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TESTBERICHT: LG Flatron W2286L Teil 14


Farbmodelle und HDMI-Blacklevel

Ebenfalls sehr wichtig für die korrekte Darstellung des Materials ist die Abstimmung des Videolevels. Abstimmungsprobleme können hier zu starkem Clipping in helleren und dunkleren Farben oder zu flauem Bild mit reduziertem Tonwertumfang ohne volles Schwarz und Weiß führen.

Der LG Flatron W2286L ist am HDMI-Eingang sehr flexibel. Er akzeptiert neben dem typischen RGB-Modell (4:4:4) auch YCbCr (4:4:4 und 4:2:2). Digitale Medien wie DVDs, Blu-rays, HD-DVDs und DVB-Signale arbeiten dagegen mit 4:2:0.

Bei einer Zuspielung von RGB (beispielsweise von einer Konsole oder einem Rechner) erwartet der W2286L PC-Level (Wertebereich pro Kanal von 0-255), bei YCbCr werden dagegen Videolevels erwartet (Wertebereich pro Kanal 16-235). Für den Betrieb des HDMI-Eingangs stellt dies eine praktische Lösung dar, da beide Farbmodelle in vollem Tonwertumfang wiedergegeben werden können.

Fazit

"Es ist nicht alles Gold, was glänzt". Diese Redensart dürfte die Leistung des LG Flatron W2286L – zugegebenermaßen etwas überspitzt – recht gut beschreiben.

Positiv aufgefallen sind uns in erster Linie das edle Design und die schmale Bauart des ersten LG- Monitors mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Auch die Verarbeitung lässt keine Wünsche übrig: Der Monitor scheint wie aus einem Guss und weist absolut keine äußerlichen Mängel auf. Weiterhin ist es LG gelungen, den Stromverbrauch extrem zu senken, sodass der W2286L sogar bei einer Maximalhelligkeit von 296 cd/m² weniger als 26 Watt konsumiert – eine neue Referenz!

Ebenfalls erfreulich: Die Tatsache, dass er im Betrieb in allen Helligkeitsstufen keinen Mucks von sich gibt und stets komplett lautlos arbeitet. An dieser Stelle dürfen sich Silent-Fans gern angesprochen fühlen. Aber auch Spieler freuen sich über den Edel-Flatron: Der durchschnittliche Inputlag von fünf Millisekunden sollte, zusammen mit dem relativ fixen Bildaufbau, zumindest Hobbyspieler gänzlich zufriedenstellen.

Weniger gut dagegen war die Bilddarstellung in der Werkseinstellung. Mit großen Abweichungen in den Farben und völlig inkonstantem Gamma und Weißpunkt scheidet der W2286L für Hobbyfotografen ohne Kolorimeter grundsätzlich aus.

Obwohl er sehr viele Frequenzen und Signalmodi entgegennimmt, werden auch Multimediaanwender vom Flatron W2286L enttäuscht, weil er 16:9-Signale externer Quellen nicht seitengerecht darstellen kann und außerdem keine Full-HD-Auflösung besitzt. Zudem dürften sich Filmliebhaber an den Schwächen des TN-Panels stören: Kontrast, Schwarzwert und Blickwinkel können mit denen eines VA- oder IPS-Panels technologiebedingt nicht mithalten.

Insgesamt scheint der Preis zu hoch, auch wenn es sich um einen Monitor mit LED-Hintergrundbeleuchtung handelt. Für weniger Geld gibt es immerhin schon 24-Zoll-Geräte mit besserer Leistung.

Gesamturteil: Befriedigend

Technische Spezifikationen: LG Flatron W2286L

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