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Asus PB248Q TESTBERICHT: ViewSonic VX2739wm Teil 5
Bei der Graustufendarstellung verdient sich der VX2739wm selbst für ein TN-Panel nur ein Ausreichend: die neun dunkelsten Werte werden verschluckt, von den hellsten Werten die letzten vier.
Die Differenzierung vor allem der dunklen Graustufen gelingt nur unbefriedigend. Zumindest das Verhalten bei den hellsten Graustufen lässt sich nachhaltig verbessern, wenn der Kontrastregler auf 68 gestellt wird (K68). Bei noch kleineren Werten wird das Bild schnell flau, bei Werten über 70 gehen dagegen sofort noch viel mehr helle Graustufen verloren. Der ohne Qualitätseinbußen nutzbare Bereich des Kontrastreglers ist also minimal. Der Eindruck mit bloßem Auge hängt zudem stark vom vertikalen Blickwinkel ab: schon wenige Grade ober- oder unterhalb der Horizontalen entscheiden über die Erkennbarkeit von mindestens drei der hellsten bzw. dunkelsten Werte. Der Bildeindruck bei großem Tonumfang wird also von der relativen Kopfposition und kleinen Bewegungen stark beeinflusst. Ein Invertieren der nicht mehr differenzierten Graufelder konnte aber nicht beobachtet werden.
Film- und Spielszenen wird dieses - für TN-Panels recht typische - Gesamtverhalten nicht übermäßig beeinträchtigen, solange man einigermaßen zentral vor dem Monitor sitzen kann. Für die digitale Fotobearbeitung auch im Amateurbereich ist es dagegen ein sehr großes Handicap. Ein vollkommen schwarzes Testbild fördert beim VX2739wm deutliches Backlight Bleeding zutage: auffällige Lichthöfe in der Mitte aller vier Seitenkanten, dazu rundum ein heller Rahmen aus durchscheinenden Bildkanten. Wenn man von oben oder von der Seite auf das abgedunkelte Panel schaut, kommt ein fleckiger grauer Schimmer hinzu, der sich über die gesamte Bildfläche erstreckt.
Bei einem schwarzen Bild scheint die Hintergrundbeleuchtung durch. Die möglichen Farbstufen von 0 bis 255 differenziert der VX2739wm bei Rot, Blau und Grün übereinstimmend nur im Bereich von 8 bis 240. Ein gleichmäßig in sehr hellem Grün oder Blau eingefärbter Bildschirmhintergrund erscheint fast schon weiß. Zudem hängt die Darstellung bei den niedrigsten und den höchsten Farbstufen wieder stark vom Blickwinkel ab und erscheint dadurch recht ungleichmäßig. Im Verlauf des Tests entsteht der Eindruck, dass der beste Blickwinkel bei etwa 2 Grad von unten betrachtet liegt, da in dieser Position mehr dunkle Abstufungen unterscheidbar werden. Der Schwarzpunkt ist beim VX2739wm mit 0,26 cd/m² in Werkseinstellung (H100/K70) als gut zu werten. Mit der Maximalhelligkeit von 286 cd/m² ergibt sich ein sehr guter statischer Kontrastwert von 1.100:1. Da der Schwarzwert nahezu linear von der eingestellten Helligkeit abhängt, wird in allen Helligkeitseinstellungen durchgehend ein hervorragender Kontrastwert von über 1.100:1 erreicht.
Das Datenblatt des VX2739wm gibt eine maximale Helligkeit von 300 cd/m² an. In der Werkseinstellung H100/K70 konnten wir diese Angabe in der Bildschirmmitte auch beinahe erreichen. Eine arbeitsplatzgerechte Leuchtdichte von 140 cd/m² ergibt sich in der Einstellung H59. Wird der Helligkeitsregler auf null Prozent eingestellt, messen wir nur noch eine Mindesthelligkeit von 10 cd/m². Daraus ergibt sich ein scheinbar großer Regelungsbereich für die Leuchtdichte von 276 cd/m². Die untere Helligkeitsgrenze ist allerdings extrem niedrig, Werte unter 80 cd/m² sind auch in abgedunkelten Räumen nur selten nutzbar. Der obere Wert ist für den PC-Betrieb weit mehr als genug, für die Betrachtung von Filmen in taghellen Räumen dagegen gerade ausreichend. Bei den Messungen wurde erkennbar, dass auch der VX2739wm mit merklicher Verzögerung auf den Helligkeitsregler reagiert. Nach größeren Änderungen am Regler dauert es rund eine Minute, bis sich die Leuchtstärke stabil eingeregelt hat. In dieser Zeit kann der Messwert noch um rund 10 cd/m² zu- oder abnehmen. Wir untersuchen Helligkeitsverteilung und Bildhomogenität an einem weißen Testbild, das wir an 15 Punkten vermessen. Daraus berechnen wir die Helligkeitsabweichung in Prozent und die Homogenität in DeltaE, jeweils bezogen auf den Wert in der Bildmitte. Für das DeltaE liegt die Wahrnehmungsschwelle bereits bei etwa 0,5. Ab einem Wert von 4,0 ist mit größeren Farbstichen zu rechnen.
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