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TESTBERICHT: ViewSonic VX2268wm Teil 4


Die in Klavierlackoptik gehaltene Rückseite macht über weite Strecken einen optisch gelungenen Eindruck. Ihre Oberseite begrenzt das abgeschrägte Lüftungsgitter, das die Abwärme von Hintergrundbeleuchtung und Elektronik über die gesamte Monitorbreite durch zahlreiche Lüftungsschlitze abführt. Weil die einzelnen Plastikrippen des Gitters L-förmig sind, besteht kein Anlass, sich über das Eindringen von Gewittertierchen zu sorgen – die verbleibenden Schlitze sind außerordentlich eng.

Zweischneidiges Schwert: Das Lüftungsgitter verwehrt Insekten den Zugang zum Monitorinneren, gewährt aber deutliche Einblicke auf die Hintergrundbeleuchtung.

Durchdacht ist die circa 3,5 Zentimeter tiefe Aussparung im unteren Viertel der Monitorrückseite. Beim An- und Abstecken der Kabel sorgt sie für bessere Erreichbarkeit aller Anschlüsse; selbst bei direkter Wandmontage sollte sie immer noch genügend Spielraum für Fingerbewegungen bieten. Was wir aus praktischer Sicht begrüßen, setzt dem einheitlichen Gestaltungsprinzip allerdings ein jähes Ende. Anleihen aus der Biologie drängen sich hier auf: Form folgt Funktion, nicht umgekehrt. Dieser etwas gewagte Vergleich soll sagen: Halb so schlimm – es ist schließlich die Rückseite!

Eine wacklige Plastikabdeckung schützt die Stelle, wo Monitor und Standsäule ineinander übergehen und – im Fall einer Wandmontage – mittels vierer Schrauben voneinander getrennt werden können. Sie fällt umso mehr ins Auge, als dass genau dieser Teil des TFTs sockelartig aus der Aussparung herausragt. Wollte der Designer hier eine Ablagefläche für TAN-Liste und Büroklammern schaffen? Dicht unterhalb sitzt die einfache, aber – bedenkt man den maximalen Kabelumfang des VX2268wm – völlig ausreichende Kabelführung.

Links: Die Aussparung für die Anschlüsse schmälert die sonst einheitliche, fließende Gestaltung der Rückseite. Rechts: Unter dem Verbindungssockel sitzt die Kabelführung.

Die Mechanik des VX2268wm ist leider nicht ohne Tadel. Obwohl der Monitor so standfest ist, dass er nicht umkippen kann, wackelt er in sich doch stärker, als man es von einem Gerät dieser Größenklasse erwarten sollte. Weitere Fertigungsmängel, wie die ungenauen Spaltmaße zwischen Rahmen und Zierleiste und der klapprige Deckel des Verbindungselements zwischen Standfuß und Panel, fallen auf den zweiten Blick ins Auge. Ohne Weiteres lässt sich der Displayrahmen oben und seitlich vom Panel wegziehen – hier wurde einfaches Plastik verwendet, das noch dazu schlecht sitzt. Der Monitor besitzt ein durchaus gelungenes Design, von Attributen wie hochwertig oder gut verarbeitet ist er aber weit entfernt.

Akustisch hingegen gibt der VX2268wm in der Werkseinstellung keinen Anlass zu Kritik. Weder knarzt seine Plastikhülle beim Ergreifen, noch tritt störendes Brummen oder Summen aus Richtung Netzteil oder Hintergrundbeleuchtung auf: Bei Maximalhelligkeit arbeitet der Monitor geräuschlos. Presst man das Ohr an die rückseitige Kunststoffoberfläche und lauscht konzentriert, lässt sich in stiller Umgebung ein Summton vernehmen, der aber bereits aus wenigen Zentimetern Abstand nicht mehr hörbar ist, geschweige denn aus der normalen Sitzposition.

Ist das Backlight, das sich in Einerschritten regeln lässt, auf Stufe 82 gedimmt, tritt ein Summen im mittleren Frequenzbereich auf. Sowohl von hinten als auch von vorn ist es deutlich wahrnehmbar. Mit dem Ohr nah am Bildschirm fällt das Summen bereits ab Stufe 88 auf; wird weiter gedimmt, gewinnt es zwischen 60 und 40 noch einmal an Lautstärke. Das Geräusch hat zwischen den Stufen 39 bis herab auf null sowie zwischen 61 und 82 ein ähnliches, leiseres Niveau. Leider ist es durchaus störend.

Jeden, der in leise PC-Bauteile investiert hat, wird das Summen der Hintergrundbeleuchtung definitiv ärgern, weil es die Geräusche aller anderen Komponenten überlagert. An dieser Stelle sei jedoch darauf hingewiesen, dass die Geräuschentwicklung bekanntermaßen einer gewissen Serienstreuung unterliegt und deshalb nicht für alle Geräte gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

  Hersteller Gemessen
49 W 39,3 W
k.A. 32,3 W
k.A. 17,6 W
k.A. 0,9 W
1 W 0,7 W

Die Herstellerangabe für den typischen Stromverbrauch im Maximalbetrieb ist, wie unsere Messungen zeigen, zu hoch angesetzt. Der Viewsonic benötigt hier knapp zehn Watt weniger. Ein Unterschied, ob die Lautsprecher, sofern das Audiokabel angeschlossen ist, zu erhöhtem Stromverbrauch führen, ließ sich nicht feststellen. Löblich ist die Tatsache, dass der Monitor auf Helligkeitsstufe null mit äußerst genügsamen 17,6 Watt auskommt und dabei immer noch ein akzeptabel helles Bild liefert. Schaltet man den TFT per Taste aus, liegt sein Verbrauchswert ebenfalls geringfügig unter der Angabe des Herstellers; in puncto Stromverbrauch ist der Viewsonic VX2268wm definitiv zu loben.

Anschlüsse

Anschlussvielfalt ist nicht die Stärke unseres Testgeräts: Eingangssignale verarbeitet es über einen D-Sub (HD15) für die analoge Bildzuspielung, einen DVI-D (Dual-Link); ein 3,5-Millimeter-Klinkenstecker überträgt die Audiosignale auf die integrierten Stereolautsprecher. Mangels HDCP-Unterstützung ist der DVI-Eingang nicht in der Lage, kopiergeschützte Videosignale auszugeben.

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