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TESTBERICHT: Eizo Foris FX2431-BK Teil 6


Sehr lobenswert ist hingegen die spontane Reaktion auf jeden Tastendruck, unabhängig davon, ob man ihn direkt am Gerät oder per Fernbedienung ausführt. Das OSD reagiert sofort und ohne Verzögerungen auf jede Eingabe.

Lobenswert hervorzuheben ist auch die Vielfältigkeit, mit der die Eingänge kombiniert werden können. So erlaubt es das OSD bei dem jeweiligen gewählten Videoeingang den dazu passenden Audioeingang auszuwählen, es muss also nicht zwangsweise die passend zugeordnete Klinkensteckerbuchse auf der Rückseite sein.

Im PiP-Modus kann auch festgelegt werden, ob der Sound passend zum großen Bild, oder eben von der Quelle im kleinen Fenster wiedergegeben werden soll. Leider können bei den Picture-in-Picture Quellen nicht alle Videoquellen miteinander kombiniert werden. Die Beschränkung äußert sich so, dass eine Quelle vom Typ "PC", also D-Sub oder DVI-D, mit einer der anderen Quellen der Typen "HDMI" oder "Video" kombiniert werden kann. PC + PC oder Video + Video geht also leider nicht. Da der DVI-Anschluss aber auch HDCP-tauglich ist, gibt es genügend Varianten, die noch sinnvoll nutzbar sind. So lassen sich auch alle DVI-D Anschlüsse von PCs auf HDMI adaptieren und somit im PiP-Modus benutzen.

Der ECO-Modus ist in der Werkseinstellung etwas drastisch ausgefallen, so dass bei einsetzender Dunkelheit der Monitor seine Helligkeit so stark reduziert, dass der Bildinhalt schließlich etwas zu dunkel wird. Eine Justierung der durch den Eco-Modus automatisch erreichten Helligkeitswerte ist laut Handbuch möglich, wurde jedoch nicht getestet, da andere Features vorrangig behandelt wurden. Um eine einheitliche Bildwiedergabe bei wechselnden Helligkeiten zu erreichen, lässt sich der ECO-Modus für jede Videoquelle einzeln deaktivieren, wodurch der Monitor dann natürlich seine Helligkeit auf dem eingestellten Wert hält.

Software

Im krassen Gegensatz zu vielen Mitbewerbern kann EIZO hier die langjährige Erfahrung im Monitorbusiness voll ausspielen und glänzt mit funktionaler Software, die tatsächlich einen Mehrwert bringt und nicht nur Funktionen, die bereits das OSD oder jeder Grafikkartentreiber mitbringt, nochmals nachbildet.

Screenmanager Pro

Der Screenmanager Pro zeigt unter dem Punkt "Color Adjustment" eine komfortable Umsetzung aller Bildparameter, die sogar angenehmer zu bedienen ist, als es im OSD selbst der Fall ist. Bereits an diesem Punkt scheitern die meisten Konkurrenten, die das OSD nur halbherzig und somit häufig unvollständig in einer Software abbilden. EIZO geht jedoch weiter und bietet mit der Software zudem die Möglichkeit an den Bildschirminhalt automatisch passend zum Programm einzustellen.

Hierfür muss der User einmalig die gewünschten Programme bestimmten Bildeinstellungen zuweisen (Custom, Text, Spiel, etc.), worauf diese Einstellungen beim Start der Anwendung automatisch geladen werden. Somit ist eine reibungslose Optimierung für unterschiedlichste Anwendungen möglich. Eine reduzierte Helligkeit beim Arbeiten mit Texten ebenso wie erhöhte Helligkeit und knackige Farben in Spielen.

Links: Zuweisung von Farb-Presets zu bestimmten Anwendungen, rechts: Einstellung der Bildparameter auf einer übersichtlichen Oberfläche.

Aber hier endet die Funktionalität noch nicht. Weiterhin ist es möglich einen Timer zu definieren, der an bis zu acht voreingestellten Zeitpunkten den Monitor ein- oder abschaltet. Gekoppelt an Wochentage oder eben auch täglich. So kann Sie morgens um punkt 8 Uhr ein bereits eingeschalteter Monitor an Ihrem Arbeitsplatz erwarten.

Neben der Möglichkeit HotKeys zu definieren, die den An-/Ausschalter ersetzen, die Lautstärke, Helligkeit und Signalquelle regeln, sowie PiP und den Klang kontrollieren, sind die Klangeinstellungen in der Software wesentlich umfangreicher als nur ein Schieberegler für die Lautstärke. Treble, Bass, Balance und sogar eine Surround-Emulation sind getrennt justierbar. Sollte man einige Einstellungen im OSD nicht gefunden haben, so hilft der Screenmanager Pro dem User durch ein gut gelungenes Bedienkonzept weiter.

In den Tests hat die Software fehlerfrei ihren Dienst verrichtet und die vorausgewählten Einstellungen zügig und problemlos umgesetzt.

Screenslicer

Der "Screenslicer" wird besonders für die Leute von Interesse sein, die von 4:3 oder 5:4 Monitoren umgestiegen sind. Es erlaubt den Desktop in unterschiedlich große Bereiche aufzuteilen, in die man per Drag & Drop bei gedrückter Shift-Taste Anwendungen verschieben kann, die darauf hin in dem definierten Bereich maximiert werden.

Aufteilung des Bildschirminhalts mit "Screenslicer".

Im Screenshot ist exemplarisch eine Aufteilung mit Screenslicer dargestellt: Links: Volle Bildschirmhöhe ein schmaler Streifen. Zentral: Ein breiterer Bereich für z.B. Anwendungen, die man auf 5:4 Monitoren üblicherweise im Vollbildmodus verwendet hätte. Ganz rechts sind drei kleine Bereiche, in denen Messenger und andere Anwendungen Platz finden. Die Aufteilung kann frei gewählt und beliebig verändert werden.

Hält man die Shift-Taste nicht gedrückt, so ist die Bedienung nicht beeinträchtigt und ganz gewöhnlich. Somit gibt es keine Nachteile, jedoch eine einfache Möglichkeit, um Fenster in sinnvollen Größen automatisch anzupassen anstatt zwangsweise im Vollbildmodus zu enden.

Dieses Softwarepaket ist eine sinnvolle Erweiterung und ein lohnenswerter Zusatz zum Monitor. Man muss die Software nicht zwangsweise installieren, aber sie bietet durchaus nützliche Funktionen, die man gerne einsetzt. An anderen Monitoren verweigert die Software jedoch den Dienst, wodurch man definitiv einen passenden Monitor von EIZO sein eigen nennen muss.

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