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TESTBERICHT: Iiyama ProLite X2472HD Teil 6


Die gewählten deutschen Begriffe im OSD sind gewöhnungsbedürftig; bei den Begriffen im Hauptmenü kann man zwar meist die Funktion noch erahnen, insbesondere im Untermenü „Verschiedenes“ ist es damit jedoch vorbei – da hilft teilweise nur raten.

"Auto Setup" ist nur bei analoger Ansteuerung interessant und hat dieselbe Funktion wie die "AUTO"-Taste.

Unter "Leuchtdichte" finden sich, dem Namen zum Trotz, sowohl die Helligkeits- als auch die Kontrasteinstellung.

Der Punkt "Geometrie" ist wiederum nur für analoge Zuspielung interessant und bietet Möglichkeiten, das Bild auf dem Schirm einzupassen.

Im Menüpunkt "Farbe" kann man die Farbtemperatur anpassen. Dabei kann man aus drei voreingestellten Temperaturen (6500 K, 7500 K und 9300 K) wählen oder eine eigene über RGB-Regler definieren.

Der etwas kryptisch bezeichnete Menüpunkt "Abruf" dient zum Wiederherstellen der Werkseinstellung.

Ähnlich holprig übersetzt ist der Punkt "Eingabeauswahl" - hier kann man zwischen den verschiedenen Eingängen umschalten, falls mehrere Zuspieler angeschlossen sind.

Der Menüpunkt "Audio" ist nur bei HDMI-Zuspielung aktiv und bietet eine Lautstärkeregelung und Stummschaltung für das an die Klinkenbuchse durchgeschleifte HDMI-Audiosignal.

Im Menüpunkt "Verschiedenes" verstecken sich einige kryptisch bezeichnete, gleichwohl wichtige Funktionen. Dieser Unterpunkt soll daher genauer betrachtet werden:

Die Bezeichnungen der Einstellungen im Menü "Verschiedenes" sind leider nicht immer selbsterklärend.

Zunächst findet sich ein fünfstufiger Schärferegler (näher beschrieben unter "Interpolation"). Die Option "DDC/CI" dürfte den Datenaustausch zwischen Monitor und Grafikkarte betreffen, im Test zeigte die Funktion jedoch keine unmittelbare Wirkung. "Informationen zur Anzeige" zeigt den aktuellen Zuspielmodus an. Mit der Einstellung „Startlogo“ kann man das Anzeigen des Herstellerlogos kurz nach dem Einschalten des Monitors unterbinden.

Interessant ist die Einstellung "ACR", was so viel wie "Advanced Contrast Ratio" bedeutet. Im Klartext kann man hier den dynamischen Kontrast (de)aktivieren, Näheres dazu im Abschnitt "Helligkeit und Kontrast".

Hinter "Anzeigenmodus" verbirgt sich die Einstellung des Seitenverhältnisses, in dem nicht native Auflösungen dargestellt werden. Diese Option wird im Abschnitt "Interpolation" genauer beschrieben.

Eine weitere alles andere als selbsterklärende Abkürzung verwendet Iiyama bei der Einstellung "OD" - gemeint ist die Overdrive-Funktion, auf die im Abschnitt "Reaktionsverhalten" noch eingegangen wird.

Es spricht nicht für einen Hersteller, wenn er Einstellungen so kryptisch bezeichnet, dass man nur durch Ausprobieren hinter deren genaue Funktionsweise kommt. Umso fataler ist es dann, wenn der Hersteller außerdem kein Handbuch bereitstellt, das die OSD-Punkte einzeln erläutert. Iiyama lässt seine Nutzer hier leider völlig im Regen stehen, selbst auf der Herstellerhomepage findet sich nur ein einseitiges Datenblatt, von Dokumentation keine Spur.

Bildqualität

VA-Panels in günstigen Monitoren um 200 € waren bislang eine eher seltene Erscheinung; der aktuelle Trend geht jedoch weg von der gebräuchlichen TN-Technik hin zu hochwertigeren Panels mit geringerer Blickwinkelabhängigkeit. Ein weiterer Trend ist die LED-Hintergrundbeleuchtung, die bei den Käufern offenbar einen guten Ruf genießt und stark nachgefragt wird. Das kommt dem Stromverbrauch zwar zu Gute, für die Bildqualität sind die kleinen Leuchtdioden aber meist eher abträglich.

Darstellung von Farbabstufungen

Ein großer Vorteil von VA- und IPS-Panels liegt in der echten 24-Bit-Farbansteuerung, also 8 Bit pro Farbkanal. Die meisten TN-Panel hingegen werden nur mit 6 Bit pro Farbkanal angesteuert und müssen sich daher Techniken wie Dithering oder FRC bedienen, um dennoch Farbverläufe weitgehend lückenlos darstellen zu können. Im Datenblatt wird der Unterschied zwischen 24-Bit- und 18-Bit-Farbansteuerung normalerweise durch die Zahl der darstellbaren Farben gekennzeichnet: Bei einem Panel mit echten 24 Bit gibt der Hersteller 16,7 Mio. Farben an, bei einen 18-Bit-Panel mit Dithering/FRC meist 16,2 Mio.

Somit sollte das MVA-Panel des X2472HD für die lückenlose Darstellung von Farbverläufen gut gerüstet sein. In der Praxis spielt jedoch auch die monitorinterne Elektronik eine wichtige Rolle: Ist die LUT (LookUpTable) zu gering dimensioniert, haben Transformationen, die der Monitor durchführt (z.B. Anpassungen der RGB-Regler) Tonwertverluste und somit Banding zur Folge.

Tests mit verschiedenen Farbverläufen zeigen, dass Iiyama auf diesem Gebiet beim X2472HD nicht geschlampt hat: Die Elektronik ist leistungsfähig genug, um Farbverläufe ohne erkennbares Banding auf den Schirm zu bringen.

Auch bei der Darstellung der dunkelsten und hellsten Graustufen kann das Testgerät punkten: Bei den Dunkelgrautönen kann man alle Werte bis RGB(2/2/2) noch voneinander unterscheiden, lediglich die beiden dunkelsten Werte verschmelzen miteinander. Dank der geringen Blickwinkelabhängigkeit kann man die genannten Werte auch von der Seite betrachtet immer noch unterscheiden. Bei den Hellgrautönen sieht es ähnlich aus: Lediglich der RGB-Wert 254/254/254 verschmilzt zu Weiß, bis dahin kann man alle Abstufungen noch unterscheiden.

Wie üblich ist die werksseitige Kontrasteinstellung (80) die Optimale: Bei geringeren Werten werden die Farbdifferenzierungen nicht besser, bei höheren Werten geraten die Farbkanäle ins Clipping.

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