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TESTBERICHT: Lenovo L2440p Teil 7


Die Abweichungen in der Farbtemperatur betragen maximal 6,1 Prozent zum Zentrum. Hier wurde in der entgegengesetzten Ecke, also rechts oben, mit 6937K das absolute Maximum und die höchste Abweichung festgestellt.

Auch subjektiv lässt sich die ungleichmäßige Ausleuchtung durch eine bereits sichtbare Abdunkelung der äußersten Bildschirmecken feststellen. Ein Beispiel für eine solche Abdunkelung ist später im Abschnitt Video dieses Testberichtes zu finden.

Die Schwarzdarstellung ist durchaus befriedigend einzustufen. Der Schwarzwert liegt im kalibrierten Zustand bei angenehmen 0,2 cd/m², ein vollständig schwarzer Bildschirminhalt wirkt allerdings leicht bläulich verfärbt und zeigt an den Rändern, besonders oben und unten über die gesamte Breite des Bildschirms, schmale Aufhellungen. Eine Veränderung der Bildschirmhelligkeit verändert deren Umfang nicht.

Die hier gewählte Aufnahme zeigt die sichtbaren Aufhellungen recht deutlich, stellt die Schwarzwiedergabe allerdings aufgehellt und somit leicht verfälscht dar.

Bei der Schwarzdarstellung ist ein leichter Blaustich sichtbar, sowie schmale Aufhellungen an den Kanten.

Helligkeit und Kontrast

In den Werkeinstellungen ist das Gerät standardmäßig im Farbmodus "Reddish" mit einer Helligkeit von 266 cd/m² deutlich über einem dauerhaft nutzbaren Wert eingestellt. Ohne Eingriff in die Farbkanäle oder ein zusätzliches Verstellen des Reglers für Kontrast, liegt die minimal erreichbare Helligkeit unseres Testgerätes bei genau 120 cd/m². Dies ist gerade ausreichend, um die empfohlenen Vorgaben bei einer Kalibrationen einhalten zu können.

Die Helligkeit ist sinnvoll in einem Bereich zwischen 120 cd/m² und 266 cd/m² einstellbar, was wohl ausreichend ist, aber nach unten keinen komfortablen Spielraum lässt für Benutzer, die es lieber etwas dunkler mögen. Die von PRAD empfohlenen 140 cd/m² sind leicht erreichbar und der Monitor verfügt über hinreichende Helligkeitsreserven.

Justiert man die Helligkeit auf Werte unterhalb von 65, so ist bei einem frisch eingeschalteten Gerät ein deutliches Surren hörbar, welches sich nach einer moderaten Warmlaufzeit von ungefähr 15 Minuten abschwächt und dann nicht mehr störend ist.

Der Kontrast soll laut Datenblatt 1.000:1 betragen. Wir konnten im Modus "Reddish" als Höchstwert einen Kontrast von 830:1 ermitteln. Bei kontrastschwachen Bildinhalten ist der subjektive Bildeindruck nicht immer positiv. Dies hängt jedoch davon ab, welcher Farbmodus gewählt wurde. So verschwimmen schwach differenzierte Grautöne im Modus "neutral" recht stark, während sie im Modus "Bluish" am deutlichsten voneinander zu trennen sind.

Der Kontrastwert ist mit seiner Werkseinstellung von 85 bereits ideal gewählt. Werte oberhalb von 85 führen unweigerlich dazu, dass mit jedem Schritt weitere Farbwerte am hellen Ende eines Graukeils durch Weiß ersetzt werden. Unterhalb von 85 konnte dies nicht am dunklen Ende des gleichen Grauverlaufs beobachtet werden, allerdings wurde weiß zunehmend durch dunklere Graustufen ersetzt.

Blickwinkel

Der L2440p Wide verwendet ein TN-Panel, was, wie für diesen Paneltyp bereits hinreichend bekannt, eine starke Blickwinkelabhängigkeit zeigt. Hierbei sind selbst die relativ konservativ angegebenen Blickwinkel von 170° horizontal und 160° vertikal für einen Restkontrast von 10:1 noch recht großzügig bemessen.

Gerade bei einer leichten Abweichung nach unten, wird der Bildschirminhalt vom oberen Bildschirmrand her dunkler und schlägt schließlich schon recht früh zur Negativdarstellung um. Schräg von oben betrachtet verblasst das Bild und verliert somit an Kontrast. Zu den Seiten verblassen die Farben ebenfalls und erhalten zusätzlich eine beige-bräunliche Einfärbung.

Im folgenden Testbild ist außerdem ersichtlich, dass dunkle Details in der frontalen Aufsicht, also bei einer eigentlich idealen Betrachtung, verloren gehen, die unter den anderen Blickwinkeln noch sichtbar sind.

Die Blickwinkelabhängigkeit des 24-Zoll Lenovo L2440p Wide aus vier unterschiedlichen Blickrichtungen und mittig, zur Referenz, bei idealer Betrachtung.

Der L2440p ist demnach lediglich für eine feste Sitzposition geeignet, eben so wie an einem Einzelarbeitsplatz üblich. Auch wenn die Blickwinkelabhängigkeiten teilweise schon bei geringen Bewegungen am Gerät sichtbar sind, so ist dies im gewöhnlichen Businesseinsatz durchaus noch akzeptabel. Allerdings lässt sich, auch in Verbindung mit den bereits oben genannten Helligkeitsabweichungen, daran zweifeln, dass dieser Monitor ideal für den Anwendungsbereich CAD/CAM ist. Auch bei diesen Anwendungen wird durchaus auf eine ausgewogenere und gleichmäßigere Darstellung des Bildinhaltes wert gelegt.

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