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TESTBERICHT: Dell ST2220T Teil 7


Touch-Funktion

Die Berührungserkennung erfolgt beim ST2220T optisch: Am Displayrand angebrachte Infrarot-LEDs werfen ein unsichtbares Lichtraster über die Oberfläche des Panels, das von Photosensoren ausgewertet wird. Kommt nun der Finger oder ein anderer Gegenstand in die Nähe des Panels, wird das Lichtraster an dieser Stelle unterbrochen. Anhand seiner Sensordaten kann der Monitor die Position der Unterbrechung berechnen. Auf diese Weise sind auch mehrere Berührungen gleichzeitig erfassbar (Multitouch).

Diese Technik funktioniert für den Alltag recht brauchbar. Ausreichend große Buttons lassen sich nach kurzer Eingewöhnungszeit sicher und präzise betätigen. Etwas genauer klappt die Bedienung mit einem Eingabestift oder auch einem Kugelschreiber ohne Mine. Für die Reaktionszeit nach einer Berührung gibt Dell "in der Regel 15 ms" an. In der Praxis ist dies für die meisten Zwecke ausreichend schnell.

Dell gibt für die Genauigkeit der Berührungserkennung +-2,5 mm auf 95 Prozent der Bildschirmfläche an. Besonders in den Eckbereichen sind die Abweichung allerdings etwas höher. Für kleinere Buttons wie z.B. in der Menüleiste älterer Office-Versionen reicht somit auch mit Eingabestift die Genauigkeit der Berührungserkennung nicht für zuverlässiges Arbeiten aus. Man wird den ST2220T aber ohnehin kaum für Office-Anwendungen verwenden.

Die Inbetriebnahme der Touchfunktion funktioniert generell erst mit Windowsversionen ab Vista (mit dem Treiber von der beiliegenden CD). Hier werden aber noch keine Multitouchgesten unterstützt, ebenso wie bei den "Starter"- und "Home Basic"-Editionen von Windows 7, bei denen der Treiber aber immerhin nicht extra installiert werden muss. Den vollen Funktionsumfang gibt es also nur mit Windows 7 ab der "Home Premium"-Edition. Die Installation verläuft vollautomatisch; nach dem ersten Einstecken dauert es einige Sekunden und dann ist der Monitor inklusive Touchfunktion betriebsbereit.

Windows 7 bringt einige praktische Fingergesten und eine Bildschirmtastatur mit sich, die nach etwas Eingewöhnungszeit eine durchaus flüssige Bedienung und die Eingabe kurzer Texte ermöglichen.

Zu den Windows-Gesten gehört zum Beispiel die von Smartphones bekannte Zoomfunktion durch gespreizten Daumen und Zeigefinger oder sanftes Scrollen per Fingerwischen. Spaß macht diese sehr direkte und intuitiv angelegte Form der Bedienung allemal – wer jedoch ernsthaft produktiv arbeiten möchte, ist mit Maus und Tastatur deutlich schneller unterwegs.

Mit dieser Windows-eigenen Bildschirmtastatur klappt das Eingeben von kurzen Texten nach einer Übungsphase auf Anhieb.

Bildqualität

Der ST2220T bringt gute Voraussetzungen für eine (immer relativ zur Preisklasse und im Vergleich mit anderen Consumer-Geräten) hohe Bildqualität mit: Das IPS-Panel mit echter 8-bit-Farbansteuerung verspricht neben guter Blickwinkelstabilität weitgehend lückenlose Farbverläufe, während das konventionelle CCFL-Backlight im Allgemeinen einen größeren Farbraum abdeckt und den Schirm etwas homogener ausleuchtet als die moderneren LEDs.

Darstellung von Farbabstufungen

Ein Vorteil von VA- und IPS-Panels liegt in der echten 24-Bit-Farbansteuerung, also mit 8 Bit pro Farbkanal. Die meisten TN-Panels hingegen werden nur mit 6 Bit pro Farbkanal angesteuert und müssen sich daher Techniken wie Dithering oder FRC bedienen, um dennoch Farbverläufe weitgehend lückenlos darstellen zu können.

Im Datenblatt wird der Unterschied zwischen 24-Bit- und 18-Bit-Farbansteuerung normalerweise durch die Zahl der darstellbaren Farben gekennzeichnet: Bei einem Panel mit echten 24 Bit gibt der Hersteller 16,7 Mio. Farben an, bei einen 18-Bit-Panel mit Dithering/FRC meist 16,2 Mio.

Somit sollte das 24-bittige IPS-Panel des ST2220T für die lückenlose Darstellung von Farbverläufen gut gerüstet sein. In der Praxis spielt jedoch auch die monitorinterne Elektronik eine wichtige Rolle. Ist die LUT (LookUpTable) zu gering dimensioniert, haben Transformationen, die der Monitor durchführt (z.B. Anpassungen der RGB-Regler) Tonwertverluste und somit Banding zur Folge.

Tests mit verschiedenen Farbverläufen zeigen, dass Dell auf diesem Gebiet beim ST2220T nicht geschlampt hat. Die Elektronik ist leistungsfähig genug, um Farbverläufe ohne erkennbares Banding auf den Schirm zu bringen. Ein leichtes, kaum sichtbares Grieseln in dunklen Tonwerten zeigt, dass hier zusätzlich noch eine FRC-Schaltung zum Einsatz kommt.

Bei der Darstellung der dunkelsten und hellsten Graustufen ist am Testgerät im Prinzip nichts auszusetzen. Auch die letzten Farbabstufungen kann das Gerät bei genauem Hinsehen noch differenzieren. Bei dunklen Farbtönen machen einem aber dabei zwei Faktoren einen Strich durch die Rechnung.

Zum Einen die bei IPS-Panels übliche, magentafarbene Aufhellung des Schirms bei dunklem Inhalt unter Winkeln; so erhalten bei normalem Betrachtungsabstand schon die Randbereiche einen leichten rosa Schimmer. Zum anderen wirkt die glänzende Paneloberfläche bei dunklem Bildschirm wie ein Spiegel, sodass man sich selbst und außerdem den gesamten Raum sieht, jedoch nicht den Bildschirminhalt.

Wie üblich ist die werksseitige Kontrasteinstellung (75) der optimale Wert. Bei geringeren Werten werden die Farbdifferenzierungen nicht besser, bei höheren Werten geraten die Farbkanäle ins Clipping.

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