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TESTBERICHT: BenQ EW2420 Teil 14


Farbmodelle und HDMI-Blacklevel

Ebenfalls sehr wichtig für die korrekte Darstellung des Materials ist die Abstimmung des Videolevels. Abstimmungsprobleme können hier zu starkem Clipping in helleren und dunkleren Farben führen oder das Bild durch reduzierten Tonwertumfang ohne volles Schwarz und Weiß flau erscheinen lassen.

Test des korrekten Signalpegels am HDMI-Eingang.

Der BenQ EW2420 ist am HDMI-Eingang sehr flexibel. Er akzeptiert neben dem typischen RGB-Modell (4:4:4) auch YCbCr (4:4:4 und 4:2:2). Digitale Medien wie DVDs, Blu-rays, HD-DVDs und DVB-Signale arbeiten dagegen mit 4:2:0.

Bei einer Zuspielung von RGB (beispielsweise von einer Konsole oder einem Rechner) erwartet der EW2420 PC-Level (Wertebereich pro Kanal von 0-255), bei YCbCr werden dagegen Videolevels erwartet (Wertebereich pro Kanal 16-235). Für den Betrieb des HDMI-Eingangs stellt dies eine praktische Lösung dar, da beide Farbmodelle in vollem Tonwertumfang wiedergegeben werden können.

Fazit

In der Einleitung hatten wir uns die Frage gestellt, inwiefern der BenQ EW2420 seinen Versprechungen auf dem Papier gerecht werden kann. Ist der EW2420 tatsächlich der perfekte Allround-Monitor für den kleinen Geldbeutel? Zur Beantwortung dieser Frage sollten die Einzelergebnisse noch einmal zusammenfassend betrachtet werden.

Auf der positiven Seite stehen alle Vorzüge, die der EW2420 mit seinem A-MVA-Panel gegenüber vergleichbaren Geräten mit TN-Panel ausspielen kann. Dazu gehören die weiten Blickwinkel, der hoher Kontrast, eine recht homogene Ausleuchtung ohne Lichthöfe sowie eine gute Graudarstellung. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass der EW2420 damit – mit Ausnahme des Kontrasts – nicht in der Liga teurer VA-Panels mitspielen kann. Zu den weiteren gelungenen Merkmalen gehören – aufgrund des verwendeten LED-Backlights - ein schlankes Design sowie ein recht geringer Stromverbrauch, der dennoch über dem von TN-Panels mit LED-Beleuchtung liegt. Multimedia-Anwender erfreuen sich zudem an einer breiten Anschlussvielfalt, FullHD-Auflösung sowie die gute Videosignalverarbeitung. Außerdem kann der EW2420 auch Silent-Freunde begeistern: Während unserer Testphase arbeitete der Leisetreter komplett lautlos. Nicht zuletzt der günstige Preis ist für viele Anwender ein Kaufargument.

Allerdings besitzt das preiswerte Panel nicht nur Vorteile: Bei seitlicher Betrachtung muss der Anwender einen abnehmenden Kontrast in Kauf nehmen und auch in Farbverläufen tritt ab und an Banding auf. Über das halb entspiegelte Display lässt sich dagegen streiten: Befürworter loben die höhere Brillianz, Gegner stören sich an den spiegelnden Lichtquellen. Absolut unbefriedigend ist allerdings die Reaktionszeit. Für Gamer ist das Gerät aufgrund der deutlichen Schlierenbildung absolut ungeeignet. Bei aktiviertem Overdrive ist die Darstellung immerhin für die Filmwiedergabe brauchbar. Ein weiterer Nachteil ist der stark eingeschränkte Farbraum, wodurch der EW2420 nach einer Kalibrierung höchstens Amateur-Fotografen zur Bildbearbeitung taugt. Auch Office-Anwender werden enttäuscht, denn eine Portrait- und Dreh-Funktion geschweige denn eine Höhenverstellung sucht man vergebens.

Wer einen günstigen Monitor sucht, der in keinem Bereich top Ergebnisse liefern muss, wird mit dem BenQ EW2420 sicherlich zufrieden sein. Spieler lassen aber besser die Finger von diesem Modell.

Gesamturteil: BEFRIEDIGEND

Technische Spezifikationen: BenQ EW2420

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