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TESTBERICHT: Samsung XL2370 Teil 3


Ansonsten spielt die Ergonomie bei diesem Monitor keine Rolle: die Unterkante des Displays befindet sich unverrückbar 67 mm über der Tischplatte, drehbar oder höhenverstellbar ist hier nichts. Zudem ist das Kippgelenk entschieden zu schwergängig. Erst nachdem wir das Gelenk bei liegendem Monitor mit ungewöhnlicher Gewaltanwendung einige Male hin und her bewegt hatten, war an eine Verstellung in aufrechter Position überhaupt zu denken. Im Internet finden sich dementsprechend zahlreiche Anwenderberichte, in denen bezweifelt wird, dass überhaupt ein Gelenk vorhanden sei. Leider ist auch kein VESA-Anschluss vorhanden, Monitorarme aus dem Zubehörhandel können also nicht befestigt werden.

Bei den Belüftungsschlitzen ist Samsung konsequent: wegen der geringen Leistungsaufnahme und des externen Netzteils hat der XL2370 überhaupt keine Belüftungsöffnungen. Die schwarze Rückseite ist bis auf die Leiste der Anschlüsse vollkommen geschlossen.

Der XL2370 gab im Test keinerlei Geräusch von sich. Geht man mit dem Ohr sehr nahe an das externe Netzteil heran, wird ein leises Summen hörbar, das aber selbst in ruhiger Umgebung normalerweise nicht wahrnehmbar ist. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer großen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

  Hersteller Gemessen EU-Richtlinie
k.A. 28,1 W k.A.
28,0 W 27,6 W k.A.
k.A. 18,5 W k.A.
k.A. 15,5 W k.A.
max. 1,3 W 1,5 W 2,0 W
max. 0,7 W 0,8 W 1,0 W

TN-Bildschirme sind beim Stromverbrauch üblicherweise deutlich sparsamer als solche mit PVA- oder IPS-Panel, LED Backlights sind wiederum sparsamer als CCFL-Röhren. Die Herstellerangabe von 28 Watt erscheint zunächst ungewöhnlich gering für die angegebene Maximalhelligkeit. Unsere Messung bestätigt diesen Wert jedoch ohne Einschränkung.

Jede Änderung der Helligkeit wirkt sich beim XL2370 beinahe linear auf den Stromverbrauch aus, deshalb konsumiert er bei der empfohlenen Arbeitsplatzhelligkeit von 140 cd/m² sogar nur noch 18,5 Watt. Der XL2370 ist mit seinem LED Backlight also tatsächlich ein echter Stromsparer: immerhin liegt hier ein 23 Zoll Monitor verbrauchsmäßig auf dem Niveau eines 19 Zöllers mit CCFL.
Im Standby-Modus zeigt das Strommessgerät sparsame 1,5 Watt an, ausgeschaltet sind es immer noch 0,8 Watt. Die Vorschriften der aktuellen EU-Richtlinie sind damit erfüllt, dennoch sollte der Monitor im ausgeschalteten Zustand besser gar keinen Strom verbrauchen. Insgesamt sind die Verbrauchsangaben des Herstellers sehr genau.

Die Stromversorgung erfolgt über ein externes Schaltnetzteil, das mit einem Hohlstecker an den Monitor angeschlossen wird (ganz links im Bild "Anschlüsse"). Das sehr kompakte Netzteil lässt sich problemlos in einer unauffälligen Ecke unterbringen. Man sollte allerdings auf gute Belüftung achten, da es sich bei laufendem Monitor ziemlich aufheizt.

Anschlüsse

Der Samsung XL2370 bietet mit DVI-I und HDMI einen analogen und zwei digitale Signaleingänge an. Hinzu kommt noch eine 3,5 mm Klinkenbuchse als Audioausgang im HDMI-Betrieb, sowie ein optischer Audio-Ausgang (SPDIF). Somit kann neben dem PC am DVI-Anschluss auch ein HDMI-Zuspieler dauerhaft angeschlossen bleiben, ohne dass ein Umstecken nötig wäre.

Die Anschlüsse an der Rückseite sind horizontal ausgerichtet.

Das VGA-Signal wird nicht wie meist üblich über eine DSub15-Buchse eingespeist, sondern über den VGA-Teil der DVI-I-Buchse. Ein passendes Kabel wird als Zubehör mitgeliefert. Die gleichzeitige Belegung mit analogem VGA und digitalem DVI ist dadurch aber nur mit Hilfe eines Adapters möglich.

Anders als üblich sind die Buchsen an der Rückseite nicht vertikal nach unten ausgerichtet, sondern in horizontaler Richtung. Sie sind dadurch wesentlich bequemer zu erreichen, allerdings lastet vor allem auf dem steiferen DVI-Kabel doch immer ein gewisses Biegemoment nach unten. Auch hängen die Kabel hinter dem Monitor eher in der Luft als auf dem Tisch, die Aufstellung unmittelbar vor einer Wand erfordert daher ein abknickendes DVI-Kabel. Dasselbe gilt für die Verwendung von Adaptern, vor allem ein DVI-zu-HDMI-Adapter dürfte die schmale HDMI-Buchse mechanisch zu stark belasten. Eine Kabelführung ist nicht vorhanden.

Bedienung

Die Bedienknöpfe im Panelrahmen unten rechts sind berührungsempfindlich und solange völlig unsichtbar, bis man den Tastenbereich links vom Netzschaltersymbol mit dem Finger berührt. Dann leuchtet die blau-weiße Tastenbeschriftung für einige Sekunden auf und verlischt anschließend automatisch. Einen Druckpunkt gibt es ebenso wenig wie eine akustische Rückmeldung. Im Halbdunkel gerät die Bedienung deshalb zum Glücksspiel. Die blau-weiße Leuchtschrift erscheint durch die dicke Transparentbeschichtung stets etwas unscharf.

Die berührungsempfindlichen Bedientasten sind nur wenige Sekunden sichtbar.

Als einziges Anzeigeelement sieht man im Normalzustand rechts unten eine kleine blaue LED, die bei eingeschaltetem Monitor leuchtet und im Standby-Modus blinkt. Im OSD kann man die Tastenbeleuchtung in der Helligkeit regeln, die Abschaltzeit verändern oder die LED gänzlich abschalten. Beim Filmschauen im abgedunkelten Raum stört hier also nichts.

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