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TESTBERICHT: Acer GD245HQbid Teil 17


3D-Video

Eine Besonderheit des ACER GD245HQbid ist die Möglichkeit, das Bild mit einer Frequenz von bis zu 120 Hertz anzuzeigen. Dadurch wird es möglich, den Monitor mit 60 Hertz abwechselnd ein Bild anzeigen zu lassen. In Verbindung mit einer so genannten Shutter-Brille lässt sich damit ein 3D-Bild erzeugen. Dabei blendet die Brille, synchronisiert mit dem Monitor, ein Auge abwechselnd ab. Gleichzeitig zeigt der Monitor ein leicht verschobenes Bild an. Im Gehirn des Betrachters werden die schnell aufeinander folgenden, aber verschobenen Bilder wieder zu einem Bild verschmolzen. Dadurch entsteht ein 3D-Effekt der teilweise synthetisch, teilweise sehr real wirken kann.

Man unterscheidet bei der 3D-Technik zwischen Geräten, die selbst die Fähigkeit besitzen, ein zugespieltes Signal so aufzubereiten, dass zusammen mit einer Shutter-Brille ein 3D-Bild daraus entsteht. Andere Geräte, und dazu gehört der ACER GD245HQbid auch, besitzen selbst keine solche Elektronik, sondern zeigen entsprechend vom Zuspieler aufbereitete Signale abwechselnd an. Dazu sind eine kompatible Grafikkarte und ein externer Sender für die Synchronisation der Brille nötig. Zurzeit bietet nur nVidia Grafikkarten mit dieser 3D-Fähigkeit an. Dadurch schränkt sich aber der Anwendungsbereich genauso ein, wie der Kundenkreis.

Wie schon festgestellt, besitzt der GD245HQbid nur am DVI-D-Eingang die Fähigkeit eine Bildfrequenz von 120 Hertz anzuzeigen. Damit beschränkt sich die 3D-Fähigkeit auf den PC in Verbindung mit einer Nvidia-Grafikkarte neuerer Baureihe mit aktuellen Treibern und einer nVidia-3D-Vision Shutter-Brille. Theoretisch wäre es möglich, den Monitor per DVI-zu-HDMI-Adapter auch an andere Geräte zu koppeln, jedoch unterstützen andere Geräte als der PC bisher kein nVidia-3D-Vision. 3D-Blue-Ray schauen beschränkt sich also auch auf den PC.

In unserem Testaufbau kommt eine solche nVidia 3D-Vision Shutter-Brille zum Einsatz. Betrieben wird der Monitor an einer nVidia Geforce GTX260 mit aktuellen Treibern. Der GD245HQbid wird sofort als 3D-fähiges Gerät erkannt. Die von nVidia mitgelieferten Testbilder und Testvideos werden akkurat und sehr wirkungsvoll dargestellt. Der Monitor arbeitet hier automatisch im 120 Hertz Modus. Wechselt man das Bildmaterial wieder auf 2D, wechselt auch die Bildwiederholfrequenz zurück zu 60 Hertz und die Shutter-Brille schaltet sich automatisch aus.

Auffallend ist, dass bei einem Wechsel von 2D-Modus zu 3D-Modus der Monitor von selbst die Helligkeit einige Stufen nach oben regelt. Das geschieht deshalb, weil bei Verwendung einer Shutter-Brille der Kontrast stark abnimmt. Die Erhöhung der Helligkeit reicht jedoch nicht aus, um den Helligkeitsunterschied wett zu machen. Genau hier kommt jetzt der Umstand zum Tragen, dass die maximale Helligkeit des GD245HQbid bei nur knapp 260 cd/m² liegt. Hier kann es unter Umständen eng werden, wodurch das 3D-Bild zu dunkel wird. In der Praxis reicht die Helligkeit eben noch aus. Ein leuchtstarkes Bild hat man dann aber nicht.

Hinzu kommt der Umstand mit dem schlechten Schwarzwert bei maximaler Helligkeit. Außerdem verfälschen die Shutter-Brillen die Farben von Haus aus schon in Richtung gelb-braun. Unter dem Strich kommt eine fast zu dunkle, von den Farben her matschige Darstellung mit zu wenig knackigem schwarz heraus. Das ist insbesondere deshalb schade, weil die 3D-Funktionalität des GD245HQbid doch sein Hauptmerkmal darstellen soll.

NVidia bietet ein kostenloses Testvideo zur medizinischen Beurteilung des Betrachters an. Hiermit lassen sich auch etwaige Negativeffekte bei der 3D-Darstellung ausmachen.

Medizinisches Testvideo von nVidia.

Das Testvideo zeigt im Fall des GD245HQbid keine gravierenden Schwächen bezüglich des 3D-Betriebs auf, abgesehen von den schon erwähnten Problemen mit Schwarzwert und Helligkeit. Die Bewegungen sind größtenteils frei von Ghosting oder Zittern. Lediglich bei sehr weit vor dem Moitor und sehr weit hinten gelegenen, schnellen Bewegungen wirkt diese nicht ganz sauber.

Insgesamt ist die bewegte Darstellung im 3D-Betrieb sehr ansprechend. Sowohl Video-Material als auch Spiele sehen sehr plastisch, aber auch etwas künstlich aus. Bei unterschiedlichen Demovideos von Spielen wirkte der 3D-Effekt unterschiedlich stark ausgeprägt. Insgesamt ist die 3D-Darstellung mit dem GD245HQbid aber durchweg sehenswert.

Zu beachten sind schlussendlich die Vorraussetzungen für einen erfolgreichen Betrieb der 3D-Funktion. Man benötigt einen leistungsstarken PC, gerne mit Quadcore-CPU, eine ebenso aktuelle Grafikkarte von nVidia mit aktuellsten Treibern und natürlich eine nVidia 3D-Vision Shutter-Brille. Je dunkler der Raum, desto besser wirken die Bilder.

Signalverarbeitung

In den abschließenden Tests haben wir die Elektronik des ACER GD245HQbid noch einmal im Detail auf die Verarbeitung von Videosignalen hin getestet.

Für die Wiedergabe von Filmmaterial steht ein HDMI-Anschluss zur Verfügung. Jedoch ist zu beachten, dass am HDMI-Anschluss nur maximal 75 Hertz ausgegeben werden können. Der 3D-Support fällt hier also weg.

Unterstützte Refreshraten

Im Folgenden haben wir geprüft, welche Frequenzen der GD245HQbid unterstützt. Frequenzen von 50 Hertz oder ein Vielfaches von 24 helfen besonders, eine judderfreie Darstellung von Videos und Filmen zu ermöglichen. Um zu überprüfen, ob der Monitor auch intern mit diesen Frequenzen schaltet, haben wir einen Juddertest durchgeführt.

Der GD245HQbid unterstützt am HDMI-Eingang Bildfrequenzen von 56 bis 75 Hertz. Er arbeitet hier bei niedrigen Hertzzahlen nicht ganz ruckelfrei. Der Effekt ist aber weich und fällt wenig auf. Bei 60 Hertz arbeitet das Gerät ruckelfrei.

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