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TESTBERICHT: BenQ MK2442 Teil 8


Auch der BenQ MK2442 macht hier keine Ausnahme. Den besten Bildeindruck erhält man, wenn man mittig vor dem Bildschirm sitzt und horizontal wie vertikal im rechten Winkel auf die Bildfläche sieht. Erstaunlich stabil ist der horizontale Blickwinkel, zwar wird Weiß zunehmend gelblich, Rot wird zu Orange, und alle Farben werden blasser. Dennoch sind diese negativen Effekte vor allem bei horizontalen Blickwinkeln über 120 Grad längst nicht so stark wie bei vielen anderen TN-Panels.

Mit zunehmendem vertikalem Blickwinkel dagegen hellt sich das Bild viel schneller auf, und schnell wird auch hier Weiß zu Gelb und Rot zu Orange. Besonders deutlich sind die Veränderungen bei Betrachtungswinkeln von unten, allerdings tritt keine Negativdarstellung auf.

Damit ist der MK2442 durchaus tauglich für den TV-Betrieb in kleiner Runde. Auch zu zweit vor dem Schirm wird man mit dem Blickwinkel gut leben können, wenn man den Bildschirm so aufstellen kann, dass sich die Augenhöhe nicht unterhalb der Bildschirmmitte befindet.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben im Folgenden den BenQ MK2442 bezüglich seiner Farbechtheit überprüft und getestet, wie gut sich der TFT-Monitor kalibrieren lässt. Die Ergebnisse sind hauptsächlich für die Grafik- und Fotobearbeitung interessant, aber auch für Filme und den TV-Betrieb. Für den Officebetrieb und für Spiele sind sie weniger wichtig, da bei diesen Anwendungen der subjektive Eindruck überwiegt.

Zunächst haben wir den maximalen Farbraum des TFTs ermittelt und einerseits mit dem Druckfarbraum ISOcoated und andererseits mit dem sRGB-Farbraum verglichen. Den Vergleich mit AdobeRGB und ECI-RGB 2.0 haben wir nicht vorgenommen, weil der MK2442 nicht über einen erweiterten Farbraum verfügt.

Farbraumvergleich

sRGB ist der kleinste gemeinsame Nenner für das Zusammenspiel verschiedener Eingabe- und Ausgabegeräte im Consumerbereich. Viele Farbdrucker arbeiten auf Normalpapier mit dem sRGB-Profil. Auch digitale Kameras arbeiten damit, und Bilderdienste haben ihre Entwicklungsmaschinen darauf eingestellt. Nicht zuletzt geht Windows von sRGB aus, wenn zu einem Gerät oder einer Grafikdatei kein Farbprofil vorliegt. Deshalb ist der sRGB-Farbraum für den Normalanwender von großer Bedeutung.

Interessant ist der Vergleich zum ISOcoated-Farbraum des Offsetdrucks, da dieser in der Regel dem Mindesten entspricht, was aktuelle Tintenstrahldrucker bewältigen können. Viele moderne Tintenstrahldrucker und Druckverfahren decken darüber hinaus einen noch größeren Bereich ab.

3D-Farbraumvergleich

Wie gut der BenQ MK2442 diese beiden wichtigsten Farbräume abdeckt, zeigt die nachstehende dreidimensionale Analyse.

Erläuterung der 3D Ansichten: Das schwarze Gitter stellt den jeweiligen Standard-Farbraum dar, das weiße den Monitorfarbraum; der bunte Würfel kennzeichnet ihre Schnittmenge. Der Monitorfarbraum kann den tatsächlichen Farbraum dann nicht mehr darstellen, wenn das schwarze Gitter aus dem Würfel herausragt. Wenn der Monitorfarbraum größer ist als der jeweilige Standardfarbraum, so ragt das weiße Gitter aus dem Würfel heraus.

ISOcoated: 93 % Abdeckung

sRGB: 94 % Abdeckung

Das Resultat des BenQ MK2442 in dieser Disziplin fällt erwartungsgemäß eher nüchtern aus. 93 Prozent Farbraumabdeckung im ISOcoated V2 (FOGRA39) und 94 Prozent im sRGB-Farbraum sind als befriedigend anzusehen. Die Bilder zeigen, dass beim sRGB-Farbraum die roten und grünen Enden nicht abgedeckt werden, während Blau deutlich über die Norm hinausreicht. An das tiefe Blau des ISOcoated-Farbraums reicht es jedoch bei weitem nicht heran.

deltaE-Abweichung

Erläuterung der Abweichung deltaE: Die Abweichung der Farbwerte wird in deltaE 94 (dE) angegeben. Gemessen werden mehrere Grauabstufungen, die primären (RGB) und die sekundären (CMY) Grundfarben. Ein deltaE-Wert von eins entspricht dem kleinsten Farbunterschied, den das menschliche Auge üblicherweise wahrnehmen kann.

Bei den Farben erkennen die meisten Menschen Unterschiede ab einem Wert von drei. Unsere Augen sind allerdings für Grüntöne besonders empfindlich, sodass bei diesen bereits kleinere Unterschiede wahrgenommen werden. Die durchschnittliche Abweichung sollte unter drei dE liegen, das Maximum unter zehn dE, besser unter sechs dE. Bis zehn deltaE haben zwei Farben jedoch noch genügend Ähnlichkeit zueinander.

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