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TESTBERICHT: Eizo CG245W Teil 6


Eine Dithering-Stufe (FRC) in Scaler oder Panel sorgt für die geeignete Aufbereitung des monitorintern transformierten Signals, unabhängig davon, ob das Panel mit 8bit oder 10bit pro Kanal angesteuert wird. Auch die beiden bislang von uns getesteten Displays mit 10bit Panel (HP LP2480zx und LG W2420R) zeigten bei einer Zuspielung mit 8bit pro Kanal leichte Dithering-Effekte. Nur mit einem eingangsseitig vorliegenden 10bit Signal könnte bei diesen Geräten die FRC-Implementierung umgangen werden. Mangels geeigneter Grafikkarte haben wir die Zuspielung mit 10bit pro Kanal nicht getestet.

Testbild um Grauverläufe zu überprüfen.

In der Werkseinstellung, individuellen Einstellungen und den verschiedenen Bildmodi, konnten wir absolut kein Banding in Farb- und Grauverläufen ausmachen. Alles andere wäre, im Hinblick auf die Elektronik, auch eine Überraschung gewesen. Bei einer Softwarekalibrierung auf die Empfehlungen für AdobeRGB (Gamma 2.2) ändert sich an diesem Zustand nichts. Der Bildschirm verhält sich so neutral, dass kaum Korrekturen über die Grafikkarten-LUT notwendig sind.

Eine Kalibrierung mit einer Zielgradation von sRGB oder L* führen zu leichtem Banding im unteren Helligkeitsbereich. Hier macht sich der Umstand bemerkbar, dass über das OSD nur Gamma-Zahlwerte auswählbar sind. Die Gradation wird in diesem Fall über Änderungen in der Grafikkarten-LUT verlustbehaftet sichergestellt. Da die Software Color Navigator beiliegt, gibt es allerdings keinen Grund, eine Softwarekalibration mit Fremdsoftware durchzuführen.

Eine Hardwarekalibrierung mit Color Navigator führt, unabhängig vom Kalibrierungsziel, zu einem stets einwandfreien Ergebnis. Die LUT der Grafikkarte bleibt in diesem Fall völlig unangetastet.

Das verwendete FRC-Dithering vor der eigentlichen Panelansteuerung verhält sich unauffällig. Wie bei fast allen Geräten ist lediglich ein leichtes Grieseln in dunklen Tonwerten wahrzunehmen - falls man den Sichtabstand stark genug verringert.

Tonwerte sind in der Werkseinstellung (Gamma 2.2) ab der dritten Stufe sichtbar. Am anderen Ende des Helligkeitsspektrums sind die drei letzten Tonwerte nicht mehr differenzierbar. Die Auswahl des sRGB-Modus führt zu keiner sichtbaren Veränderung im unteren Helligkeitsbereich (die Testbilder werden ohne Farbmanagement angezeigt). Damit zeigt sich bereits an dieser Stelle, dass die sRGB-Gradation nicht erreicht wird.

Die Differenzierung heller und dunkler Graustufen wurde mittels entsprechender Testbilder überprüft.

Die Ausleuchtung ist absolut einwandfrei. Lichthöfe und andere Inhomogenität bleiben vollständig aus. Es braucht schon Aufnahmen mit sehr langer Belichtungszeit, um einen Hauch von Aufhellungen sichtbar zu machen. Der Schwarzpunkt liegt in der Werkseinstellung bei 0,15 cd/m². Angesichts der Leuchtdichte von gut 103 cd/m² zeigt auch der CG245W, dass im High-End Bereich ein möglichst hohes Kontrastverhältnis nicht das Maß der Dinge ist.

Ausleuchtung des CG245W

Der minimale Schwarzpunkt liegt, nach Messung durch das X-Rite DTP94, bei niedrigen 0,09 cd/m². Die Leuchtdichte von nun gut 56 cd/m² belegt, dass die Helligkeitsregelung komplett über die Hintergrundbeleuchtung realisiert wurde. Ein Absenken des Weißpegels findet nicht statt. Damit erreicht der Eizo CG245W im unteren Helligkeitsbereich deutlich bessere Kontrastwerte als der kürzlich getestete NEC PA241W.

Dafür ist die Maximalhelligkeit im direkten Vergleich zum NEC PA241W deutlich geringer. Wir messen bei einer Helligkeitseinstellung von 100 Prozent gut 252 cd/m² und erreichen damit nicht ganz die Werksangabe von 270 cd/m². Diese Abweichung kann durchaus dem Einsatz des "DUE", Eizos Kompensationsschaltung zur Verbesserung der Bildhomogenität, geschuldet sein. Die individuell eingemessene Funktion führt insgesamt zu einer Absenkung des Weißpegels, um Abweichungen anzugleichen. Im Gegensatz zu NECs ColorComp kann der Benutzer diese Funktion nicht beeinflussen bzw. deaktivieren. Ungeachtet dessen ist der Regelungsspielraum für Anpassungen an die jeweilige Umgebung groß genug. Es verbleibt auch ausreichend Reserve, um Helligkeitsverluste durch Alterung der CCFL-Röhren zu kompensieren.

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