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TESTBERICHT: HP LP2480zx Teil 5


Color Space

Der wichtigste Menüpunkt befindet sich an oberster Stelle. Dem Benutzer stehen sieben Bildmodi zur Verfügung, die Farbraum, Weißpunkt und Gradation beeinflussen. Neben einem Modus, dessen werkseitige Kalibrierung auf den nativen Bildschirmparameter basiert, werden u.a. ein sRGB- und AdobeRGB-Modus angeboten. Eine benutzerdefinierte Einstellung ist ebenfalls vorhanden. Darüber hinaus finden sich hier nur noch zwei weitere interessante Optionen.

Der Helligkeitsregler verändert die Backlight-Helligkeit und der Weißpunkt kann über einen weiteren Regler angepasst werden. Dabei handelt es sich nicht um drei separate RGB-Gain-Regler, sondern eine Auswahlmöglichkeit über Presets von 4.000K bis 12.000K in 100K Schritten. Für die Kalibration mit "Fremdanbietersoftware" ist das insbesondere in Bezug auf den Tonwertumfang problematisch, sofern die gewünschten Zieleigenschaften nicht exakt erreicht werden können.

Image Control

Bei Zuspielung eines digitalen RGB-Signals in Panelauflösung reduziert sich der Umfang dieses Menüpunktes auf eine Anpassung des Schwarzpegels und die Möglichkeit einer Aktivierung bzw. Deaktivierung der Overdrive-Implementierung. In nicht nativer Auflösung kann das Interpolationsverhalten beeinflusst werden. Dabei ist eine Skalierung auf die ganze Panelfläche ebenso möglich, wie eine seitengerechte Skalierung und pixelgenaue Anzeige.

Bei der Zuspielung von Videosignalen stehen weitere Optionen, wie die vollflächige Skalierung mit leichtem Overscan, zur Verfügung. Gleichzeitig sind in diesem Fall zwei Regler für die globale Veränderung von Farbton und Sättigung verfügbar (Ausnahme: Progressive RGB-Signale über DisplayPort und HDMI).

Liegt ein analoges RGBHV-Signal über einen der beiden DVI-I-Eingänge an, kann das Bild feinjustiert und in der Position verändert werden. Eine automatische Einstellung ist natürlich ebenfalls möglich.

An dieser Stelle beenden wir die ausführliche Beschreibung des OSD. Tatsächlich sind die wichtigsten Funktionen damit bereits beschrieben. Weitere Einstellmöglichkeiten betreffen u.a. eine Bild-in-Bild-Funktion, Ausschalttimer, OSD inkl. Sprachauswahl und die Rücksetzung in den Werkszustand.

Der HP LP2480zx zeigt hier seine erste wirkliche Schwäche: Die Vorteile der umfangreichen Elektronik können über die Bordmittel nur teilweise ausgeschöpft werden. Eine Softwarekalibrierung unterliegt damit größeren Einschränkungen. Besonders schmerzlich vermissen wir, bei solchen Bildschirmen eigentlich obligatorische, RGB-Gain-Regler und eine Möglichkeit, die Gradation, abseits der Presets, individuell zu beeinflussen. Damit muss der Benutzer das Bundle aus Software und Colorimeter, das HP für den LP2480zx separat anbietet, fast schon zwangsweise erwerben.

Screenmanager

Dem HP LP2480zx liegt mit "HP Display Assistant" eine Screenmanager-Software bei. Dabei werden die Möglichkeiten des OSD allerdings nicht erweitert, so dass es sich in erster Linie um ein reines Komfort-Feature handelt.

Bildqualität

Die RGB-LED Hintergrundbeleuchtung des HP LP2480zx macht sich direkt nach dem Einschalten bemerkbar. Durch das emittierte, sehr schmale Spektrum, wirken insbesondere rötliche Farbtöne sehr gesättigt.

Herzstück des HP LP2480zx ist ein H-IPS Panel von LG, das, aufgrund der guten Ergebnisse im Blickwinkeltest, offensichtlich noch den A-TW Polarisator verwendet. Der HP LP2480zx gehört damit zur leider aussterbenden Spezies von Bildschirmen mit H-IPS Panel, die noch auf diesen Polarisator zurückgreifen können. Er wird von LG nicht mehr vertrieben.

Die Elektronik ist umfangreich und basiert auf einer programmierbaren 12-Bit LUT. Wie bereits beim Eizo CG243W, kann auch dem HP LP2480zx nicht nur mit 8-Bit pro Kanal, sondern auch mit 10-Bit pro Kanal zugespielt werden. Voraussetzungen sind die Nutzung von DisplayPort- oder HDMI-Eingang und geeignete Grafikkarte, Betriebssystem und Treiber, sowie Unterstützung durch die entsprechende Anwendung. Im Unterschied zum Eizo CG243W, der weiterhin ein 8-Bit Panel einsetzt, soll beim HP LP2480zx auch das Panel mit 10-Bit pro Kanal arbeiten. Eine Dithering-Stufe könnte damit wegfallen, bzw. es müssten zumindest weniger Tonwerte über entsprechende Implementierungen erzeugt werden.

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