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TESTBERICHT: Philips 225P1ES Teil 7


Die Farbabweichung in DeltaC.

Wie schon vermutet treten sowohl in der Helligkeit als auch in der Farbdarstellung deutliche Inhomogenitäten auf. Für die semiprofessionelle Grafikbearbeitung ist der Monitor aus diesem Gesichtspunkt also nicht zu empfehlen, bei Office und Spielen hingegen stört es kaum.

Bildmodi

Wie bereits in der Vorstellung des OSD erwähnt, kann man per Knopfdruck zwischen einigen Bildmodi wählen, die die Darstellung an den Bildinhalt anpassen sollen. Einen großen praktischen Nutzen hat dieses Feature allerdings nicht.

Der Sparmodus setzt lediglich die Backlighthelligkeit auf 70 Prozent herab – in der Praxis wird man ohnehin mit heruntergedimmtem Backlight arbeiten und dabei noch deutlich weniger einstellen.

Der Büromodus reduziert die Helligkeit in ähnlichem Maße und versucht, Text durch einen Schärfefilter besser lesbar zu machen. Dies ist jedoch zum Scheitern verurteilt, da die Darstellung bei einem TFT-Bildschirm auch ohne jeglichen Filter scharf sein sollte. Mit diesem Filter sind daher alle Kanten leicht überschärft, was die Augen bei längerem Arbeiten mit Text anstrengt und je nach Empfindlichkeit sogar Kopfschmerzen auslösen kann.

In den Modi Film und Bildanzeige wird die Farbdarstellung stark verfälscht. Desweiteren wird wiederum eine Art Schärfefilter über das Bild gelegt, jedoch hier mit einer deutlich aggressiveren Vorgehensweise als im Büromodus. Kanten sind stark überschärft und bilden merkwürdige Artefakte. Und erschließ sich nicht, was sich die Entwickler der Bildmodi dabei gedacht haben.

Graustufendarstellung

Die Darstellung der höchsten und niedrigsten Graustufen hinterlässt ein zwiespältiges Bild: Der 225PES kann zwar auch noch die letzten Stufen differenziert darstellen, durch die TN-typische hohe Blickwinkelabhängigkeit bekommt man jedoch nie alle Graustufen gleichzeitig ins Blickfeld. Bei normalem Betrachtungswinkel kann man die letzten vier Dunkelgrautöne und die letzten zwei Hellgrautöne nicht mehr voneinander differenzieren. Bewegt man den Kopf auch nur wenig nach oben, so kann man zwar die dunkelgrauen Farbschattierungen genauer differenzieren, es fallen jedoch sehr schnell die obersten hellgrauen weg. Bewegt man umgekehrt den Kopf nach unten, so kann man den hellgrauen Bereich perfekt differenzieren, der Dunkelgraue aber fällt schlagartig weg.

Blickwinkel

Der 225PES weist eine TN-typisch hohe Blickwinkelabhängigkeit auf. Schon bei normalem Betrachtungsabstand kann man leichte Verfärbungen an den Bildschirmrändern erkennen. Besonders sehr dunkle Farbtöne verfärben sich recht schnell; so sieht aus einem Meter Abstand ein komplett schwarzer Bildschirm an der Oberkante bläulich und an der Unterkante gelblich aus (siehe auch die Langzeitbelichtung weiter oben unter "Homogenität"). Von unten betrachtet tritt der bei TN-Panels übliche Negativeffekt auf, nach oben hin bleichen insbesondere Rottöne stark aus. In horizontaler Richtung treten hingegen nur leichte Farbverfälschungen auf, das Bild bleicht jedoch auch hier schnell aus. Für den DVD-Abend mit mehr als zwei Personen eignet sich das Panel aus diesem Gesichtspunkt also genauso wenig wie für die Bildbearbeitung mit gehobenen Ansprüchen.

Dasselbe Bild abfotografiert aus unterschiedlichen Richtungen.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben im Folgenden den 225PES vor und nach Kalibration und Profilierung umfangreich vermessen und die Ergebnisse ausgewertet. Die Ergebnisse sind insbesondere für die elektronische Bildverarbeitung interessant. Für den Office-Betrieb und Spiele ist zumindest eine ausreichende Neutralität des Bildschirms wichtig. Die Messungen werden in einer eigenen Software ausgewertet. Das ermöglicht exakte und detaillierte Aussagen zum vorliegenden Testgerät.

Zunächst haben wir ermittelt, wie gut der 225PES verschiedene Farbräume abdeckt. Als Referenz nutzen wir den Arbeitsfarbraum sRGB. Da es sich um einen Bildschirm ohne erweiterten Farbraum handelt, ist ein Arbeiten mit AdobeRGB oder ECI-RGB 2.0 nicht sinnvoll möglich. Zusätzlich haben wir mit dem "ISOcoated_v2_eci.icc"-Profil verglichen. Es basiert auf den FOGRA39-Charakterisierungsdaten und repräsentiert die Standard-Druckbedingungen für den Offset-Druck auf bestimmten Papiertypen (die exakten Bedingungen können in diesem PDF-Dokument) nachgelesen werden.

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