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TESTBERICHT: Dell 2209WA (s) Teil 8


Die Helligkeitsverteilung des Dell 2209WA ist nahezu sehr gut. Bei einem gemessenen Ausgangswert von 140 cd/m² in der Mitte des Displays beträgt die maximale Abweichung in der linken unteren Displayecke weniger als 12 Prozent. Dadurch ergibt sich eine durchschnittliche Abweichung von gerade einmal 6,3 Prozent. Dieses Ergebnis ist durchaus mit sehr gut zu bewerten und kommt fast an die konstante Helligkeitsverteilung von Displays mit LED Hintergrundbeleuchtung heran.

Im Vergleich zur Helligkeitsverteilung hat uns auch noch die Farbtemperatur interessiert. Tatsächlich nimmt die Farbtemperatur nach unten hin ein bisschen ab aber diese Abweichung ist keinesfalls als Farbverlauf sichtbar. Allerdings muss man auch hier erwähnen dass die Hintergrundbeleuchtung einer gewissen Serienstreuung unterliegt und das Ergebnis nicht bei jedem Gerät gleich ist.

Blickwinkel

Die Blickwinkelangaben der Hersteller sind speziell bei Monitoren mit TN-Panel eher ein Wunsch als Tatsache. Im Dell 2209WA kommt ein IPS Panel zum Einsatz. Diese Technik lässt größere Blickwinkel zu und so stimmen die Herstellerangaben von 178 Grad horizontal und vertikal recht gut.

Blickwinkel des Dell 2209WA.

Technische Angaben zu den Blickwinkeln sind wenig wert wenn das subjektive Empfinden nicht mit diesen übereinstimmt. Eine Eigenheit beim Blickwinkel-Test des Dell 2209WA ist uns allerdings aufgefallen. Auf einem hellen, farbenfrohen Bild verändern selbst sehr große Blickwinkel das Bild kaum. Die Farben verlieren lediglich ein bisschen an Intensität. Anders bei einem Bild mit viel dunklen oder gar schwarzen Flächen. Auf diesen ist bereits bei geringer Blickwinkelveränderung ein heller, seidig-matter Glanz zu beobachten, wie es bei den meisten IPS-Panels der Fall ist.

Glanzeffekt bei Blickwinkelveränderung.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben im Folgenden den Dell 2209WA bezüglich seiner Farbechtheit überprüft und getestet, wie gut sich der TFT-Monitor kalibrieren lässt. Die Ergebnisse sind hauptsächlich für die Grafik- und Fotobearbeitung interessant. Für den Office-Betrieb und Spiele sind sie größtenteils vernachlässigbar, da bei diesen Anwendungen der subjektive Eindruck überwiegt.

Zunächst haben wir den maximalen Farbraum des TFTs ermittelt und einerseits mit dem Druckfarbraum Isocoated und andererseits mit dem sRGB-Farbraum verglichen.

Den Vergleich mit AdobeRGB und ECI-RGB 2.0 verwenden wir nur bei Geräten, die über einen erweiterten Farbraum verfügen. Dies ist beim Dell 2209WA nicht der Fall.

Farbraumvergleich

sRGB ist gewissermaßen der kleinste gemeinsame Nenner für das Zusammenspiel verschiedener Eingabe- und Ausgabegeräte im Consumerbereich. Zudem geht Windows von sRGB aus, wenn zu einem Gerät oder einer Grafikdatei kein Farbprofil vorliegt.

Viele Farbdrucker arbeiten auf Normalpapier mit dem sRGB-Profil. Auch deshalb ist der sRGB-Farbraum im Gegensatz zum Isocoated-Druckfarbraum für "Normalanwender" von Bedeutung.

Interessant ist der Vergleich zum Isocoated-Farbraum des Offset-Drucks, da dieser in der Regel dem Mindesten entspricht, was aktuelle Tintenstrahldrucker bewältigen können. Viele moderne Tintenstrahldrucker und Druckverfahren decken darüber hinaus einen noch größeren Bereich ab.

3D-Farbraumvergleich

Wie gut der Dell 2209WA diese Farbräume abdeckt, sollen die nachfolgenden 3D Diagramme verdeutlichen.

Erläuterung der 3D Ansichten: Das schwarze Gitter stellt den jeweiligen Standard-Farbraum dar, das weiße den Monitorfarbraum. Die tatsächliche Schnittmenge beider Farbräume macht der bunte Würfel kenntlich. Der Monitorfarbraum kann den tatsächlichen Farbraum dann nicht mehr darstellen, wenn das schwarze Gitter aus dem Würfel herausragt. Wenn der Monitorfarbraum größer ist als der jeweilige Standardfarbraum, so ragt das weiße Gitter aus dem Würfel heraus.

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