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TESTBERICHT: HP LP2480zx Teil 6


Betrachten wir nun noch den Umstand, dass Anpassungen in der Farbtemperatur beim HP LP2480zx direkt über Intensitätsveränderungen der Hintergrundbeleuchtung durchgeführt werden, sollten durch Tonwertverluste verursachtes Banding oder Artefakte durch Dithering faktisch nicht auftreten. Diese Vermutung gilt zumindest für den Fall einer Hardwarekalibrierung oder Änderung von Parametern mit Bordmitteln des Bildschirms.

Testbild für die Überprüfung des Grauverlaufs.

Im Praxistest kann der HP LP2480zx die hochgesteckten Erwartungen erstaunlicherweise nicht ganz erfüllen. In dunklen Tonwerten zeigt sich spatiales Dithering. Andere Bildschirme mit 8-Bit Panel, die i.d.R. eine FRC-Schaltung (also eine Kombination von temporalem und spatialem Dithering) einsetzen, verhalten sich deutlich unauffälliger. Der HP LP2480zx muss sich hier dem Eizo CG243W klar geschlagen geben. Wüsste man es nicht besser, würde man ihm das 10-Bit Panel zuordnen.

Ein Hoffnungsschimmer ist in diesem Fall die leichte Aktualisierbarkeit der Displayfirmware, die über ein separates Tool und die USB-Schnittstelle vom Rechner aus aufgespielt werden kann. Leider änderte auch die aktuelle Version (1.66) nichts an den Dithering-Artefakten. Sie betreffen zwar nur wenige Tonwerte, aber das pure Vorhandensein hinterlässt bei einem Gerät dieser Leistungs- und Preisklasse schon einige Verwunderung. Hier ist die Entwicklungsabteilung von HP gefordert.

Farb- und Grauverläufe zeigen in der Werkseinstellung und den verschiedenen, farbraumbegrenzenden Bildmodi, leichtes Banding im unteren Helligkeitsbereich. Veränderungen, die mit den Bordmitteln des Bildschirms durchgeführt werden, führen zu keiner Verstärkung. Das gilt auch für eine Hardwarekalibrierung mit dem optionalen Kalibrationskit. Nach einer Softwarekalibrierung muss man dagegen mit etwas verstärktem Banding rechnen, da man den HP LP2480zx mit den Möglichkeiten des OSD oft nicht besonders nah an die Kalibrationsziele heranbringen kann. Die verlustbehafteten Korrekturen über die Grafikkarten-LUT fordern dann ihren Tribut, auch wenn sich der HP LP2480zx ziemlich neutral verhält.

Grundsätzlich liefert der HP LP2480zx hier ein solides Ergebnis. Angesichts seiner Elektronik, hätten wir uns aber wiederum noch etwas mehr versprochen.

Die Ausleuchtung ist sehr gut. Unabhängig von der Helligkeitseinstellung präsentiert sich dem Benutzer ein gleichbleibendes Schwarz ohne störende Aufhellungen oder Wolkenbildungen. Gerne wird insistiert, eine LED-Hintergrundbeleuchtung garantiere per se ein gutes Ergebnis. Es gibt aber genügend Bildschirme mit entsprechender Hintergrundbeleuchtung, die hier deutlich schlechter als der HP LP2480zx abschneiden. Der Schwarzpunkt liegt in der Werkseinstellung bei 0,24 cd/m². Angesichts der hohen Displayhelligkeit von 244 cd/m² ist das beachtlich.

Durch die Reduzierung der Backlight-Helligkeit sinkt der Schwarzpunkt bis auf sehr gute 0,05 cd/m². Die dann gemessene Helligkeit liegt bei gut 51 cd/m². Damit schlägt der HP LP2480zx viele Geräte mit S-PVA Panel, die in Sachen Schwarzwert sonst meist die Nase vor ihren IPS-Kollegen haben.

Bei der für die meisten Umgebungen ausreichenden Helligkeit von 140 cd/m² messen wir einen Schwarzpunkt von 0,14 cd/m². Auch hier gibt sich der HP LP2480zx also keine Blöße und liefert ein kontrastreiches Bild.

Ausleuchtung des Monitors bei: 4 Sekunden Belichtungszeit (links) und 8 Sekunden Belichtungszeit (rechts); das leichte grün bzw. magentafarbene Schimmern in den Ecken des rechten Bildes ist dem A-TW Polarisator geschuldet.

Helligkeitsverteilung

Im Gegensatz zu vielen Bildschirmen von Eizo und NEC, die auf die elektronische Bildbearbeitung abzielen, fehlt dem HP LP2480zx eine Kompensationsschaltung, die die Bildhomogenität über Angleichung einzelner Bildsegmente (auf Kosten des Kontrastes, da der Weißpegel entsprechend angepasst wird) verbessern soll.

Wir ermittelten im Test eine Helligkeitsabweichung von maximal 9 Prozent zum oberen Bildrand und 11 Prozent zum unteren Bildrand. Dabei nimmt die Helligkeit jeweils zu den beiden seitlichen Bildrändern ab.

Im Durchschnitt beträgt die Abweichung gut 5 Prozent. Im zentralen Blickfeld verringern sich die Abweichungen noch einmal deutlich. Das Maximum liegt hier bei 4 Prozent, während der Durchschnittswert auf sehr gute 2 Prozent sinkt. Nach einer Kalibrierung mit einem Zielgamma von 2,2 wird dieser Wert über die gesamte Panelfläche und den kompletten Helligkeitsbereich stabil gehalten. Das gilt auch für die gewünschte Farbtemperatur. Nur in der rechten, unteren Ecke konnten wir bereits mit bloßem Auge einen minimalen Rotstich ausmachen.

Damit fallen die Ergebnisse besser aus, als im Worst-Case vermutet. Der Eizo CG243W erreicht mit seiner Kompensationsfunktion (DUE) zwar ein besseres Ergebnis, aber der HP LP2480zx ist weit von einem schlechten Abschneiden entfernt.

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