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TESTBERICHT: LG Flatron W2363D Teil 6


Film- und Spielszenen wird dieses - für TN-Panels recht typische - Gesamtverhalten nicht übermäßig beeinträchtigen, solange man einigermaßen zentral vor dem Monitor sitzen kann. Für die digitale Fotobearbeitung auch im Amateurbereich ist es dagegen ein sehr großes Handicap.

Die Ausleuchtung des Displays bei einem vollkommen schwarzen Testbild gelingt beim W2363D etwas besser als beim W2363V: am oberen Bildrand zeigen sich etwas schwächere Lichthöfe, am unteren deutliche. Wenn man von oben oder von der Seite auf das Display schaut, kommt ein grauer und etwas fleckiger Schimmer hinzu, der sich über die gesamte Panelfläche erstreckt. Die Ausleuchtung bei dunkler Panelfläche hinterlässt einen etwas ungleichmäßigen Eindruck.

Die Ausleuchtung ist etwas ungleichmäßig.

Farbstufen

Die möglichen Farbstufen von 0 bis 255 differenziert der LG W2363D bei Rot, Blau und Grün übereinstimmend nur im Bereich von 8 bis 240. Ein gleichmäßig in sehr hellem Grün oder Blau eingefärbter Bildschirmhintergrund erscheint viel weißer, als es dem Farbwert entspräche. Zudem ist die Darstellung bei den niedrigsten und den höchsten Farbstufen wieder sehr stark vom Blickwinkel abhängig und erscheint dadurch extrem ungleichmäßig.

Während des Testverlaufs entsteht der Eindruck, dass der beste Blickwinkel bei etwa 5 Grad von oben betrachtet liegt. Eine optimale Betrachtungsposition kann eigentlich nicht gefunden werden, da sich der Bildeindruck schon bei kleinsten Bewegungen in alle Richtungen verändert.

Schwarzwert

Eine Schwäche der TN-Technik ist der Schwarzpunkt. Beim W2363D ist das Ergebnis mit 0,46 cd/m² in Werkseinstellung (H100 / K70) angesichts der enormen Maximalhelligkeit von 400 cd/m² als gut zu werten. Aufgrund der hohen Maximalhelligkeit ergibt sich ein sehr guter statischer Kontrastwert von fast 900:1.

Helligkeit

Helligkeitsregler [%] Kontrastregler [%] Hersteller [cd/m²] Leuchtdichte [cd/m²] Schwarzwert [cd/m²] max. Kontrast [n:1]
100 70 300 402 0,46 874
50 70 k.A. 243 0,27 900
0 70 k.A. 70 0,09 777

Das Datenblatt des W2363D gibt eine maximale Helligkeit von 300 cd/m² an. In der Werkseinstellung H100 / K70 konnten wir diese Angabe mit gemessenen 402 cd/m² in der Bildschirmmitte erheblich übertreffen. Eine arbeitsplatzgerechte Leuchtdichte von 140 cd/m² ergibt sich in der Einstellung H23. Wird der Helligkeitsregler auf 0 Prozent eingestellt, messen wir noch eine Mindesthelligkeit von 70 cd/m².

Mit der Kontrasteinstellung K60 sinkt die gemessene Leuchtdichte um etwa 10 Prozent ab. 140 cd/m² werden in der Einstellung H28 erreicht. Die tatsächlich erzielbare Leuchtdichte hängt somit sowohl vom Helligkeits- als auch vom Kontrastregler ab. Da auch der Schwarzwert nahezu linear von der eingestellten Helligkeit abhängt, wird auch mit K60 über einen sehr weiten Helligkeitsbereich ein hervorragender Kontrastwert von rund 800:1 erreicht.

Daraus ergibt sich für den LG W2363D ein enormer Regelungsbereich für die Leuchtdichte von 332 cd/m². Die untere Helligkeitsgrenze ist niedrig und nur in Ausnahmefällen nutzbar. Der obere Wert ist für den PC-Betrieb weit mehr als ausreichend, und sogar für die Betrachtung von Filmen in taghellen Räumen sehr gut geeignet.

Bei den Messungen zeigte sich ferner, dass der LG W2363D ebenso wie der W2363V auf Änderungen des Helligkeitsreglers mit deutlicher Verzögerung reagiert. Über 2 Minuten kann es dauern, bis die letzten 5 % eines Messwertes stabil sind.

Helligkeitsverteilung

Wir untersuchen Helligkeitsverteilung und Bildhomogenität an einem weißen Testbild, das wir an 15 Punkten vermessen. Daraus berechnen wir die Helligkeitsabweichung in Prozent und die Homogenität in DeltaE, jeweils bezogen auf den Wert in der Bildmitte. Für das DeltaE liegt die Wahrnehmungsschwelle bereits bei etwa 0,5. Ab einem Wert von 4,0 ist mit größeren Farbstichen zu rechnen.

Links: Gemessene Helligkeitsverteilung, rechts: Homogenität eines weißen Testbilds.

Die gemessene mittlere Leuchtdichteabweichung liegt bei 7 Prozent unter dem Bezugswert in der Bildmitte. Hohe Abweichungen treten im linken Fünftel sowie am unteren Rand auf; dies betrifft also fast die halbe Schirmfläche. Bei der Homogenität verhält sich der Bildschirm auf mittlerer Höhe recht neutral, zum unteren oberen und vor allem zum oberen Rand hin nehmen die Farbabweichungen über die ganze Breite aber deutlich zu.

Subjektiv beurteilt fällt nur die nachlassende Helligkeit auf der linken Seite etwas auf. Dieses Ergebnis ist für ein preiswertes TN-Panel durchschnittlich.

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