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TESTBERICHT: NEC P221W-BK Teil 14


Hardwarekalibration mit Spectraview II auf ECI 2.0 im Vergleich zum ECI 2.0 Standard

Kalibriert ECI 2.0-Standard Erreicht
5000 4978
120 109
0,00 0,13
Nativ 837
L* 2,36

Da das Ergebnis der softwarebasierten Kalibration vergleichbar ist, verzichten wir auf eine bildliche Darstellung.

Für den sehr großen ECI 2.0 Farbraum ist abgesehen von einem Ausrutscher bei Rot das Ergebnis ausgezeichnet. Sowohl die Farbtemperatur als auch der Gammawert werden vom P221W sehr gut getroffen. Lediglich der Kontrast leidet bei dieser Kalibration ein wenig und erreicht nur noch 837:1.

In fast allen Kalibrationen kann durch den niedrigen Schwarzwert, der bei oder unter 0,15 cd/m² liegt, ein Kontrast von rund 950:1 erreicht werden, was sich positiv auf die Schwarzdarstellung auswirkt.

UGRA-Test

Zum Abschluss der Farbtests muss sich der NEC P221W noch dem UGRA-Test stellen. Hierfür wird das Gerät nach den festgesetzten Vorgaben auf 5800 Kelvin, Gamma 1,8 und 120 cd/m² kalibriert. Der Monitor kann aufgrund von Schwächen in der Graudarstellung den Test nach der softwarebasierten Kalibration nicht bestehen. Erst die Hardwarekalibrierung bringt den erwünschten Erfolg.

Der Test verwendet bereits den neuen Medienkeil V 3.0 nach ISO 12647. Seit Ende Mai gelten bei der UGRA verschärfte Kriterien, die in der noch nicht verabschiedeten ISO Norm 12647 aufgeführt sind. Insbesondere bei der Graubalance wurden die Kriterien stark verändert, so dass eine Vielzahl von Monitoren, die die Zertifizierung nach V 2.0 noch erhielten, jetzt leider leer ausgehen.

Damit ist die Vergleichbarkeit zu alten UGRA Protokollen nicht mehr gegeben. Ob der Test nach V 2.0 oder 3.0 ausgeführt wurde, ist anhand des Ergebnisses schnell zu erkennen. Version 2.0 liefert unter Softproofing 4, die Version 3.0 liefert 7 Ergebnisse.

Die Zusammenfassung des UGRA-Reports bescheinigt eine zu schlechte Grau-Balance. Der ausführliche UGRA-Report kann als PDF-Datei heruntergeladen werden.

In der Regel verfehlen Monitore im UGRA-Test die Anzahl der dargestellten Tonwerte. Zum Bestehen müssen mindestens 95 Prozent erreicht werden. Der P221W erreicht sogar 96,2 Prozent, warum schafft er den Test nach der softwarebasierten Kalibrierung dennoch nicht? Hintergrund sind die Abweichungen bei den Grauwerten 10 Prozent und 15 Prozent. Beide Werte haben einen relativ großen Farbstich, ein Wert hat sogar eine so starke Abweichung, dass der UGRA-Test deshalb verfehlt wird.

Somit garantiert auch eine 10Bit-LUT nicht Zwangsweise das Bestehen des UGRA-Tests.

Die Feinheiten einer hardwareseitigen Kalibration zeigen sich im direkten Vergleich.

Eine ausführliche Version des UGRA-Reports kann als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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