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TESTBERICHT: Asus ML248H Teil 7


Der Menüpunkt "System-Einstellungen".

Fazit zum OSD: Wenn schon an der Eindeutschung des OSD gespart wird, ist es umso fataler, wenn gleichzeitig auch bei der Dokumentation dasselbe getan wird. Die Funktion mancher wichtiger Optionen lässt sich aufgrund nicht eindeutiger Bezeichnungen nur durch Ausprobieren erahnen. Hier würde man erwarten, dass diese Einstellungen zumindest in einem mitgelieferten Handbuch erklärt werden – wenn nicht in gedruckter Form, dann wenigstens auf CD.

Einige andere ebenso kryptisch bezeichnete Funktionen sind im Standardmodus (aus gutem Grund) erst gar nicht verfügbar – ebenso wie die Bildmodi, die zu deren Freischaltung aktiviert werden müssen, verfälschen sie nämlich die Darstellung teilweise erheblich. Um diese Einstellungen sollte man also vorzugsweise einen großen Bogen machen.

Bildqualität

Beim Asus ML248H kommt ein TN-Panel zum Einsatz. Diese Paneltechnologie hat zwei große Vorteile: Einerseits ist sie vergleichsweise kostengünstig, andererseits reaktionsschnell. Doch dafür haben TN-Panel mit zwei mindestens ebenso großen Nachteilen zu kämpfen: Sie weisen eine starke Blickwinkelabhängigkeit auf und werden mit nur 6 Bit pro Farbkanal angesteuert - andere Paneltypen werden mit mindestens 8 Bit angesteuert. TN-Panel können also nur 64 Abstufungen für jeden Farbkanal anzeigen und wären daher rein rechnerisch auf 262.144 Farben limitiert.

Da für eine lückenlose Farbdarstellung jedoch erheblich mehr Farben nötig sind, bedienen sich TN-Panels des sogenannten Dithering, welches aus zwei Komponenten besteht: Zum einen mischen mehrere benachbarte Pixel zusammen einen Zwischenton aus zwei benachbarten 6-Bit-Farbwerten, zum anderen schalten betroffene Pixel permanent zwischen besagten beiden Farbwerten hin und her.

Dadurch ergibt sich eine mehr oder weniger homogene Mischung zweier 6-Bit-Farbwerte zu einem 8-Bit-Farbwert. Je nachdem wie ausgefeilt das Dithering implementiert ist, sieht man unter Umständen entweder sogenanntes Banding, also Unterbrechungen in Farbverläufen, oder ein Farbflimmern in unterschiedlich starker Ausprägung.

Banding war beim ML248H auch in speziellen Testbildern nicht auszumachen, sodass Farbverläufe in ausreichender Entfernung tatsächlich sehr sauber und lückenlos erscheinen.
Nur wenn man näher an den Monitor herangeht, kann man bei manchen Farb- und Grautönen ein recht deutliches Farbflimmern ausmachen. Zumal dies aber bei durchschnittlichem Betrachtungsabstand nicht auffällt, kann die für das Dithering verantwortliche Elektronik durchaus als gelungen bezeichnet werden.

Bildhomogenität

Die Homogenität des Bildes, das heißt wie exakt ein Monitor auf seiner gesamten Bildschirmfläche arbeitet, wird von uns auf zwei Arten untersucht. In einem ansonsten dunklen Raum wird bei sehr langer Belichtungszeit ein Foto des eingeschalteten Monitors mit komplett schwarzem Bild geschossen. Auf diesem kann man Lichthöfe und andere Inhomogenitäten des Backlights subjektiv relativ einfach bewerten.

Diese lang belichtete Aufnahme macht Inhomogenitäten für das Auge sichtbar.

An dieser Aufnahme lässt sich schon recht deutlich erkennen, dass das Backlight nicht perfekt homogen verteilt ist. Besonders in der unteren Hälfte und in den Ecken kann man deutliche Lichthöfe ausmachen. Bei genauem Hinsehen kann man erkennen, dass Asus von der Edge-LED-Technik Gebrauch macht, bei der die Backlight-LEDs nur am Rand des Displays platziert sind und von dort aus versuchen, das gesamte Panel homogen auszuleuchten. Besser, homogener, aber auch teurer und nicht mit dem schlanken Design zu vereinbaren, wäre die sogenannte Full-LED-Technik, bei der die LEDs gleichmäßig über die gesamte Fläche verteilt sind.

Nun liefert obiges Bild zwar einen Eindruck von der Homogenität der Helligkeit, es können aber durchaus auch Farbabweichungen zwischen verschiedenen Displayregionen auftreten, die aus dem Bild nicht abgelesen werden können. Um auch diese zu erfassen, wurde der ML248H an 15 verschiedenen Punkten vermessen. Aus dem Ergebnis wurden jeweils die Helligkeitsabweichung in Prozent und die Farbabweichung in DeltaC berechnet.

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