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TESTBERICHT: LG Flatron W2363V Teil 15


Fazit

Der LG W2363V beeindruckt auf den ersten Blick mit seinem ebenso ungewöhnlichen wie eleganten Design. Völlig unsichtbar integrieren sich die berührungssensitiven Bedientasten in die weiß gehaltene Vorderansicht. Pfiffig und praktisch wurden die Anschlüsse für Kopfhörer und HDMI-Konsole oder Player in die Seitenwand des Monitors integriert. Gleich drei digitale Eingänge unterstreichen seine Eignung als HD-fähiges Multimedia-Display.

Doch leider verfliegt die erste Begeisterung schnell. Vor allem das Display enttäuscht durch seine übermäßige Blickwinkelabhängigkeit, das können heute viele TN-Panels deutlich besser. Die Graustufendarstellung ist noch stimmig, aber die Wiedergabe der hellsten Farbtöne geht zu schnell ins Weiße über. Die auffälligen Lichthöfe bei dunklen Bildinhalten und die ungleichmäßige Ausleuchtung verstärken den letztlich eher enttäuschenden Bildeindruck noch. Darüber hinwegtäuschen kann auch der hervorragende Kontrast von über 1.000:1 und die sehr gut entspiegelte Paneloberfläche nicht mehr.

Gamer werden besonders auf den sogenannten Thru-Mode achten, der die monitorinternen Bildspeicherzeiten eliminieren soll - und auch sie werden enttäuscht: selbst im Thru-Mode bleibt eine Latenzzeit von einem Bild, im Normal-Modus sind es deren sogar zwei. Das reicht dann nur für Hobbyspieler-Qualitäten. Erfreulich ist allerdings die eher seltene Fähigkeit, nahezu jede übliche Auflösung pixelgenau 1:1 darzustellen. Dies ist auch wichtig, weil die Interpolationsleistung bei nicht-nativen Auflösungen im Mittel nur befriedigend ausfällt. Dafür ist die Reaktionszeit gut, wie bei allen Monitoren dieser Klasse.

Im Videobetrieb werden Bildfrequenzen von 50 und 60 Hz judderfrei dargestellt, das Deinterlacing bei Halbbildmaterial ist befriedigend. Die 24p-Wiedergabe für Filme fehlt leider, dafür wird sich mancher Videofan tagsüber über die maximalen 290 cd/m² freuen. Wenn man Videos nicht vom PC aus über DVI zuspielt, sind die Skalierungsmöglichkeiten sehr einfach gehalten, und die Interpretation der Videosignale an den HDMI-Eingängen ist auf AV-Quellen beschränkt. Das eingespeiste Audiosignal schließlich kann der Monitor zwar für ebenso nette wie überflüssige Lichteffekte nutzen - doch wo sind die Lautsprecher?

Enttäuschend fällt nicht zuletzt auch der Standfuß aus. An Verstellbarkeit bietet er nur die Neigung nach hinten und ein wenig nach vorne - das war's schon mit der Ergonomie. Knarzende Geräusche, ein schwankendes Display und dünnes Plastik hinterlassen den Eindruck einer extrem billigen Konstruktion. Schade, dass sich hinter der wunderschönen Fassade des W2363V so wenige echte Qualitäten verbergen.

Gesamturteil: AUSREICHEND

Technische Spezifikationen: LG W2363V

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