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TESTBERICHT: LG Flatron W2363D Teil 5


Neben den üblichen Grundeinstellungen für Helligkeit und Kontrast kann man hier auch die Einstellungen Gamma und Schwarzwert verändern. Der Gammaregler sollte allerdings nur unter Einsatz eines Kolorimeters benutzt werden. Der Schwarzwert kann nur bei HDMI eingestellt werden, „hoch“ steht hierbei für RGB 16 und „tief“ für RGB 0.

Auch das Farbmenü überrascht angenehm: neben der freien Farbeinstellung mit separaten RGB-Reglern werden 5 Presets mit unterschiedlichen Farbtemperaturen angeboten. Drei davon sind mit sRGB, 6500K und 9300K aussagekräftig bezeichnet. Wie sich sRGB und 6500K unterscheiden und ob die Farbtemperaturangaben zutreffen, wird die Kalibrierung zeigen. Verschiedene selbst erstellte User-Presets kann man leider nicht speichern.

Links: Menü Farben, DVI; rechts: Menü Farben, zusätzlich bei HDMI.

Im Farb-Menü erkennt man dann, warum LG die HDMI-Eingänge im Handbuch mit dem Hinweis "für AV-Geräte optimiert, keine Unterstützung für PC" versieht: ein detailliertes Farbmanagement ist nur am DVI-Eingang möglich. Für die HDMI-Eingänge sind dagegen nur die beiden Einstellungen "Farbton" und "Sättigung" vorgesehen. Es empfiehlt sich daher, den Monitor immer per DVI mit dem PC zu verbinden, selbst wenn der PC einen HDMI-Ausgang haben sollte.

Bildqualität

Im LG W2363D kommt ein mattes TN-Panel mit 0,265 mm Pixelgröße zum Einsatz. Subjektiv wirkt die unkalibrierte Bildqualität für diesen Paneltyp zunächst nur befriedigend. Farben erscheinen sehr kräftig bei übersteigertem Kontrast. Der horizontale und vertikale Blickwinkel erscheint sehr beschränkt wie bei den meisten TN-Bildschirmen dieser Größe, außerdem wird das Bild sehr schnell gelbstichig. Vor allem beim Blick von der Seite oder von unten erreicht der Farbeindruck bei weitem nicht die Qualität eines Panels mit VA- oder IPS-Technologie.

Technologiebedingt erreichen TN-Panels zudem nur sechs Bit Farbtiefe, weshalb die nicht unterstützten Farben durch Dithering simuliert werden müssen. Je nach der Qualität der Implementierung können so trotz der beschränkten Farbtiefe dennoch mehr oder weniger gleichmäßige Farbverläufe erzielt werden. Gelingt das Dithering eher schlecht, werden Muster im Bild oder Farbflimmern erkennbar.

Auflösung

Die Auflösung des W2363D erreicht mit 1.920 x 1.080 Punkten den aktuellen Standardwert für 16:9-Panels mit 23 Zoll Größe. Diese native Auflösung reicht für die Filmbetrachtung mit Full HD. Auch die beiden HDMI-Eingänge unterstreichen die Eignung als Display für HD-Zuspieler wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen.

Beim Reset im OSD stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 100 Prozent (H100), Kontrast 70 Prozent (K70), Farbpreset 6500K. Diese Werte wurden zunächst für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet. Wie schon beim W2363V zeigte sich, dass mit der etwas abgesenkten Kontrasteinstellung 60 (K60) bessere Ergebnisse erzielt wurden, wenn auch zum Preis von etwas Verlust an maximaler Helligkeit.

Graustufen

Der Grauverlauf ist in der Einstellung K60 einwandfrei: weder Banding noch Überstrahlen in den hellsten Stufen sind zu beobachten.

Mit K60 gibt es kein Banding und kein Überstrahlen in hellen Bereichen.

Auch bei der Graustufendarstellung schneidet der W2363D für ein TN-Panel einigermaßen gut ab: die fünf dunkelsten Werte werden verschluckt, von den hellsten Werten die letzten vier.

Die Differenzierung von hellen und dunklen Graustufen gelingt für ein TN-Panel einigermaßen gut.

Der Eindruck mit bloßem Auge hängt allerdings sehr stark vom vertikalen Blickwinkel ab: schon wenige Grade ober- oder unterhalb der Horizontalen entscheiden über die Erkennbarkeit von vier der hellsten bzw. dunkelsten Werte. Der Bildeindruck bei großem Tonumfang wird also von der relativen Kopfposition und kleinen Bewegungen sehr stark beeinflusst. Ein Invertieren der nicht mehr differenzierten Graufelder konnte aber nicht beobachtet werden.

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