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TESTBERICHT: Eizo CG222W Teil 7


Die Ausleuchtung ist sehr gut. Erst bei einer Steigerung der ab Werk sehr niedrigen Backlight-Helligkeit auf einen Bereich nahe dem Maximum, sind minimale Aufhellungen in den Ecken zu erahnen. Wolkenbildungen treten nicht auf. Hier macht sich die vergleichsweise kleine Panelfläche positiv bemerkbar. Der Schwarzpunkt liegt in der Werkseinstellung bei gerade einmal 0,12 cd/m².

Allerdings ist die Helligkeit mit 66 cd/m² ebenfalls sehr niedrig. Durch weiteres Reduzieren der Backlight-Helligkeit kann der Schwarzpunkt bis auf den für Computer-Displays traumhaften Wert von 0,04 cd/m² abgesenkt werden (zum Vergleich: Der Samsung LE52F96 mit „local dimming“ erreichte im Test 0,02 cd/m²). Mit einer Helligkeit von 23 cd/m² kann allerdings spätestens jetzt nicht mehr von einer praxistauglichen Einstellung gesprochen werden.

Bei der für die meisten Umgebungen ausreichenden Helligkeit von 140 cd/m² messen wir einen Schwarzpunkt von 0,25 cd/m². Damit ist der der Eizo CG222W kein Spitzenreiter in Sachen Kontrast und wird in alltagstauglichen Einstellungen auch in Sachen Schwarzwert von vielen Displays mit IPS- oder VA-Panel geschlagen. Der Regelungsbereich ist dennoch beeindruckend.

Links: 0,4 Sekunden Belichtungszeit, rechts: 1,6 Sekunden Belichtungszeit.

Die Bildhomogenität ist hervorragend. Entsprechend bleibt die Darstellung über die Panelfläche sehr stabil. Der DUE (Eizos Kompensationsschaltung) wurde offensichtlich sehr sorgfältig implementiert.

Helligkeitsverteilung

Bereits der beigelegte Zettel mit den Messwerten weckte hohe Erwartungen an die Helligkeitsverteilung. Diese wurden nicht enttäuscht. Die gemessene Helligkeitsabweichung zum oberen Bildschirmrand liegt bei maximal 5 Prozent, während die entsprechende Abweichung zum unteren Bildschirmrand maximal 2 Prozent erreicht.

Im Durchschnitt sind es gerade einmal 1,4 Prozent. Im zentralen Blickfeld liegen das Maximum bei 2 Prozent und der Durchschnittswert bei 1 Prozent. Nach einer Kalibrierung mit einem Zielgamma von 2,2 wird dieser Wert über die gesamte Panelfläche gehalten. Allerdings sind diese Werte nur bedingt aussagekräftig, da sie sich auf einen Durchschnittswert beziehen. Die gewünschte Farbtemperatur wird ebenfalls sehr stabil über die gesamte Panelfläche erreicht.

An 15 Messpunkten wurden die Helligkeitswerte (linkes Bild) und die Farbtemperatur (rechtes Bild) ermittelt.

Eizo verspricht für den CG222W einen maximalen Kontrast von 800:1. Diesen Wert konnten wir im Verlauf des Tests nicht verifizieren. In der Werkeinstellung (33 % Helligkeit) messen wir einen Kontrast von knapp 550:1. Nach der Kalibrierung auf eine Helligkeit von 140 cd/m² steigt der Kontrast geringfügig auf knapp 560:1

Die Differenzierung heller und dunkler Graustufen wurde mittels entsprechender Testbilder überprüft.

Dem Eizo CG222W fehlt ein Kontrastregler, mit dem hauptsächlich der Weißpegel verändert werden könnte. Entsprechend ist auch kein Regler für Veränderungen des Schwarzpegels (der "klassische" Helligkeitsregler) vorhanden. Das muss kein Manko sein, da Schwarz- und Weißpegel schon ab Werk stimmig sein sollten.

Tonwerte sind ab der zweiten Stufe sichtbar. Am anderen (hellen) Ende des Spektrums fallen die zwei hellsten Tonwerte zusammen.

Bei 100 Prozent Helligkeit messen wir eine Leuchtdichte von 178 cd/m². Das Kontrastverhältnis ist in dieser Einstellung maximal und liegt bei gut 610:1. Die Werksangabe von Eizo verspricht 200 cd/m² und wird damit leicht verfehlt. Im Vergleich mit Monitoren, die heute teilweise bis über 500 cd/m² erreichen, wirken die Messwerte sehr niedrig. Allerdings ist ein sinnvolles Arbeiten bei solchen Helligkeitswerten kaum möglich. Entsprechende Bildschirme haben, wegen des eingeschränkten Regelungsbereiches der Hintergrundbeleuchtung, dann meist noch das Problem, dass auch die minimale Helligkeit ziemlich hoch liegt.

Das über alle Helligkeitsstufen sehr stabile Kontrastverhältnis zeigt, dass die Helligkeit beim Eizo CG222W allein über das Backlight verändert wird. Der Weißpegel wird nicht abgesenkt, was das Kontrastverhältnis deutlich verringern würde.

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