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TESTBERICHT: Dell U3011 Teil 6


Screenmanager

Dem DELL U3011 liegt keine Screenmanager-Software bei.

Bildqualität

Das 30-Zoll große H-IPS Panel von LG ist ein alter Bekannter. Es kam bereits im Vorgängermodell 3008WFP zum Einsatz und wird auch in allen anderen aktuellen Konkurrenzprodukten mit IPS-Technologie verwendet. Auf der Haben-Seite sollte damit eine hohe Blickwinkelstabilität zu verbuchen sein. Wegen des inzwischen generell fehlenden A-TW Polarisators werden sich blickwinkelbedingte Aufhellungen dunkler Tonwerte allerdings nicht vermeiden lassen.

Der DELL U3011 will keine direkte Konkurrenz zu den Boliden von Eizo und NEC sein, deren Elektronik sich an Anforderungen für die ambitionierte oder gar professionelle EBV orientiert. Mit seiner 12bit LUT und vergleichsweise umfangreichem OSD schließt er dennoch eine Lücke, die sich bislang zwischen Geräten dieser Leistungsklasse und deutlich einfacheren Geräten mit sehr rudimentärer Elektronik (teilweise völlig ohne OSD) auftat. Die weiteren Tests werden zeigen, ob der Benutzer von seinem Potential wirklich profitieren kann und wie sorgfältig die Werkskalibration erfolgte.

Das eingesetzte Panel arbeitet mit 8bit pro Kanal. Eine FRC-Dithering-Stufe ermöglicht nicht nur die durchaus sinnvolle Nutzung einer Signalzuspielung mit 10bit pro Kanal per DisplayPort, sondern verringert auch Tonwertverluste, die sich in einem 8bit Workflow ergeben würden. Schließlich möchte man die Vorteile der 12bit LUT auch bis zur Anzeige erhalten. Das FRC wurde bislang bei den meisten Bildschirmen sehr vernünftig umgesetzt. Der DELL U3011 bildet hier keine Ausnahme. Das typische leichte Grieseln in dunklen Tonwerten kann faktisch nur in einem Abstand wahrgenommen werden, bei dem die Nase das Panel fast berührt. Mangels geeigneter Grafikkarte haben wir die Zuspielung mit 10bit pro Kanal nicht getestet. Voraussetzung ist darüberhinaus eine Unterstützung auf Treiber-, Betriebssystem- und Anwendungsebene.

Testbild um Grauverläufe zu überprüfen.

In Bezug auf den Tonwertumfang ist der Ersteindruck gut: In der Werkseinstellung (Bildmodus "Standard") konnten wir kein störendes Banding ausmachen. Minimale Streifen traten in den Bildmodi "sRGB", "AdobeRGB" und "Custom-Color" im unteren Helligkeitsbereich auf. Veränderungen des Weißpunktes im Custom-Color-Modus zeigten keine negativen Auswirkungen, genau wie der Wechsel zwischen "PC"- und "MAC"-Gradation. Auf die Auswirkungen der 6-Achsen-Farbkontrolle werden wir später noch eingehen.

Nach der Softwarekalibrierung mit verschiedenen Kalibrationszielen verstärkte sich das Banding unterschiedlich: Die Tonwertverluste waren nach der Kalibration mit einer L*-Gradation für ECI-RGB 2.0 am größten. Das ist nicht weiter verwunderlich, da diese Gradation über das OSD nicht erreicht werden kann. Damit fallen die Korrekturen über die Grafikkarten-LUT in jedem Fall relativ stark aus. Zusätzlich war die Neutralität nach Einstellung von D50 als Weißpunkt über das OSD ein gutes Stück schlechter. Die Tonwertverluste nach Kalibration auf D65 und einer sRGB-Gradation bzw. einem Gamma von 2.2 waren deutlich geringer.

Eine leichte Zunahme des Bandings gegenüber dem Zustand vor der Kalibration war dennoch sichtbar. Korrekturkurven und später folgende Messergebnisse zeigen, dass auch dies vor allem der erreichten Ausgangsgradation geschuldet ist, die im verwendeten Custom-Color-Modus nicht ideal ausfällt.

Tonwerte sind in der Werkseinstellung ab der ersten Stufe sichtbar (die Testbilder werden ohne Farbmanagement angezeigt). Am anderen Ende des Helligkeitsspektrums sind die drei letzten Tonwerte nicht mehr differenzierbar. Dieser Differenzierbarkeitstest hat allerdings nur eine sehr beschränkte Aussagekraft. Die vorliegende Gradation, d.h. der Helligkeitsoutput je nach anliegendem Eingangssignal, kann nicht sinnvoll überprüft werden. Ein Bildschirm, der alle Tonwerte sichtbar anzeigt, kann trotzdem eine diesbezüglich stark "verbogene" Charakteristik aufweisen.

Die Differenzierung heller und dunkler Graustufen wurde mittels entsprechender Testbilder überprüft.

Die Ausleuchtung ist sehr gut. Über die gesamte Panelfläche treten keine störenden Wolkenbildungen oder Lichthöfe auf. Mit unrealistisch langer Belichtungszeit kann man Ansätze von Inhomogenitäten ausmachen, die im Realwelteinsatz aber absolut keine Rolle spielen. Die bei frontaler Betrachtung auftretenden Aufhellungen sind der Panelcharakteristik geschuldet.

Ausleuchtung des Monitors bei kurzer Belichtungszeit (links) und langer Belichtungszeit (rechts).

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