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TESTBERICHT: Eizo HD2442W-TS Teil 13
Um die Verzögerung des Eizo HD2442W im Vergleich zu einem Röhrenmonitor zu ermitteln, haben wir auf beiden Monitoren eine Stoppuhr synchron laufen lassen. Während des Tests wurden 150 Einzelbilder abfotografiert und diese im Anschluss ausgewertet, um einen Mittelwert zu erhalten.
Links ein CRT-Monitor und rechts daneben der HD2442W mit minimal 31 ms Latenz.
Links ein CRT-Monitor und rechts daneben der HD2442W mit maximal 47 ms Latenz.
Der Inputlag ist beim Gaming sichtbar: Links (CRT) ist der Rennwagen weiter als rechts (HD2442W). Den Bildern zufolge weist der Eizo HD2442W eine durchschnittliche Latenz von 39 ms auf, was in etwa 2,4 fps entspricht. Bei 50 Prozent der Aufnahmen wurde eine Latenz von knapp 2 fps und bei den restlichen Bildern von knapp 3 fps ermittelt. Das Ergebnis dürfte für die Mehrheit der Gamer noch akzeptabel sein, lediglich Profizocker und Hardcorespieler werden sich mit Sicherheit nach einem Monitor ohne jeglichen Inputlag umsehen. Für die meisten Anwender ist ein Inputlag generell unbedenklich und liegt außerhalb des Wahrnehmungsbereichs. Allerdings reagiert hier jeder Mensch individuell und jedes PC-System weist unterschiedliche "Grundlatenzen" auf. Beide Faktoren wirken sich auf die Schwelle aus, ab der ein Inputlag tatsächlich spürbar ist. Zusätzlich bietet der Eizo HD2442W bei Verwendung der HDMI-Anschlüsse einen „Thru“-Modus: Für die Videowiedergabe besitzt der HD2442W wichtige Schaltkreise für De-Interlacing und zur Reduzierung von Artefakten. Beim Spielen sind diese Funktionen jedoch unnötig. Der Thru-Modus umgeht sie deshalb und lässt die Bilddaten verzögerungsfrei passieren. Das ist ein Zeitvorteil für Gamer, denn die Bildwiedergabe erfolgt dann fast in Echtzeit. Thru- und Game-Modus können gleichzeitig eingesetzt werden.
Anhand von SD- und HD-Medien wollen wir testen, wie sich der Eizo HD2442W bei der Wiedergabe von Videomaterial anstellt, zumal der 24 Zoller genau für diesen Anwendungszweck konzipiert wurde. Anschlüsse und Optionen zur Bildoptimierung hat das Gerät in jedem Fall in Hülle und Fülle. Zu den Besonderheit des HD-Displays gehört unter anderem, dass Bildfrequenzen von 50 Hz und 60 Hz dargestellt werden und selbst 24 Hz Videomaterial problemlos erkannt werden soll. Diese Eigenschaften sind bei TV-Geräten durchaus üblich, bei den Monitoren stellt dies aber eine absolute Rarität und Weiterentwicklung dar. HDMI-Zuspielung (1080p/24)
Videoeinspielung per PS3: Film "I Am Legend" in 1080p. Kein Judder, knackige Farben und sehr gute Kontraste. In der Königsdisziplin zeigt der Eizo HD2442W direkt, was er zu leisten vermag. Zwar kann man am Monitor selbst nicht einstellen, wie 24 Hz Material wiedergegeben werden soll, aber stellt man den Zuspieler auf die Übermittlung dieses Formats ein und betrachtet das Ergebnis, so wird schnell klar: Hier funktioniert alles perfekt. Das Eingangssignal wird automatisch erkannt und die Monitoreinstellungen ohne Zutun des Benutzers angepasst. Es gibt keinen Judder, weder bei extrem schnellen Actionszenen, noch bei langsamen Kameraschwenks. Artefakte sind zu keinem Zeitpunkt aufgetreten und es bleibt im 1080p/24 Betrieb nur eins zu sagen: Perfekte Bilddarstellung und Filmgenuss pur. Beide HDMI-Eingänge sind ausgelegt für Videosignale bis 1080p (1920 x 1080 Progessive). Das bedeutet, dass diese nicht kompatibel sind mit Eingangssignalen von einem PC und CEC (Consumer Electronics Control). Die integrierten Monitorprofile können das Bild weiter aufwerten. Der Filmmodus lässt das Bild sehr kühl aussehen. Durch die vielen Einstellmöglichkeiten findet man sicherlich die beste Einstellung für den eigenen Geschmack. Im HDMI-Modus kann auch ausgewählt werden, ob eine I/P Konvertierung stattfinden soll oder nicht. I/P (Interlace/Progressive)-Konvertierung ermöglicht die Konvertierung des Scanvorgangs des Bildschirms von I (Interlace) zu P (Progressive Non-Interlace). Dadurch wird bei digitalen Videoeingangssignalen von DVDs, TV oder Fotos eine höhere Bildqualität durch Verringerung von Unschärfen erzielt. Selbst die bei anderen Monitoren oft unsauber gelöste dynamische Kontrastanpassung funktioniert beim Eizo HD2442W perfekt. Die Übergänge sind fließend und nicht zu schnell, wodurch die Bildoptimierung beim Filmgenuss nicht stört und lediglich eine optimalere Schwarzdarstellung liefert.
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