Grafik Grafik Grafik Grafik
image
Grafik Grafik Grafik Grafik

TESTBERICHT: NEC PA241W Teil 7


Screenmanager

Dem NEC PA241W liegt keine Screenmanager-Software bei. Die kostenlos über die NEC-Webseite zu beziehende Software "MultiProfiler" erfüllt allerdings diesen Zweck, weil hier alle wichtigen Parameter beeinflusst werden können.

Bildqualität

Das P-IPS Panel von LG wird im NEC PA241W von einer sehr leistungsstarken Elektronik mit den notwendigen Bilddaten versorgt. Einziger Wermutstropfen bleibt, wie bei fast allen aktuellen IPS-Varianten, der Verzicht auf den A-TW Polarisator. Er verhindert das Aufscheinen dunkler Tonwerte aus dem Winkel, wird aber von LG nicht mehr hergestellt.

Programmierbare 14bit 3D-LUT und interne Rechengenauigkeit von 16bit versprechen sehr gute Ergebnisse im Rahmen einer Hardwarekalibrierung. Durch die umfangreichen Bordmittel lässt sich diese Hoffnung aber auch auf eine einfachere Softwarekalibrierung übertragen. Gerade für Benutzer in Europa ist das wichtig, weil NEC hier offiziell die separat verkaufte SpectraView-Reihe für eine Hardwarekalibrierung vorsieht.

Über den DisplayPort-Eingang kann ein Signal mit 10bit pro Kanal zugespielt werden. Voraussetzung ist eine geeignete Grafikkarte und Unterstützung durch Betriebssystem, Treiber und Anwendung. Im Gegensatz zu den meisten anderen Displays mit DisplayPort-Eingang, wird vermutlich auch das Panel selbst mit bis zu 10bit angesteuert. Für die Zuspielung eines Signals mit 8bit pro Kanal macht das keinen Unterschied: Eine Dithering-Stufe (FRC) in Scaler oder Panel sorgt für die geeignete Aufbereitung des monitorintern transformierten Signals. Mit einem eingangsseitig vorliegenden 10bit Signal, könnte dieser Schritt umgangen werden. Mangels geeigneter Grafikkarte konnten wir das aber nicht testen.

Testbild um Grauverläufe zu überprüfen.

In der Werkseinstellung und den verschiedenen Bildmodi (auch bei Nutzung der Farbraumemulation und Veränderung von Farbtemperatur und Gradation) konnten wir absolut kein Banding in Farb- und Grauverläufen ausmachen. Damit liefert die Elektronik des NEC PA241W erwartungsgemäß ein sehr gutes Ergebnis. Auch nach der Softwarekalibrierung auf die Empfehlungen für sRGB, AdobeRGB und ECI-RGB 2.0 trat faktisch kein Banding auf. Der Tonwertumfang bleibt also gegenüber dem Ausgangssignal faktisch unverändert. Das ist nicht zuletzt dem Gamma-Regler zu verdanken, der auch eine Auswahl von von sRGB- und L*-Gradation erlaubt. Gleichzeitig zeigt dieses Ergebnis, dass der NEC PA241W sich erfreulich neutral verhält, da diesbezüglich kaum verlustbehaftet über die Grafikkarten-LUT eingegriffen werden muss.

Auch der NEC PA241W zeigt in dunklen Tonwerten ein leichtes Grieseln, das auf die implementierte FRC-Dithering-Stufe hinweist. Diese Effekte bleiben aber im Rahmen der bislang getesteten Bildschirme mit entsprechender Elektronik.

Tonwerte sind in der Werkseinstellung (Gamma 2.2) ab der vierten Stufe sichtbar. Am anderen Ende des Helligkeitsspektrums sind die drei letzten Tonwerte nicht mehr differenzierbar. Die Auswahl des sRGB-Modus sorgt durch die entsprechende Gradation für eine Sichtbarkeit aller dunklen Tonwerte.

Die Differenzierung heller und dunkler Graustufen wurde mittels entsprechender Testbilder überprüft.

Die Ausleuchtung ist fast über die gesamte Panelfläche sehr homogen. Nur eine leichte Aufhellung zeigt sich am oberen, rechten Bildschirmrand. Eine störende Wolkenbildung bleibt völlig aus. Der Schwarzpunkt liegt in der Werkseinstellung bei 0,28 cd/m². Angesichts der hohen Displayhelligkeit von 247 cd/m² ist das sehr ordentlich.

Der minimale Schwarzpunkt liegt, nach Messung durch das X-Rite DTP94, bei 0,15 cd/m². Das ist inzwischen zwar kein herausragend guter Wert mehr, liegt aber im Bereich der Vorgängermodelle aus der "90er-"Reihe. NEC hat hier nie auf einen besonders guten Schwarzwert hin optimiert. Das Ende des Regelungsbereichs der Hintergrundbeleuchtung ist deutlich vor der minimalen Helligkeitseinstellung erreicht. Je nach gewählter Stufe der Kompensationsschaltung zur Verbesserung der Bildhomogenität (ColorComp) und gewähltem Bildmodus, liegt die Grenze zwischen 80 cd/m² und 140 cd/m². Der Zusammenhang wird klar, wenn man sich verdeutlicht, dass im Zuge der Kompensierung der Weißpegel insgesamt sinken muss, um dunklere Segmente "einzupassen".

Die maximale Helligkeit liegt bei knapp 405 cd/m² und erreicht damit die Werksangabe sehr genau. Aufgrund der absoluten Festlegung der Leuchtdichte über das OSD, ist das auch wichtig. Auch die minimale Helligkeit entspricht mit gut 39 cd/m² der Vorgabe von 40 cd/m². Gleiches gilt für beliebige Zwischenwerte. Die im OSD getroffene Auswahl wird dabei in jedem Fall erreicht. Für die Verwendung von ColorComp bedeutet dies, dass diese Funktion schrittweise zurückgesetzt wird (ohne allerdings den OSD-Wert zu verändern), falls die gewünschte Leuchtdichte anders nicht erreicht werden kann. In diesem Fall färbt sich die Anzeige der Leuchtdichte Magenta. Dieser Steuerungsmechanismus führt zu dem stufigen Kontrastverlauf in der zweiten Grafik unten.

Das maximale Kontrastverhältnis liegt laut NEC für den PA241W bei 1.000:1. In der Werkseinstellung messen wir mit 882:1 einen etwas niedrigeren Wert, der aber immer noch voll im grünen Bereich liegt. Das konkrete Kontrastverhältnis ist beim NEC PA241W großen Schwankungen unterworfen. Das liegt vor allem an der flexiblen Konfiguration von ColorComp und dem zwangsweise Absenken des Weißpegels bei Unterschreitung des Regelungsbereichs der Hintergrundbeleuchtung.

 << < 7 8 9 10 11 12 13 14 > >>

Keine Kommentare vorhanden


Anzeigen
© 2002 - 2017 PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG | Alle Rechte vorbehalten! | Impressum | Datenschutzerklärung
Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
PRAD übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten!
Hinweis: Unsere Internetseite wird mit aktiviertem Adblocker teilweise nicht korrekt angezeigt!