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TESTBERICHT: Philips 220CW9FB Teil 6


Bildqualität

Für die Bilddarstellung des Philips 220CW9FB kommt ein schnelles aber kostengünstiges TN-Panel zum Einsatz. Technologiebedingt können diese Panels in der Regel nur eine Farbtiefe von 6 Bit wiedergeben. Farben, die nicht unterstützt werden, simuliert der Monitor mittels Dithering.

Die Implementierung dieser Simulation kann entweder korrek erfolgen, dann wirken Farbverläufe sehr gleichmäßig. Im anderen Fall ist beispielsweise ein Jeansmustereffekt oder ein Flimmern bei bestimmten Farben erkennbar.

Dieses Verhalten ist leider auch beim Philips 220CW9FB zu beobachten. Insbesondere dunkle Grautöne flimmern oder rauschen sehr und Farbverläufe zeigen mitunter starkes Banding. Die Farbdarstellung selbst wirkt dagegen sehr ausgeglichen und natürlich. Der Monitor hat in der Werkseinstellung keinen sichtbaren Farbstich.

Die Ausleuchtung ist wenig gelungen: Am oberen und unteren Rand zeichnen sich deutliche Lichthöfe ab. In der Werkseinstellung beträgt die maximale Helligkeit 261 cd/m².

Ungleichmäßige Ausleuchtung, insbesondere im Randbereich.

Der Schwarzpunkt ist zwar mit 0,26 cd/m² zu hell, aber der gemessene Kontrast von 1.003:1 überschreitet sogar knapp die Herstellerangabe von 1.000:1. Wird die Helligkeit auf arbeitstaugliche 140 cd/m² gesenkt, beträgt der Kontrast noch 875:1.

Helligkeit Hersteller Gemessen
300 cd/m² 264 cd/m²
k.A. 157 cd/m²
k.A. 140 cd/m²
k.A. 86 cd/m²

Die dynamische Kontrastangabe von 12.000:1 ist ein vom Hersteller gemessener Wert, der das Kontrastverhältnis von zwei aufeinander folgenden Bildern wiedergibt. Wir konnten diesen Wert in unserem Test nicht verifizieren.

Wie Bereits im Unterpunkt OSD erläutert, bietet der 220CW9FB verschiedene Bildmodi: Während der Spar- und Büroarbeitmodus sich nur wenig vom Standardmodus unterscheiden, liefert der Bild- und Unterhaltungsmodus ein ganz anderes Bild. Neben einer starken Erhöhung der Schärfe wird besonders die Farbwiedergabe verändert. Als Nebeneffekt zeigt sich bei starken Kontrasten ein seltsames Leuchten – ähnlich wie der Coronaeffekt, mit dem Unterschied, dass es sich hier um ein Standbild handelt.

Schriftzug bei aktiviertem Bild- oder Unterhaltungsmodus.

Bei der Graustufendarstellung schneidet der Philips 220CW9FB recht gut ab. Nur die drei dunkelsten sowie die drei hellsten Werte vermag er nicht differenzierbar wiederzugeben.

Helligkeitsverteilung

Die Helligkeitsverteilung haben wir an 15 Messpunkten ermittelt, nachdem wir die Helligkeit auf 36 Prozent abgesenkt und somit knapp 140 cd/m² in der Mitte des Displays als Optimalwert erreicht haben.

Die Helligkeitsverteilung wurde an 15 Messpunkten ermittelt.

Mit einer maximalen Helligkeitsabweichung von nahezu 19 Prozent nach unten, bzw. 2 Prozent nach oben, kann der Philips 220CW9FB nicht überzeugen. Besonders auffällig ist, dass die linke Seite erheblich dunkler als die rechte Seite ist. Dadurch leidet die gesamte Bildqualität sichtbar.

Blickwinkel

Laut Hersteller beträgt der Blickwinkel vertikal und horizontal 160 Grad bei einem Kontrastverhältnis von 10:1. Das ist für ein TN-Panel weder ein besonders guter noch besonders schlechter Wert. Diese Angaben beziehen sich allerdings nur auf den Restkontrast, nicht aber darauf, ob das Bild bei diesen Blickwinkeln Farbverfälschungen unterliegt.

Das Bild zeigt die frontale Sicht in der Bildmitte und die horizontalen und vertikalen Blickwinkel.

Für einen 22-Zöller mit TN-Panel schlägt sich unser Testkandidat relativ gut. Zwar treten schon bei geringen Kopfbewegungen leichte Blickwinkelschwächen auf, die dem Bild einen leichten Gelbstich verleihen, sich aber auch bei höheren Winkeln nur wenig verstärken. Von unten betrachtet kippt das Bild um und es zeigt sich der so genannte Negativeffekt.

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