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TESTBERICHT: Dell U2711 Teil 6


sRGB- und AdobeRGB-Modus zeigen leichtes, aber nicht störendes Banding. Unschöne, spatiale Dithering-Artefakte, die in der ersten Revision des U2410 auftraten, waren nicht zu erkennen. Die im "Custom Color"-Modus zugänglichen RGB-Gain Regler haben keine sichtbaren Auswirkungen auf den Tonwertumfang. Nach der Softwarekalibrierung unter Berücksichtigung der Empfehlungen für sRGB und ECI-RGB, tritt durch die verlustbehafteten Korrekturen in der Grafikkarten-LUT leichtes Banding auf. Eine Kalibration auf die Empfehlungen für AdobeRGB (Weißpunkt D65, Gamma: 2.2) führt im Vergleich zu der geringsten Streifenbildung, da das Bildschirmgamma der gewünschten Charakteristik hier am nächsten kommt.

Angesichts der Elektronik wäre eine umfangreichere Gammaeinstellung wünschenswert gewesen. Idealerweise gleich mit der Möglichkeit, die sRGB- oder L*-Charakteristik zu erreichen. Da das Banding nach der Softwarekalibrierung aber in keinem Fall wirklich störend stark ausfällt, verhält sich der DELL U2711 bereits ab Werk ziemlich neutral.

Die Ausleuchtung ist, unabhängig von der Helligkeitseinstellung, gut. Größere Ausreißer gibt es keine, nur am oberen Bildrand ist eine kleinere Aufhellung zu erkennen. Erst Aufnahmen mit hoher Belichtungszeit zeigen weitere, leichte Inhomogenitäten, die aber absolut keine reale Bedeutung haben. Der Schwarzpunkt liegt in der Werkseinstellung bei 0,26 cd/m². Unter Berücksichtigung der hohen Helligkeit von 241 cd/m² ist das ein sehr guter Wert.

Den minimalen Schwarzpunkt können wir nicht mehr mit dem EyeOne Pro ermitteln, da es unter 0,2 cd/m² keine verifizierbar korrekten Werte mehr liefert. Das DTP94 misst ebenfalls sehr gute 0,08 cd/m² bei einer Helligkeit von 65 cd/m².

Bei der für die meisten Umgebungen ausreichenden Helligkeit von 140 cd/m² messen wir einen Schwarzpunkt von 0,16 cd/m².

Ausleuchtung des Monitors bei kurzer Belichtungszeit (links) und langer Belichtungszeit (rechts).

Helligkeitsverteilung

Die gemessenen Helligkeitsabweichungen fallen für unser Testgerät überwiegend sehr gering aus. Das ist insbesondere aufgrund der Tatsache, dass der DELL U2711 keine Kompensationsschaltung zur Verbesserung der Bildhomogenität implementiert, erfreulich.

Wir ermittelten im Test eine Helligkeitsabweichung von maximal 6 Prozent zum oberen Bildrand und 15 Prozent zum unteren Bildrand. Die Helligkeit nimmt zu den Ecken hin etwas ab. Am stärksten ist der Effekt links unten ausgeprägt. Im Durchschnitt beträgt die Abweichung 5,2 Prozent.

Die Abweichungen verringern sich für das zentrale Blickfeld auf maximal 7 Prozent. Der Durchschnittswert sinkt bis auf 3,6 Prozent. Nach einer Kalibrierung mit einem Zielgamma von 2,2 wird dieser Wert über die gesamte Panelfläche und den kompletten Helligkeitsbereich stabil eingehalten. Einen gefürchteten Farbstich, wie er in Zusammenhang mit IPS-Panels (insbesondere ohne Kompensationsfunktion) immer wieder diskutiert wird, konnten wir nicht ausmachen. Die ermittelten Werte bleiben stabil. Zwar gibt die korrelierte Farbtemperatur nicht die ganze Wahrheit wieder, aber uns liegen natürlich die kompletten Messwerte vor. Damit können wir festhalten, dass sich zumindest unser Testmodell keinen Ausrutscher in Bezug auf die Farbhomogenität leistet.

An 15 Messpunkten wurden die Helligkeitswerte (linkes Bild) und die Farbtemperatur (rechtes Bild) ermittelt.

Das maximale Kontrastverhältnis liegt laut DELL für den U2711 bei 1.000:1. Diesen Wert können wir zwar nicht ganz bestätigen, aber mit 926:1 liegt man in der Werkseinstellung nicht weit von der Zielvorgabe entfernt. Über den gesamten Helligkeitsbereich variiert dieser Wert nur wenig. Nur in den niedrigsten Einstellungen sinkt er bis auf immer noch sehr gute 810:1 ab.

Eine Regulation der Leuchtdichte findet also praktisch ausschließlich über Intensitätsveränderungen der Hintergrundbeleuchtung statt. Da der DELL U2711 keine RGB-LED Hintergrundbeleuchtung einsetzt, werden Veränderungen der Farbtemperatur über das Panel (Feinjustierung über die Grafikkarten-LUT) realisiert. Der Tonwertumfang bleibt, wie wir bereits festgestellt haben, trotzdem hoch. Zwangsläufig wird bei Intensitätsreduzierungen der RGB-Kanäle der Kontrast etwas leiden. Im Falle der Kalibration auf D50 als Weißpunkt messen wir aber weiterhin sehr ansprechende 752:1.

Die Differenzierung heller und dunkler Graustufen wurde mittels entsprechender Testbilder überprüft.

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