Grafik Grafik Grafik Grafik
image
Grafik Grafik Grafik Grafik

TESTBERICHT: LG Flatron W2443T Teil 8


Blickwinkel

LG verbaut beim W2443T ein TN-Panel. Diese Displayart hat seit der Einführung einen relativ schlechten Ruf, wenn es um das Thema Blickwinkel geht. TN-Panel neigen bei seitlicher Betrachtung schnell zu Kontrastverlust und Farbverfälschungen. Ein Betrachtungswinkel nach unten zeigt meist ein sehr schnell dunkel werdendes Bild. Bei der Betrachtung von oben neigen vor allem neuere TN-Panel dazu, Grautöne zu invertieren.

Meist erkennt man schon aus normaler Sitzposition Abweichungen über den Verlauf des Bildes. Eine leicht erhöhte Sitzposition ermöglicht in vielen Fällen das beste Ergebnis.

Blickwinkelübersicht des LG W2443T-PF.

Auffallend ist bei seitlichem Betrachtungswinkel ein nach rot-orange kippender Farbton speziell bei hellen Bildinhalten. Bei der Betrachtung von oben stellt sich erstaunlich schnell der berüchtigte Negativeffekt gerade bei Grau-Tönen ein. Aber auch Weiß-Töne neigen zum Invertieren. Schrift ist dann teilweise nur noch schwer vom Hintergrund zu unterscheiden.

Erstaunlicherweise zeigt sich das Display bei zunehmendem Blickwinkel von unten verhältnismäßig neutral. Zumal das Bild bei frontaler Betrachtung etwa gleich gut aussieht wie bei der bekannten, leicht erhöhten Sitzposition.

Insgesamt bietet der W2443T eine für TN-Verhältnisse einen erstaunlich guten Blickwinkel mit einem gut nutzbaren Bereich gerade in der vertikalen Achse.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben im Folgenden den LG W2443T-PF bezüglich seiner Farbechtheit überprüft und getestet, wie gut sich der TFT-Monitor kalibrieren lässt. Die Ergebnisse sind hauptsächlich für die Grafik- und Fotobearbeitung interessant. Für den Office-Betrieb und Spiele sind sie größtenteils vernachlässigbar, da bei diesen Anwendungen der subjektive Eindruck überwiegt.

Zunächst haben wir den maximalen Farbraum des TFTs ermittelt und einerseits mit dem Druckfarbraum ISOcoated und andererseits mit dem sRGB-Farbraum verglichen. Den Vergleich mit AdobeRGB und ECI-RGB 2.0 führen wir nur bei Bildschirmen durch die über einen erweiterten Farbraum verfügen. Dies ist beim W2443T nicht der Fall.

Farbraumvergleich

sRGB ist gewissermaßen der kleinste gemeinsame Nenner für das Zusammenspiel verschiedener Eingabe- und Ausgabegeräte im Consumerbereich. Zudem geht Windows von sRGB aus, wenn zu einem Gerät oder einer Grafikdatei kein Farbprofil vorliegt.
Viele Farbdrucker arbeiten auf Normalpapier mit dem sRGB-Profil. Auch deshalb ist der sRGB-Farbraum im Gegensatz zum ISOcoated-Druckfarbraum für "Normalanwender" von Bedeutung.

Interessant ist der Vergleich zum ISOcoated-Farbraum des Offset-Drucks, da dieser in der Regel dem Mindesten entspricht, was aktuelle Tintenstrahldrucker bewältigen können. Viele moderne Tintenstrahldrucker und Druckverfahren decken darüber hinaus einen noch größeren Bereich ab.

3D-Farbraumvergleich

Wie gut der LG W2443T-PF diese Farbräume abdeckt, sollen die nachfolgenden 3D Diagramme verdeutlichen.

Erläuterung der 3D Ansichten: Das schwarze Gitter stellt den jeweiligen Standard-Farbraum dar, das weiße den Monitorfarbraum. Die tatsächliche Schnittmenge beider Farbräume macht der bunte Würfel kenntlich. Der Monitorfarbraum kann den tatsächlichen Farbraum dann nicht mehr darstellen, wenn das schwarze Gitter aus dem Würfel herausragt. Wenn der Monitorfarbraum größer ist als der jeweilige Standardfarbraum, so ragt das weiße Gitter aus dem Würfel heraus.

Die Farbraumansicht wurde anhand des während der Profilierung erstellten ICC-Matrix-Profils mit dem Programm ICC3D generiert. Es berechnet für die Aufbereitung eine Vielzahl von Stützstellen aus den vorhandenen Parametern (in erster Linie die Normfarbwerte der Primärfarben und die Gradation für jeden Farbkanal). Durch die Kalibrierung auf den für den jeweiligen Arbeitsfarbraum empfohlenen Weißpunkt, der aber keine zwingende Vorgabe darstellt, wird der Farbraum gegenüber der Werkseinstellung etwas eingeschränkt bzw. verändert (umso stärker, je weiter die Intensität der Farbkanäle reduziert werden musste).

Die Abweichungen zu den durch den UGRA-Test ermittelten Abdeckungen kommen dadurch zustande, dass die dort vermessenen Tonwerte im Hinblick auf ein maximales DeltaE (originäre Definition von 1976) von 5 ausgewertet werden. Eine hier ermittelte Abdeckung von 100 Prozent führt daher nicht zwangsläufig zu einer vollständigen Abdeckung des angegebenen Referenzfarbraumes.

ISOcoated: 93,6 % Abdeckung

3D-Ansicht des abgedeckten ISOcoated Farbraumes.

 << < 8 9 10 11 12 13 14 15 > >>

Keine Kommentare vorhanden


Anzeigen
© 2002 - 2017 PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG | Alle Rechte vorbehalten! | Impressum | Datenschutzerklärung
Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
PRAD übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten!
Hinweis: Unsere Internetseite wird mit aktiviertem Adblocker teilweise nicht korrekt angezeigt!