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TESTBERICHT: Hyundai W220S Teil 4


Bildqualität

Für die Bilddarstellung des Hyundai W220S kommt ein schnelles aber kostengünstiges TN-Panel zum Einsatz. Technologiebedingt können diese Panels in der Regel nur eine Farbtiefe von 6 Bit wiedergeben. Farben, die nicht unterstützt werden, simuliert der Monitor mittels Dithering.

Die Implementierung dieser Simulation kann entweder korrekt erfolgen, dann wirken Farbverläufe sehr gleichmäßig. Im anderen Fall ist beispielsweise ein Jeansmustereffekt oder ein Flimmern bei bestimmten Farben erkennbar.

Der W220S machte sich jedoch anscheinend gar nicht die Mühe, nicht darstellbare Farben zu simulieren. Folglich kam es weder zu Jeansmustern noch zu Flimmern, aber stattdessen zu starken Farbabrissen – auch Banding genannt. Dieses Problem macht sich insbesondere bei Farbverläufen bemerkbar.

Mittels Testbilder wurde der Graustufenverlauf geprüft.

In der Graustufendifferenzierung leistete der W220S auch keine Bestwerte: So konnte er die zwei dunkelsten sowie die vier hellsten Graustufen nicht von reinem Schwarz und Weiß differenziert darstellen.

Hyundai selbst beziffert den dynamischen Kontrast des W220S auf 10.000:1. Dies ist aber ein Wert, der das Kontrastverhältnis von zwei aufeinander folgenden Bildern wiedergibt. Wir konnten diesen Wert in unserem Test nicht verifizieren. In unserem Test erreichte unser Testgerät einen guten statischen Kontrast von 840:1. Nach der Kalibrierung sank dieser auf einen vertretbaren Wert von 759:1 beziehungsweise 786:1.

Testbilder zur Graustufendifferenzierung.

Farben wirken insgesamt etwas überzogen und knallig, was am erweiterten Farbraum liegt. Ein Monitor mit erweitertem Farbraum hat zwar den Vorteil, mehr Farben darstellen zu können als Monitore mit sRGB-nahem Farbraum, kann diesen Vorteil aber nur in farbmanagementfähiger Software ausspielen.

Spiele und Mediaplayer sind jedoch nicht in der Lage dies korrekt zu nutzen und deshalb kommt es hier zu knalligen oder auch "Bonbon-Farben". Die Verwendung eines erweiterten Farbraumes wirkt für den W220S als Spielemonitor daher etwas ungünstig aus.

Verstärkt wird dieser Effekt durch die Verwendung einer leicht spiegelnden Glossyschicht auf der Paneloberfläche. Eine spiegelnde Bildschirmoberfläche ist sicherlich eine Geschmacksfrage, dennoch möchten wir potentielle Käufer warnen, die eine starke Lichtquelle wie zum Beispiel ein Fenster hinter sich haben. Dies kann äußerst störend wirken und zu einer schnelleren Ermüdung der Augen führen.

Ausleuchtung einer komplett schwarzen und grauen Fläche. Belichtungszeit 4 Sekunden (links) und 2 Sekunden (rechts); Zur Betrachtung dieser Bilder benötigen Sie einen Monitor mit guter Differenzierung dunkler Grautöne

Einen Patzer erlaubte sich Hyundai in der Ausleuchtung schwarzer und grauer Flächen. Hier sind starke Unregelmäßigkeiten an Ecken und Kanten deutlich sichtbar zu erkennen. Besonders an der unteren Kante zeigte sich ein unschöner heller Lichthof, der bis zur Bildmitte reicht. Auch wenn dieser Punkt sicherlich von Gerät zu Gerät einer gewissen Serienstreuung unterliegt, unser Testgerät kann uns in diesem Punkt nicht überzeugen.

Helligkeit

Mit einer Maximalhelligkeit von 250 cd/m² erreichte der W220S den vom Hersteller genannten Wert nicht. Das vorliegende Helligkeitsspektrum sollte aber jeder Arbeitsumgebung gerecht werden und stellt keinen Anlass zur Kritik dar.

Helligkeit Hersteller Gemessen
300 cd/m² 250 cd/m²
k.A. 140 cd/m²
k.A. 120 cd/m²
k.A. 52 cd/m²

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