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TESTBERICHT: LG Flatron E2360V Teil 4


Bei der Helligkeitsverteilung wird nur ein befriedigender Durchschnittswert von 90 Prozent erreicht. Das linke Drittel des Bildschirms wird soweit dunkler, dass die Sichtbarkeitsgrenze von 20 Prozent an allen drei Messpunkten auf der linken Seite knapp überschritten wird.

Die Homogenitätsmessung ergibt ein mittleres deltaC von 2,0, maximal werden 4,9 erreicht. Wieder zeigen sich die größten Abweichungen im linken Drittel, aber auch der rechte Rand kommt hinzu.

Subjektiv betrachtet fallen die Abweichungen nur am linken Bildschirmende etwas größer aus als man sie bei einem TN-Panel erwarten würde. Offensichtlich fällt es der rechts angeordneten LED-Zeile schwer, eine gleichmäßige Bildqualität bis zum gegenüberliegenden Rand aufrecht zu erhalten.

Blickwinkel

Horizontale und vertikale Blickwinkel.

Das Foto zeigt den Bildschirm des E2360V bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad. Seitlich lassen die Farben ab etwa 35 Grad deutlich nach, das Bild verblasst dann zunehmend und der Kontrast leidet sehr. In der Vertikalen ist die Blickwinkelabhängigkeit wesentlich stärker, vor allem von unten betrachtet verdunkelt sich das Bild schon bei kleinen Winkeln. Den besten Farbeindruck erhält man, wenn man frontal unter einem kleinen vertikalen Winkel von etwa +5 Grad auf den Bildschirm schaut.

Die Farbverschiebungen sind deutlich sichtbar: Rot verschiebt sich über Orange zu Gelb, Rosa wird Hellgrau, Weiß wird etwas silbrig. Grün und Blau ändern sich dagegen kaum. Insgesamt bewegt sich die Blickwinkelstabilität auf befriedigendem Niveau, für ein TN-Panel ist sie sogar beinahe gut.

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset. Zusätzlich stellen wir noch ein zweites möglichst farbtreues Preset vor. Für die Messungen verwenden wir ein X-rite i1 Pro Spektralfotometer.
Im Bildmodus Normal bietet das Menü Farbtemperatur des E2360V fünf Voreinstellungen an: sRGB, 6500K, 7500K, 8500K, und 9300K. Zusätzlich ist ein User-Modus mit freien RGB-Reglern vorhanden. In der Werkseinstellung ist die Farbtemperatur 6500K vorgegeben.

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung 6500K.

Anders als der Name verspricht, ergibt sich ein etwas zu kühler Weißpunkt von 7088K, die Farbabweichungen sind sehr groß, und das Gamma fällt oberhalb von 50 Prozent Grau plötzlich stark ab.

Farbwiedergabe, Preset sRGB.

In der sRGB-Einstellung bessert sich die Farbwiedergabe auch nicht wesentlich. Der Gammaverlauf hält sich ein wenig länger an die Normkurve, ansonsten liefert dieses Preset ähnliche Ergebnisse wie die Grundeinstellung.

Dies trifft im Übrigen auf alle verfügbaren Presets zu: auch Film, Internet und Demo liefern allesamt zu kühle Farben mit hohen Farbabweichungen und nichtlinearen Gammakurven. Für die farbneutrale Wiedergabe von Fotos und Videomaterial sind sie nicht gut geeignet.

Wir wollten daher herausfinden, was die Korrektur des Weißpunkts ohne Kalibrierung verbessern kann. Im User-Modus stehen alle Farbregler zunächst auf 50 (von 100), größere Werte ändern die Farbbalance aber nicht. Beim Blauregler liegt die nutzbare Obergrenze sogar nur bei 40. Mit Rot 50 - Grün 32 - Blau 23 und Gamma 2 ergab sich eine Farbtemperatur von 6488 K, die Maximalhelligkeit sank dadurch allerdings von 280 auf nur noch 220 cd/m².

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