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TESTBERICHT: LG Flatron W2220P-SF Teil 8


Profilgenauigkeit sRGB

Im kalibrierten Zustand überprüfen wir zunächst die Profilgenauigkeit. Geringe Abweichungen lassen, sofern das Messgerät exakt arbeitet, darauf schließen, dass die Monitorcharakteristik korrekt erfasst wurde und stabil bleibt. Das CMM (ColorManagementModule) farbmanagementfähiger Software kann damit möglichst (die Grenze setzt spätestens der Monitorfarbraum) ideal in Monitor-RGB transformieren. Steigen die Abweichungen zu einem späteren Zeitpunkt spürbar an, ist es Zeit für eine neue Kalibrierung und anschließende Profilierung.

Von den während der Kalibrierung durchgeführten Änderungen an Bildschirmeinstellungen und Grafikkarten-LUT (bzw. in diesem Fall Monitor-LUT), die zu einer neutralen Grauachse, gewünschter Gradation und Weißpunkt führen sollen, profitiert man auch in ungemanagten Umgebungen.

Wir beschränken uns nachfolgend auf das Monitorprofil, das im Rahmen der Kalibrierung auf die Empfehlungen für sRGB erstellt wurde. Nach Kalibrierung und Profilierung wurde aus der verwendeten Software heraus ein Profiltest durchgeführt, der den Ist-Zustand des Monitors mit den Transformationen vergleicht, die sich aus dem Monitorprofil ergeben.

Die Referenzwerte ergeben sich entsprechend aus dem Monitorprofil:

Parameter Ziel Erreicht
6493 6485
95.11 100.00 108.85 95.05 100.00 108.62
- 0,1698
0,19 0,0719
138,12 138,4
- -
- -
sRGB (~ Gamma 2,2) ~2,16 (avg.)

* CCT-Bezug

Die hohen Abweichungen im Rahmen der Profivalidierung sind zunächst irritierend. Der Ist-Zustand differiert also erheblich vom tatsächlichen Monitorzustand. Der Weißpunkt zeigt bereits, dass es keine starken Drifts sein können, die zu dem schlechten Ergebnis führen.

Um dem Problem näher auf den Grund zu gehen, haben wir die tatsächlichen XYZ-Normfarbwerte der Primärfarben normalisiert, mit Bradford nach D50 adaptiert und mit dem im Profil erfassten Normfarbwerten verglichen:

  Profil Tatsächlich DeltaE
0.44769 0.25302 0.03925 0.3212 0.1707 0.0145 9,3
0.36899 0.67055 0.12065 0.2470 0.4867 0.0749 10,3
0.14752 0.07643 0.66499 0.1033 0.0355 0.5259 7,6

* D50 Bezug

Das Problem ist mit dem im Custom-Color Modus des DELL U2410 vergleichbar. Die addierte Helligkeit der Primärfarben ergibt nicht 1, d.h. entspricht nicht der Helligkeit von Weiß (0,1707 + 0,4867 + 0,0355 = 0,6929). Im Rahmen der Profilierung werden diese Werte von der Software, ausgehend vom Weißpunkt, "zwangslinearisert". Damit stimmen sie nicht mehr mit den tatsächlichen Werten überein.

Der LG W2220p ist damit für die EBV, egal ob in einem gemanagten oder ungemanagten Workflow, absolut nicht geeignet. Wieso das Eingangssignal derartig verborgen werden musste, bleibt ein Rätsel.

Vergleich mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum unter Berücksichtigung des Monitorprofils

Kalibriert Ziel Erreicht
D65 (6502) 6543
95.04 100.00 108.88 95.74 100.00 110.74
- 1,6579 (D65)
- (0,08) 1,5165
140 138,4
Nativ 0,17
Nativ 814
sRGB (~ Gamma 2,2) ~2,1846 (avg.)

* CCT-Bezug

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