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TESTBERICHT: Eizo CG222W Teil 8


Blickwinkel

Die Werksangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Die Angaben beruhen auf einem Restkontrast von 10:1. Das sind die für moderne IPS- und VA-Panels typischen Werte. Auch TN-Panels erreichen ähnliche Blickwinkel auf dem Papier, dies aber bei einem Restkontrast von 5:1. Damit sind die Werte nicht vergleichbar.

Wichtiger als die Blickwinkelangabe unter Einbeziehung des Restkontrastes, ist daher die tatsächliche subjektive Blickwinkelstabilität ohne sichtbare Farbverfälschungen, Negativeffekte oder Veränderung anderer Bildparameter.

Blickwinkel der Eizo CG222W.

Der Eizo CG222W erreicht ein solides Ergebnis. Die Blickwinkelstabilität ist gut, auch wenn aktuelle IPS-Panels etwas bessere Ergebnisse liefern. Das gilt vor allem dann, wenn der (inzwischen nicht mehr produzierte) A-TW Polarizer zum Einsatz kommt, der besonders von NEC in einigen Geräten verwendet wird. Diese Displays reichen fast schon an einen Röhrenmonitor heran.

Unschöne Verfärbungen bleiben bei moderaten Blickwinkeln gering und sind auch aus extremeren Winkeln auf niedrigem Niveau. Das Bild verliert fast nur an Kontrast. Ein Umschlag der Darstellung ins Negativ, der bei TN-Panels ab einem gewissen Winkel in der Vertikalen auftritt, bleibt aus.

Allerdings ist ein leichter "Gamma-Shift", typisch für VA-Panels, zu beobachten. Bei Betrachtung eines Bildes in der Mitte des Bildschirms und im Vergleich dazu an den Seiten, kommt es dort zu einer leichten Aufhellung (d.h. das Gamma sinkt), sofern der Sichtwinkel unverändert bleibt. Es handelt sich hierbei um einen reinen Blickwinkeleffekt, der nicht durch ein anliegendes Messgerät erfasst werden kann. Bei einem Bildschirmgamma von 2,2 konnten wir mit geeigneten Testbildern etwa ein Gamma von 1,8-1,9 an den Rändern ausmachen. Im zentralen Blickfeld, in dem man meist arbeiten wird, fällt der Effekt deutlich geringer aus.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben im Folgenden den Eizo CG222W bezüglich seiner Farbechtheit überprüft und getestet, wie gut sich der TFT-Monitor kalibrieren lässt. Die Ergebnisse sind hauptsächlich für die Grafik- und Fotobearbeitung interessant. Für den Office-Betrieb und Spiele sind sie größtenteils vernachlässigbar, da bei diesen Anwendungen der subjektive Eindruck überwiegt.

Zunächst haben wir den maximalen Farbraum des TFTs ermittelt und einerseits mit dem Druckfarbraum Isocoated und andererseits mit den Farbräumen sRGB, AdobeRGB und ECI-RGB 2.0 verglichen.

Farbraumvergleich

sRGB ist gewissermaßen der kleinste gemeinsame Nenner für das Zusammenspiel verschiedener Eingabe und Ausgabegeräte im Consumerbereich. Zudem geht Windows von sRGB aus, wenn zu einem Gerät oder einer Grafikdatei kein Farbprofil vorliegt.

Viele Farbdrucker arbeiten auf Normalpapier mit dem sRGB-Profil. Auch deshalb ist der sRGB-Farbraum im Gegensatz zum Isocoated-Druckfarbraum für "Normalanwender" von Bedeutung.

Interessant ist der Vergleich zum Isocoated-Farbraum des Offset-Drucks, da dieser in der Regel dem Mindesten entspricht, was aktuelle Tintenstrahldrucker bewältigen können. Viele moderne Tintenstrahldrucker und Druckverfahren decken darüber hinaus einen noch größeren Bereich ab.

Isocoated: 98 % Abdeckung

Dreidimensionaler Vergleich des Monitor-Farbraums (schwarze Linie) mit dem Referenzfarbraum "Isocoated" des Offset-Drucks (weiße Linie).

Weiterhin haben wir ermittelt, wie gut der Eizo CG222W verschiedene Farbräume abdeckt. Wichtig für Normalbenutzer ist die sRGB-Abdeckung. AdobeRGB ist hingegen für Grafiker und Fotografen von Interesse, ebenso wie ECI-RGB 2.0.

Erläuterung der 3D Ansichten: Das schwarze Netz stellt den jeweiligen Standard-Farbraum dar, das weiße den Monitorfarbraum. Die tatsächliche Schnittmenge beider Farbräume macht der bunte Würfel kenntlich. Der Monitorfarbraum kann den tatsächlichen Farbraum dann nicht mehr darstellen, wenn das schwarze Netz aus dem Würfel herausragt. Wenn der Monitorfarbraum größer ist als der jeweilige Standardfarbraum, so ragt das weiße Netz aus dem Würfel heraus.

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