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TESTBERICHT: Fujitsu B22W-6 LED Teil 6


Die Werkseinstellung zeigt deutliche Abweichungen vom sRGB-Standard. Die Gammakurve knickt bei den mittleren Grauwerten ab und verläuft dann viel zu niedrig. Die Tonwertabweichungen liegen bei den helleren Grauwerten und allen Primärfarben im sichtbaren Bereich.

Die Farbtemperatur liegt mit rund 7100K deutlich zu hoch. Für einen nicht kalibrierten Consumer-Monitor ist dieses Ergebnis nicht ungewöhnlich, aber auch nicht erfreulich.

Farbwiedergabe in der Einstellung sRGB.

Ähnlich wie beim großen Bruder B23T-6 ist die Farbtreue auch in der sRGB-Einstellung nicht besser. Die Ergebnisse gleichen sich hier wie ein Ei dem anderen. Allgemein scheint es nicht einfach zu sein, den sRGB-Standard mit einem White LED Backlight einzuhalten.

Ein kurzer Test zeigte, dass in der Einstellung Nativ vor allem die Grauwertwiedergabe noch schlechter ausfiel. Die beiden Profile 7500K und 9300K waren erwartungsgemäß viel zu blaubetont. Die probeweise Optimierung des Weißpunkts haben wir uns daraufhin erspart. Für farbempfindliche Anwendungen wie die heimische Fotobearbeitung ist dieser Monitor nicht prädestiniert.

Interpolation

Im OSD des B22W-6 stehen für die Interpolation/Skalierung zwei Einstellungen zur Verfügung. Neben der Vollbild-Darstellung, die jeglichen Bildinhalt ungeachtet des Bildformats auf Vollbild streckt, gibt es die seitengerechte Einstellung, welche das Bild bei passendem Seitenverhältnis auf maximale Bildschirmgröße erweitert.

Der Bildschärferegler wirkt nur am VGA-Eingang. Am DVI/DisplayPort-Eingang ist der Regler im OSD nicht vorhanden.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1.280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichter Unschärfe. Farbsäume treten nicht auf.

In allen interpolierten Auflösungen sind die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

Reaktionsverhalten

Den B22W-6 haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Das Datenblatt zum B22W-6 nennt eine typische Reaktionszeit von 5 Millisekunden. Wir messen 7,2 Millisekunden für den Schwarz-Weiß-Wechsel, alle übrigen Wechsel dauern dagegen durchweg viel länger. Die über alles gemittelte Bildaufbauzeit (hin und zurück) für unsere 15 Messwerte ist mit 22,7 Millisekunden sehr lang für ein TN-Panel.

An den meisten Messpunkten dauert der Anstieg sehr lang, die Abfallzeiten von hell nach dunkel sind dagegen sehr kurz. Eine Overdrive-Option gibt es nicht. Nur bei den allerhellsten Stufen (über 90 Prozent) ist eine Beschleunigung zu erkennen, hier verkürzt sich die Anstiegszeit drastisch aber noch ohne Überschwinger.

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1 Kommentar vorhanden


Hab 2 von den Dingern in der Arbeit. Habe ihn zum Programmiern und für "Office-Arbeit". Kontrast, Blickwinkel und Ergonomie funktion sind echt gut, aber die FARBEN. Also bei einem sind sie echt okay (ungefähr 3/4 Jahr alt). Betreibe ihm im 6500 K Bodus, weil er sonst zu blaustichig ist. Mit Helligkeit auf 85, Kontrast auf 100 und schwarzewert 38. Der andere (2 Monate alt) allerdings, ist nicht gleich kalibrierbar. Wollte ihn auf die selben Farben einstellen, aber er ist immer so Blass (wenn Schwarzwert zu hoch) oder zu Blaustichig(wenn schwarzwert zu niedrig). Habe ihn jetzt den Schwarzwert auf 25 und Hellikeit auf 80 und nicht anhähernd, das gleiche Ergebnis. Somit das Fazit. Eig. fürs Büro ein guter Monitor, allerdings vermute ich eine hohe Streuung, der Qualität.

PS: andere Kollegen hatten auch das Problem.

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