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TESTBERICHT: LG Flatron W2363V Teil 11


Sound

Der LG W2363V hat zwar Audio-Anschlüsse, verfügt aber aus unverständlichen Gründen nicht über eingebaute Lautsprecher. Das eingespeiste Tonsignal wird zum einen über die linksseitig eingebaute Kopfhörerbuchse wieder ausgegeben, zum anderen lediglich zur Ansteuerung der optischen Effekte genutzt.

Die Lautstärke am Kopfhörerausgang kann nur im SETUP-Menü geregelt werden, was wir als ziemlich umständlich empfinden: sechs Klicks sind nötig, um bis zum Regler zu gelangen. Im PIP-OSD kann man die Mischung der beiden Tonsignale von Haupt- und Kleinbild vorgeben.

Interpolation

Das OSD des LG W2363V bietet drei Einstellungen für das Bildformat: 1:1, seitengerecht und bildfüllend.

Unser Test zeigte, dass sich der Monitor meistens an diese Vorgaben hält. In der Einstellung 1:1 kann so ziemlich jedes Bildformat mit weniger als der nativen Auflösung pixelgenau und mit den entsprechenden Zentrierbalken dargestellt werden. In den Einstellungen Vollbild und vor allem Auto gibt es aber Ausnahmen vor allem bei jenen Frequenzen, die zwar dargestellt werden, aber nicht im Handbuch zu finden sind. Beispielsweise lässt sich die Auflösung 1.360 x 768 nicht bildfüllend darstellen, die seitengerechte Darstellung ist nicht korrekt, wohl aber die pixelgenaue.

Auch mit sehr niedrigen Auflösungen wie 800 x 600 und 640 x 480 synchronisiert der W2363V noch, die Anzeige von Bootvorgängen, BIOS Menüs etc. macht keine Probleme.

Entscheidend für die optimale Darstellung aller Bildformate ist die korrekte Einstellung der Bildschärfe. Standardmäßig ist der Schärferegler im OSD-Menü GLEICHLAUF auf Stufe 5 gestellt. Ein wesentlich besserer Schärfeeindruck wird allerdings in Stufe 3 erzielt. Bei kleineren Einstellungen werden die einzelnen Pixel zu stark aufgefüllt, bei Werten über 4 stellen sich dagegen weiße Höfe um die Pixel ein.

Interpolation Text

In der nativen Auflösung 1.920 x 1.080 sowie bei pixelgenauer Einstellung (ARC = 1:1) ist die Lesbarkeit von Texten bei Schärfeeinstellung 3 sehr gut. In allen anderen Auflösungen entstehen zwangsläufig Interpolationsartefakte.

Breitbildformate:

Native Auflösung des LG W2363V.

Links: 1.680 x 1.050 und rechts: 1.280 x 960.

Die Aufnahmen wurden in der Einstellung "Vollbild" gemacht. Die Breitbildformate 1.440 x 900 und 1.360 x 768 sind nicht abgebildet, weil sie nur in der 1:1-Darstellung sinnvoll wiedergegeben werden konnten.

4:3-Formate:

Es macht keinen Sinn, ein 4:3 Bildformat wie 1.024 x 768 auf 16:9 gestreckt darzustellen. Daher werden hier die Formate 1.280 x 1.024 und 1.024 x 768 im wesentlich besser geeigneten Modus "seitengerecht" dargestellt.

Links: 1.280 x 1.024 und rechts: 1.024 x 768.

Wie die Bilder zeigen, ist die Textdarstellung in den interpolierten Auflösungen im Vergleich zu aktuellen LCD-Monitoren teils gut, teils nur befriedigend. Ohne Anpassung des Bildschärfereglers im OSD wäre das Ergebnis nur als ausreichend zu bewerten.

Interpolation Spiele

Computer mit aktueller Onboard-Grafik oder mit einer älteren Grafikkarte sind mit der nativen Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln häufig überfordert. Gute Detaillierungsgrade sind in diesen Fällen nur bei kleineren Auflösungen erreichbar. Die Interpolationsleistung des Monitors ist deshalb für viele Spieler sehr wichtig. Interessant ist natürlich auch die pixelgenaue 1:1-Darstellung kleinerer Auflösungen, die der W2363V in Originalgröße ohne interpolationsbedingte Verluste anzeigen kann.

Nach den Ergebnissen der Interpolation bei Texten erwarten wir auch bei Spielen nur durchschnittliche Interpolationsleistungen. Wir haben uns eine Szene aus "Dead Space" von Electronic Arts in verschiedenen Auflösungen angeschaut.

Links: native Auflösung 1.920 x 1.080 Pixel. Rechts: interpoliert auf 1.280 x 960 Pixel.

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