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TESTBERICHT: Yuraku YV24WBH1 (MVA) Teil 5


Bildqualität

Das eingesetzte MVA-Panel sorgt für eine subjektiv ordentliche Bildqualität. Die Farben wirken lebendig, Homogenität und Ausleuchtung sind auf den ersten Blick in Ordnung. Allerdings ist die Helligkeit viel zu hoch. Es fällt ebenfalls auf, dass das MVA-Panel deutlich mehr spiegelt, als ein aktuelles S-PVA Panel. Natürlich handelt es sich nicht um ein Glare-Panel und die Spiegelung ist keineswegs so deutlich ausgeprägt, allerdings ist der Unterschied zu einem S-PVA Panel auf den ersten Blick erkennbar.

Angegeben mit einer maximalen Helligkeit von 300 cd/m², erreicht der Monitor bei der werksseitig eingestellten Helligkeit (50 Prozent) bereits 430 cd/m² und bei 100 Prozent Helligkeit sogar 501 cd/m². Als niedrigsten Wert konnten wir 143 cd/m² ermitteln, allerdings verbunden mit einem drastischen Abfall des Kontrastwertes.

Offensichtlich stimmen hier die Angaben im Servicemenü nicht. Laut diesem soll es sich um ein Panel der Version 3 handeln. Die gemessenen Werte passen in jedem Fall nicht zu den Herstellerangaben. Demnach dürfte es sich bei unserem Testexemplar um ein Panel der Version 0 handeln, was mit einer maximalen Helligkeit von 500 cd/m² spezifiziert wurde.

Den von uns bevorzugten Helligkeitswert von 140 cd/m² haben wir nur  knapp erreicht, indem wir die Monitorhelligkeit auf Null abgesenkt haben. Die Helligkeitsverteilung haben wir an 15 Messpunkten ermittelt.  Durch die Kalibration erfolgte eine Justierung auf einen Zielwert von 143 cd/m²  in der Bildmitte. 

Die Helligkeitsverteilung wurde an 15 Messpunkten ermittelt.

Die  Abweichung bei der Helligkeitsverteilung ist als noch gut anzusehen. Die maximale Abweichung nach oben beträgt 14 Prozent und nach unten 5 Prozent. Gut zu sehen ist, dass die Helligkeit von links oben nach rechts unten abnimmt. Der Gammawert ist weitestgehend stabil und liegt bei  2,2  ± 0,1.

Lichthöfe bzw. Backlight Bleeding sind bei den eingestellten 143 cd/m², sowie auch bei der maximal einstellbaren Helligkeit, nicht bzw. nur kaum zu erkennen. Die Homogenität und Ausleuchtung des Displays ist als gut zu bezeichnen.

Leider erfüllt der Schwarzwert nicht unsere Erwartungen. Mit einem durchschnittlichen Schwarzpunkt von 0,7 cd/m²  wirkt das Panel eher dunkelgrau mit einem leichten Blaustich. An den Rändern und in den Ecken schimmert das Panel rötlich, in der seitlichen Ansicht verstärkt sich dieser Eindruck weiter. Das können MVA Displays anderer Hersteller teilweise wesentlich besser.

Blickwinkel

Kommen wir zu den Blickwinkeln des YV24WBH1: Hier geht Yuraku in die Vollen und nennt in den Spezifikationen einen horizontalen und vertikalen Blickwinkel von 180 Grad.

Blickwinkel von links, rechts, oben, unten und in der Mitte bei frontaler Sicht.

Bei extremer seitlicher Sicht verblassen die Farben etwas, da der Kontrast abnimmt. Die Farbtöne sind jedoch klar erkennbar. Belässt man Helligkeit und Kontrast bei den Werkseinstellungen, mit viel zu hohen Helligkeitswerten, so schlägt sich der Yuraku im Vergleich zu einem TN-Panel natürlich sichtbar besser. Die Farben sind gesättigt aber nicht zu grell, der Kontrast liegt bei etwa 600:1.

Bei einem Helligkeitswert von ca. 140 cd/m², der aus ergonomischen Bedingungen  zu empfehlen ist, nimmt der Kontrast linear deutlich ab, sodass alle Farben ausgewaschen wirken und schwarz allenfalls grau dargestellt wird. Der Kontrastwert beträgt in diesem Fall nur noch 210:1. Fotos, Videos oder Internetseiten wirken dermaßen blass, dass es keine Freude macht mit diesen Einstellungen zu arbeiten. Versuche diesen Effekt durch Verstellen des Kontrastwertes zu kompensieren, werden sofort mit Banding belohnt.

Ausmessung und Kalibration

Leider ist der Yuraku für die Kalibration schlicht ungeeignet. Zum einen ist es völlig egal ob man nun im OSD die Helligkeit oder den Kontrast reguliert, jeglicher Versuch die Helligkeit des Monitors zu reduzieren, führt zu eine Verringerung des Kontrastes. Beim Versuch die Helligkeit auf 0 Prozent zu stellen, bricht der Kontrast so stark ein, dass wir vermuten die Bezeichnungen im OSD für Helligkeit und Kontrast wurden schlicht verwechselt.

Testweise haben wir kalibriert ohne die Helligkeit und den Kontrast des Monitors zu verändern. In diesem Fall übernimmt die Grafikkarte die Helligkeitsreduzierung. Die Ergebnisse konnten dadurch aber nicht verändert werden.

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