dem BenQ E2400HD umschifft man diese Problematik elegant. Bildbearbeitung mit AdobeRGB als Quellfarbraum ist so natürlich kaum vernünftig durchzuführen, aber dafür wurde das Display auch nicht konzipiert.

Helligkeitsverteilung

Die gemessene Helligkeitsabweichung zum oberen Bildschirmrand liegt bei maximal 15 Prozent, während die entsprechende Abweichung zum unteren Bildschirmrand bei 17 Prozent liegt. Beide Maxima liegen in der linken Hälfte des Panels. Im Durchschnitt sind es gut 8 Prozent.

An 15 Messpunkten wurden die Helligkeitswerte (linkes Bild) und die Farbtemperatur (rechtes Bild) ermittelt.

Insgesamt liefert der E2400HD bei der Helligkeitsverteilung ein noch gutes Ergebnis, zumal die Abweichungen über große Flächen des Bildschirms deutlich geringer sind. Nach einer Kalibrierung mit einem Zielgamma von 2,2 wird dieser Wert stabil über große Teile des Panels gehalten.

Das Kontrastverhältnis für den E2400HD liegt laut BenQ bei 1.000:1 und steigt unter Nutzung der dynamischen Kontrastregelung auf 10.000:1. Diesen Wert konnten wir im Verlauf des Tests nicht verifizieren. In der Werkseinstellung messen wir mit 776:1 einen geringeren Wert, der aber keinen Anlass zur Kritik gibt. Nach erfolgter Kalibrierung auf eine Helligkeit von 140 cd/m² steigt der Kontrast noch auf 932:1 und liegt somit sehr nahe an der Herstellerangabe.

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