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NEUE TEST PREVIEWS
23 Zoll Gamer-Monitor:
AOC i2360Phu
29 Zoll 21:9 Monitor:
AOC q2963Pm
27 Zoll Grafik-Monitor:
LG 27EA83-D
27 Zoll 120Hz-Gaming-Monitor: BenQ XL2720T
22 Zoll IPS-Monitor:
HP Pavilion 22xi
24 Zoll Allround-Monitor:
BenQ BL2411PT
30 Zoll IPS-Monitor:
Dell U3014
23 Zoll IPS-Monitor:
HP Pavilion 23xi
24 Zoll Office-Monitor:
LG 24EB23PY-W
24 Zoll TOP Allrounder:
Asus PB248Q TESTBERICHT: Hyundai W220S Teil 11
Die Messungen ergaben einen durchschnittlichen Inputlag von 5 Millisekunden. Mit einem Maximalwert von 11 Millisekunden können wir beruhigt sagen, dass jegliche Verzögerung unter einem Frame (ca. 16,7 ms) liegt. Häufigste Werte unserer Messung waren 4 und 7 Millisekunden. Der Minimalwert von 1 Millisekunde und der Maximalwert von 11 Millisekunden stellten in unserer Messreihe einmalige Ausreißer dar. Input-Lag-Messungen, basierend auf der Fotomethode, sind prinzipiell ungenau und können keine exakten Ergebnisse liefern. Mit einem gemittelten Inputlag von acht Millisekunden fällt der Monitor aber in die Kategorie der Geräte, die höchstwahrscheinlich null, maximal ein Bild Latenz aufweisen.
Der Inputlag des W220S kann also überzeugen. Hardcorespieler die sich hauptsächlich auf den 2D-Betrieb beschränken, können bei einem Monitor mit 2 ms Bildaufbauzeit noch optimalere Ergebnisse erzielen. Die 3D-Fähigkeit des Hyundai W220S stellt ein besonderes Feature dar, welches auch die hohen Anschaffungskosten rechtfertig. Grundsätzlich entsteht ein stereoskopisches - also räumliches - Bild dann, wenn jedem unserer Augen ein unterschiedliches Bild zugeteilt wird. Nur weil unsere Augen in der Realität einen gewissen Abstand voneinander haben und sich deren Winkel beim Fokussieren auf einen weit oder nah entfernten Gegenstand ändert, sind wir in der Lage, einen dreidimensionalen Raum aus zwei Perspektiven wahrzunehmen. Das Gehirn fügt anschließend beide Informationen zusammen und erzeugt eine räumliche Ansicht, durch die der Mensch insbesondere Entfernungen besser abschätzen kann. Zur Produktion von 3D- Filmen oder –Bildern werden daher zwei Kameras verwendet, die ungefähr den Abstand zweier Augen haben. Bei der Wiedergabe muss jedem Auge des Betrachters das entsprechende Bild der jeweiligen Kamera zugeteilt werden um einen 3D-Effekt zu erzeugen. Überträgt man dieses Verfahren auf dreidimensionale Computerspiele, so müssten in der Spielewelt zwei virtuelle Kameras vorhanden sein, welche ihr „Bild“ an das jeweilige Auge des Betrachters weitergeben.
Hyundais modische 3D-Brille mit Verwendung von zirkularen Polarisationsfiltern. In Hinblick auf die verwendete Technik setzt Hyundai auf ein anderes Konzept als die anderen Marktteilnehmer. Der bekannteste 3D-Monitor dürfte der Samsung 2233RZ mit 120 Hertz Technik sein. Der 3D-Effekt wird hier durch eine Shutterbrille vom Grafikkartenhersteller Nvidia erzeugt, welche die Augen abwechselnd abdunkelt und somit die Bilder den beiden Augen des Betrachters korrekt zuordnet. Nachteil dieser Technik ist die Zwangsbindung sowohl an Nvidias Grafikkarten als auch an die Microsoft Betriebssysteme Windows 7 oder Vista. Im Gegensatz dazu setzt Hyundai auf eine eigene Verglasungstechnologie, welche die geraden Pixelzeilen des Panels anders polarisiert als die ungeraden. Mit Hilfe der mitgelieferten 3D-Brille wird das entsprechende Material mittels eines zirkularen Polarisationsfilters beiden Augen korrekt zugeordnet. Im Gegensatz zur 120-Hertz-Technologie geht für jedes Auge damit die Hälfte der Auflösung verloren. Der Vorteil ist allerdings, dass aufgrund der Reaktionszeigen, die bei jedem TFT vorhanden sind, keine Geisterbilder mehr auftreten. Die beiden folgenden Bilder soll die Filterungstechnik der Brille verdeutlichen:
Call of Duty 6 und Anno 1404 in 3 Dimensionen: Die Brille filtert für jedes Auge das entsprechende Bild heraus. Als Software für den PC dient das mitgelieferte "Tridef". Laut Hersteller werden insgesamt 120 Spiele unterstützt. Die Software erlaubt es, im Spiel ein OSD aufzurufen, mit dessen Hilfe Einstellungen an Augenabstand, Fokus und anderen Parametern vorgenommen werden können. Die Steuerung ist sehr komfortabel und erlaubt es, den 3D-Effekt je nach Belieben zu intensivieren. Der 3D-Effekt selbst scheint auf den ersten Blick sehr gewöhnungsbedürftig. Nach einer kleinen Einspielzeit und Optimierungen an den Einstellungen erlebt man aber ein äußerst räumliches Bild, welches scheinbar in den Monitor hineinragt. So verspürt man in Aufbauspielen wie Anno 1404 oder wie in Google Earth nahezu den Drang, in den Monitor hineinzugreifen und Häuser zu verschieben: Die Miniaturwelt gleicht einem Modellbaukasten. Auch Actionshooter erhalten durch den 3D-Effekt eine intensivere Atmosphäre. Explosionen sprengen dem Spieler Splitter und Staubwolken entgegen, Schüsse schwirren nah am Kopf vorbei und die Umgebung erscheint plastisch und echt. Erfreulich positiv: Die Augen ermüden in der dreidimensionalen Betrachtung kaum und ein mehrstündiges Spielen ist problemlos möglich.
Softwareseitig wird auch Google Earth unterstützt: Die Nahaufnahme (rechts) zeigt die Verschiebung der Ansicht bei geraden und ungeraden Zeilen.
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