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TESTBERICHT: LG Flatron W2420R Teil 6


Der LG W2420R zeigt im Praxistest kein auffälliges, spatiales Dithering. Minimales "Grieseln" in dunklen Tonwerten entlarvt, bei genauem Hinschauen in abgedunkelter Umgebung, eine FRC-Schaltung. Diese Artefakte bleiben dabei überwiegend auf dem üblichen Niveau anderer Bildschirme mit entsprechender Elektronik. Einen Ausreißer konnten wir bei einem bestimmten Blauton ausmachen, bei dem es zu sichtbarem Bildflimmern kam. Obwohl davon nur wenige Tonwerte betroffen sind, sollte das eigentlich nicht passieren. Insgesamt schneidet der LG W2420R in Bezug auf Artefakte durch Dithering aber besser ab als der HP LP2480zx.

In der Werkseinstellung konnten wir kein Banding in Grau- und Farbverläufen ausmachen. Die beiden farbraumbegrenzenden Bildmodi zeigten ein ähnlich gutes Bild. Selbst mit scharfem Blick konnten nur absolut vereinzelt zusammenfallende Tonwerte festgestellt werden. Gleiches können wir auch für den Zustand nach der Hardwarekalibrierung attestieren. Die Grafikkarten-LUT wird hier nicht für Korrekturen im Rahmen der Kalibration verwendet. Eine Softwarekalibrierung auf die Empfehlungen für AdobeRGB (Weißpunkt: D65, Gamma: 2,2) führt zu geringem Banding, das sich bei der Kalibrierung auf die Empfehlungen für sRGB und ECI-RGB (Gamma: sRGB bzw. LStar) etwas verstärkt. Da über das OSD des Bildschirms nur Zahlwerte für das Gamma möglich sind, ist dieser Effekt nicht weiter verwunderlich. Trotzdem liegen die Ergebnisse noch absolut im grünen Bereich. Der LG W2420R verhält sich also ab Werk schon erfreulich neutral.

Der positive Eindruck setzt sich bei der Ausleuchtung fort. Hier können wir ausschließlich Positives vermelden: Unschöne Aufhellungen oder Wolkenbildungen blieben bei unserem Testgerät vollständig aus. Selbst Aufnahmen mit langer Belichtungszeit zeigen ein homogenes Bild. Der Schwarzpunkt liegt in der Werkseinstellung bei 0,26 cd/m². Das klingt noch nicht besonders eindrucksvoll, relativiert sich aber, wenn man die hohe Displayhelligkeit von 235 cd/m² berücksichtigt.

Den minimalen Schwarzpunkt können wir nicht mehr mit dem EyeOne Pro ermitteln, da es unter 0,2 cd/m² keine verifizierbar korrekten Werte mehr liefert. Das DTP94 misst sehr gute 0,04 cd/m² bei einer Helligkeit von 36 cd/m².

Bei der für die meisten Umgebungen ausreichenden Helligkeit von 140 cd/m² messen wir einen Schwarzpunkt von 0,16 cd/m². Dieser Wert liegt im Hinblick auf den Schwarzpunkt bei 0 und 100 Prozent Helligkeit ziemlich genau im Rahmen der Erwartungen bei ausschließlicher Helligkeitsregelung über das Backlight.

Ausleuchtung des Monitors bei: 3 Sekunden Belichtungszeit (links) und 10 Sekunden Belichtungszeit (rechts).

Helligkeitsverteilung

Ein Blick auf die Helligkeitsabweichungen zeigt, dass LG beim W2420R sicherlich eine Kompensationsschaltung implementiert, die die Bildhomogenität über die Angleichung einzelner, während der Produktion ausgemessener, Bildsegmente verbessern soll. Die hervorragenden Ergebnisse lassen in jedem Fall keinen anderen Schluss zu. Zwar verringert man durch Anpassung des Weißpegels den maximalen Kontrast, aber die Schaltungen von NEC ("ColorComp") und Eizo ("DUE") haben bereits bewiesen, dass der Nutzen deutlich überwiegt.

Wir ermittelten im Test eine durchschnittliche Helligkeitsabweichung von gerade einmal 1,6 cd/m². Zum oberen Bildrand beträgt die maximale Abweichung 4 Prozent und in Richtung unterer Bildrand werden maximal 2 Prozent erreicht. Im zentralen Blickfeld verringert sich der Durchschnittswert auf gerade noch 1,2 Prozent.

Nach einer Kalibrierung mit einem Zielgamma von 2,2 wird dieser Wert über Panelfläche und kompletten Helligkeitsbereich stabil eingehalten. Einen Farbstich konnten wir zu keiner Ecke oder Seite hin ausmachen. Zur linken Seite hin steigt der Rotanteil minimal an, was aber keine Auswirkungen auf den Realwelteinsatz hat.

An 15 Messpunkten wurden die Helligkeitswerte (linkes Bild) und die korrelierte Farbtemperatur (rechtes Bild) ermittelt.

Das maximale Kontrastverhältnis gibt LG für den W2420R mit 1.000:1 an. In der Werkseinstellung messen wir mit gut 900:1 einen etwas geringeren aber dennoch sehr ansprechenden Wert, der über den gesamten Helligkeitsbereich nicht bzw. nur unwesentlich unterschritten wird. Damit findet eine Regulation der Leuchtdichte auch beim LG W2420R nur über Intensitätsveränderungen des Backlight statt. Eine Absenkung des Weißpegels ist nicht zu beobachten.

Die Differenzierung heller und dunkler Graustufen wurde mittels entsprechender Testbilder überprüft.

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