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TESTBERICHT: NEC P221W-BK Teil 7


Mit Naviset ist das Einstellen der vier benutzerdefinierten Farbprofile möglich, die auch über das OSD verstellt werden können. Das Profil "P", also „Programmable“, kann so jedoch nicht verändert werden. Dazu ist weitere Software nötig, die hier nur kurz angerissen werden soll, da diese Programme nicht kostenlos sind und zusätzlich auch noch die Anschaffung eines Kolorimeters voraussetzen. Für einen professionellen Grafiker ist diese zusätzliche Anschaffung, um farbverbindliche Arbeiten durchzuführen, unvermeidlich. Allerdings eben auch mit erheblichen Kosten verbunden, die in Relation zum Preis des Monitors gründlich überdacht werden sollten.

Um die Hardwarekalibrierbarkeit des P221W zu nutzen, hat man die Wahl zwischen zwei Programmen. Die erste Software nennt sich "NEC Spectraview Profiler 4", welches eine von NEC gelabelte Version der Software "BasICColor Display 4" ist. Von dieser gibt es eine 14-tägige Testversion, die voll funktionsfähig ist. Nach Ablauf des Testzeitraumes muss die Software selbstverständlich gekauft werden.

Die Alternative zu dieser im Handel frei erhältlichen Software ist das Programm "NEC Spectraview II", welches leider nicht in Europa, sondern nur in den USA käuflich erworben werden kann. Beide Programme liefern, gemäß unserer Überprüfung, identische Kalibrationsergebnisse. Es spielt somit keine Rolle, welches dieser beiden Programme verwendet wird. Die Unterschiede der beiden Programme beschränken sich somit auf ein anderes Userinterface.

Für einen Vergleich der beiden Programme, wurden die aktuellen Versionen "NEC Spectraview II 1.1.0.0" und "Spectraview Profiler 4.1.11" herangezogen.

Während die "Spectraview Profiler 4" Software mit großen Fenstern und vielen Optionen auf einmal, den unerfahrenen User ein wenig überfordert, wirkt die Spectraview II Software aufgeräumter und versteckt einige Optionen in Untermenüs.

Nach einer kurzen Eingewöhnung sind beide Programme gleich gut bedienbar. Das Wichtigste für den Benutzer ist aber eindeutig, dass beide Programme die gleichen Funktionen bieten und nach einer Kalibrierung identische Ergebnisse liefern.

Eine Besonderheit der hardwareseitigen Kalibration ist z.B. die Vorgabe von beliebigen Gammakurven, die ohne Eingriffe in die 8-bit LUTs der Grafikkarten umgesetzt werden können und exakt die gewünschten Gammawerte treffen.

Links: Der Bildschirm für das "Validierungsergebnis" zeigt die deltaE-Abweichungen zwischen Kalibrationsziel und tatsächlicher Bildschirmausgabe. Wie auch bei dem nächsten Beispiel, werden ausgezeichnete durchschnittliche deltaE-Abweichungen deutlich unterhalb von 1 erreicht.

Rechts: Hier wurde versuchshalber per Hardwarekalibration ein Gammawert von 1,8 vorgegeben, das Farbprofil entfernt und danach kontrolliert, ob ohne Eingriff in die LUTs der Grafikkarte der vorgegebene Gammawert erreicht wird.

Im weiteren Verlauf dieses Testberichts haben wir die Software "Spectraview II" verwendet.

Bildqualität

Dank seines S-PVA Panels verfügt der NEC P221W über einen niedrigen Schwarzwert und hohen Kontrast.

Blickwinkel

Die Bildstabilität unter extremen Blickwinkeln wird laut NEC durch eine Technik verbessert, die den Namen "XtraView+" trägt.

Wir gewinnen den Eindruck, dass das Bild bei senkrechter Betrachtung etwas dunkler wirkt, als bei allen anderen Betrachtungswinkeln. Der Blickwinkel ist ausgesprochen stabil und erst im Extrembereich bekommt eine weiße Fläche einen leichte beigen Farbstich.

Unter extremen Blickwinkeln wirkt das Bild insgesamt etwas heller, da der Kontrast abnimmt. Die Farben sind aber auch unter extremen Winkeln noch gut erkennbar.

Die Blickwinkelabhängigkeit ist wirklich ausgezeichnet und stellt somit kein Problem für Grafiker bei der Bildbearbeitung dar.

Homogenität

Einfarbige Farbdarstellungen stellt der NEC P221W gleichmäßig und ohne erkennbare Schatten dar. Sowohl ganz weiße als auch ganz schwarze Bildschirminhalte werden ohne Verfärbungen oder sonstige negative Auffälligkeiten dargestellt. Bei einem komplett schwarzem Bildschirm, in einem vollständig abgedunkelten Raum, ist nur in einer der äußeren Ecken eine minimale Aufhellung zu erkennen, die im normalen Betrieb nicht wahrnehmbar ist.

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