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TESTBERICHT: LG Flatron W2600HP Teil 8


Bildqualität

Der W2600HP ist von LG mit einem S-IPS-Panel ausgestattet worden, das laut Hersteller ebenfalls im NEC LCD2690WUXi zum Einsatz kommt. Die Farbsteuerung erfolgt mit 8-Bit, bei einer Softwarekalibration entsteht also generell eher Banding, als bei einem Display mit 10, 12 oder 14-Bit-LUT, bei dem der Farbumfang beim Verändern der Farbkanäle erhalten bleibt.

Trotz oder gerade wegen der hohen werksseitig eingestellten Helligkeit von 334 cd/m² bzw. 308 cd/m² nach zweistündiger Warmlaufphase und der unglaublich knallig-bunt-kräftigen Farben sieht das Bild auf den ersten Blick brillant aus. Wer bislang an einem Display mit normalem Farbraum gearbeitet hat, muss sich an die neue Farbenpracht natürlich erst einmal gewöhnen.

Während bei Rev. 1 das Weiß einen deutlichen Rotstich aufweist, rote Flächen übersättigt wirken und das Bild insgesamt eine Spur zu unnatürlich aussieht, ist dies mit Rev. 2 fast gänzlich behoben. Der Kontrast liegt ab Werk bei 831:1 bzw. im User Modus mit Zuschaltung der f-Engine bei 970:1, beides sehr gute Werte für ein S-IPS-Panel. Nach der Kalibrierung auf sRGB und eine Helligkeit von 140 cd/m² ermitteln unsere Messgeräte einen Kontrastwert von 1.174:1.

Farbverläufe und Testbilder weisen bei unserem ersten Testgerät mit Rev. 1 generell ungewöhnlich starke Abstufungen auf (Banding). Oftmals „fasst“ Rev. 1 mehrere nahe beieinander liegende Farbtöne zu einem einzigen zusammen. Selbst im Normalbetrieb sind beim Betrachten von Fotos Abstufungen erkennbar, unabhängig vom eingestellten Bildmodus. Es sieht fast so aus, als wenn die dynamische Kontrastanpassung dauerhaft aktiv wäre.

Mit der aktuellen Rev. 2 sind die Banding- und diverse andere Bildsteuerungsprobleme der f-Engine hingegen behoben. Das starke Banding gehört bei Rev. 2 der Vergangenheit an: Erstaunlich, was ein bisschen Software bewirken kann!

Blickwinkel

Das Bild zeigt den Blickwinkel von unten.

Bild links zeigt den seitlichen Blickwinkel und Bild rechts die frontale Sicht auf das Display.

Das Bild zeigt den Blickwinkel von oben.

Die Blickwinkel des LG W2600HP sind sehr gut. Bei zunehmendem Winkel nimmt lediglich die Leuchtstärke ab, der eigentliche Farbton bleibt erhalten. Nach oben hin wird Weiß einen Tick rötlicher, aber ansonsten ist die Farbstabilität hervorragend: Auch wenn wir unseren Kopf auf dem Schreibtischstuhl völlig verrenken, das Bild bleibt wie es sein soll.

Die niedrigste Helligkeit ohne Reduzierung der RGB-Kanäle liegt bei unserem Testgerät bei 168 cd/m², was für einige Anwender zu viel sein dürfte. Maximal erreicht der LG W2600HP stolze 334 cd/m². Der Spielraum zwischen maximaler und minimaler Helligkeit ist mit 166 cd/m² an sich ausreichend, nach unten hin sollte aber mehr oder besser: weniger drin sein.

Die gemessene Helligkeitsverteilung ist bei unserem ersten Testgerät der Rev. 1 etwas besser als beim zweiten (Rev. 2), was angesichts der Produktionsdaten auf Serienschwankungen zurückzuführen sein wird.

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