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TESTBERICHT: BenQ G2411HD Teil 7


Blickwinkel

Laut Hersteller beträgt der Blickwinkel horizontal 170 und vertikal 160 Grad bei einem Kontrastverhältnis von 10:1. Das ist für ein TN-Panel weder ein besonders guter noch besonders schlechter Wert. Diese Angaben beziehen sich aber nur auf den Restkontrast und nicht darauf, ob das Bild bei bestimmten Blickwinkeln Farbverfälschungen unterliegt.

Das Bild zeigt die frontale Sicht in der Bildmitte und die horizontal (links/rechts) sowie die vertikal gekippten Blickwinkel (oben/unten).

Der 24-Zöller erfüllt die Herstellerangaben. Während der Blickwinkel in der Horizontalen und von oben noch recht gut ist, erkennt man von unten betrachtet den für TN-Panel typischen Negativeffekt. Von der Seite nimmt der Kontrast stark ab und das Bild bekommt einen Gelbstich. Dieses Verhalten ist auch schon bei minimalen Kopfbewegungen vor dem Bildschirm zu beobachten.

Kandidaten mit VA- oder IPS-Panel schneiden hier technikbedingt deutlich besser ab. Die gebotene Leistung des G2411HD kann aber insgesamt als befriedigend angesehen werden.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben den BenQ G2411HD im Folgenden bezüglich seiner Farbechtheit überprüft und getestet, wie gut sich der TFT-Monitor kalibrieren lässt. Die Ergebnisse sind hauptsächlich für Grafik- und Fotobearbeitung interessant. Für den Office-Betrieb und Spiele sind sie größtenteils vernachlässigbar, da bei diesen Anwendungen der subjektive Eindruck überwiegt.

Zunächst haben wir den maximalen Farbraum des TFTs ermittelt und diesen mit dem Druckfarbraum ISOcoated als auch mit dem sRGB-Farbraum verglichen.

Farbraumvergleich

sRGB ist gewissermaßen der kleinste gemeinsame Nenner für das Zusammenspiel verschiedener Eingabe- und Ausgabegeräte im Consumerbereich. Zudem geht Windows von sRGB aus, wenn zu einem
Gerät oder einer Grafikdatei kein Farbprofil vorliegt.
Viele Farbdrucker arbeiten auf Normalpapier mit dem sRGB-Profil. Auch deshalb ist der sRGB-Farbraum im Gegensatz zum ISOcoated-Druckfarbraum für Normalanwender von Bedeutung. Durch die starke Verbreitung digitaler Spiegelreflexkameras unter Amateurfotografen haben etliche Bilderdienste einen Großteil ihrer Belichtungsmaschinen auf den sRGB-Farbraum umgestellt, um dem Kunden die Auseinandersetzung mit speziellen Farbräumen zu ersparen.

Interessant ist der Vergleich zum ISOcoated-Farbraum des Offset-Drucks, da dieser in der Regel dem Mindestfarbraum aktueller Tintenfarbdrucker entspricht. Viele moderne Tintenstrahldrucker und Druckverfahren decken darüber hinaus einen noch größeren Bereich ab.

3D-Farbraumvergleich

Wie gut die Farbräume tatsächlich umschlossen werden, kann aber nur die folgende dreidimensionale Betrachtung der Farbräume zeigen.

Erläuterung: In den 3D-Ansichten stellt das schwarze Netz den jeweiligen Standard-Farbraum dar, das weiße Netz den Monitor-Farbraum. Die Schnittmenge beider macht der bunte Würfel kenntlich. Dort, wo das schwarze Netz aus dem bunten Würfel herausragt, ist der jeweilige Standard-Farbraum größer, als jener, das der TFT darstellen kann. Ragt umgekehrt das weiße Netz aus dem Würfel heraus, so ist an dieser Stelle der Monitorfarbraum größer als der jeweilige Standard-Farbraum.

ISOcoated: 92 % Abdeckung:

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